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Tag 8: Teufelsinsel / Französisch Guyana

Die Teufelsinsel

Die Teufelsinsel

Unser Schiff geht zwischen den drei felsigen Eilanden der Teufelsinseln oder „Iles du Salut“, wie sie offiziell heißen, auf Reede und wir werden mit bordeigenen Tenderbooten an Land gebracht.

Bewohnt ist nur noch die Hauptinsel Ile Royale. Die Inseln liegen nur etwa 15 Kilometer vor der Küste und sind Übersee-Departements und eine Region Frankreichs, somit ein Teil der EU. Bekannt auch, weil dort mit unseren Steuergeldern die Ariane-Raketen ins All gejagt werden. Den schaurigen Beinamen Teufelsinseln erhielten sie erst in der Zeit zwischen 1852 und 1946, als sie als französische Strafkolonie genutzt wurden.

Wegen der fast nicht existierenden Fluchtmöglichkeiten durch Strömungen und Haie und der äußerst schlechten Lebensbedingungen, an denen viele Gefangenen zugrunde gingen, war die Strafkolonie berüchtigt und gefürchtet.

Die bekanntesten Gefangenen waren Dreyfuss, zu Unrecht wegen Landesverrats verurteilt und der Schriftsteller Henry Charrière, der mit dem Bestseller „Papillon“ berühmt wurde. Heute hat der Urwald gnädig wieder viele der Gefängnisgebäude eingenommen und überwuchert, so dass die Insel äußerst friedlich wirkt.

Tag 9 und 10: Auf See und Landung auf Tobago

Die Gefängnismauern verfallen

Die Gefängnismauern verfallen

Mit dem Wetter haben wir Glück und bei knapp 30 Grad und einer lauen Brise genießen wir unsere Fahrt in die Karibik. Am nächsten Tag taucht die Insel Tobago am Horizont auf und wir laufen frühmorgens in den kleinen Hafen von Scarborough ein. Zunächst steigen wir die Anhöhe zum Fort King George hinauf. Diese Festung aus dem 18. Jahrhundert ist das besterhaltene historische Denkmal der Insel und bietet einen herrlichen Panoramablick. Wir werfen auch noch einen kleinen Blick in düstere Gefängniszellen, Zisternen und enge Mannschaftsunterkünfte sowie in das angeschlossene kleine Museum mit Exponaten zur Inselgeschichte.

 

Dann wartet auf uns die große Inselrundfahrt, die wir nach zähen Preisverhandlungen mit einem abenteuerlichen Taxi starten. Bald schon erreichen wir Arnos Vale, ein tropisches Naturparadies rund um eine Zuckerrohrplantage mit mächtigen Baumriesen, plätschernden Bächen, versteckten Stränden und Tälern voller Bambuspflanzen. Vom dazugehörenden Hotel blicken wir hinunter auf eine malerische kleine Bucht mit Sandstrand und vorgelagerten Riffen. Auf der obersten Terrasse nehmen wir einen Kaffee, während uns im Schatten der mächtigen Baumkronen Kolibris und andere prächtige Vögel umschwirren.

Karibik-Reihenhaus

Karibik-Reihenhaus

Dann passieren wir Charlotte Ville und Speyside, zwei pittoreske Fischerdörfer am nordöstlichen Inselende. Unsere landschaftlich schöne Fahrt führt weiter durch tropische Vegetation, entlang palmengesäumter Strände, durch Kokosplantagen zu einem der bekanntesten Strände der Karibik, dem Pigeon Point Beach. Dieser Sandstrand mit den über das blaue Wasser ragenden Palmen und dem Steg mit einer palmgedeckten Hütte ist eines der klassischen Fotomotive der gesamten Karibik. Er ist bekannt für seinen weißen Sand und sein türkisfarbenes, ruhiges Wasser. Leider vereitelt ein kräftiges Tropengewitter mit dunklen Wolken das Fotografieren der Strandidylle. Bei der Ankunft am Schiff überrascht uns eine Folkloreshow mit einer reichlichen Rum- und Frucht-Punsch-Verkostung.


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