REISEBERICHT TENERIFFA UND LA PALMA

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Sendero de los sentidos, Casa Africa und Flug nach La Palma

Das Anagagebirge im Norden von Teneriffa

Das Anagagebirge im Norden von Teneriffa

Am nächsten Morgen genossen wir ein abwechslungsreiches Frühstück, allerdings herrschte bereits ein gewisser Trubel, im Océano sind Langschläfer anscheinend selten.

Wir mussten uns spurten, schließlich wollten wir vor unserem Weiterflug nach La Palma noch den Wanderweg „Sendero de los sentidos“ erleben. Der Sendero de los sentidos (deutsch: Fußweg der Sinne) liegt im 14.400 Hektar großen Anaga Landschaftspark.
Auf dem neu angelegten Weg der Sinne kann der Besucher nicht nur mit seinen Augen, sondern auch mit den Ohren, Nase und Tastsinn den recht dichten Nebel- und Lorbeerwald kennen lernen. Der Weg schlängelt sich durch den dichten Urwald, vorbei an Ausblickpunkten, die einen weiten Blick über das Gebirge und die vorgelagerte Küste erlaubt. Ein Besucherzentrum ergänzt den gelungenen und behindertenfreundlichen Weg, der in Routen von 340 bis 1270 Metern Länge gegliedert ist. 

Raue Küste, leckeres Essen im Casa África

Strand bei Taganana

Strand bei Taganana

Schließlich ging es weiter, vor dem Weiterflug wollten wir auch noch zu Mittag essen. Unser Bus parkte direkt an der Küste, einer wilden Küste, die der ungebremsten Kraft der Atlantikwellen ausgesetzt ist: Keine Urlaubsregion für Badeurlauber, aber das Richtige für Wellenreiter, Windsurfer und Küstenangler.

Zum Essen steuerten wir das Restaurant Casa Africa an, ein typisch kanarisches Restaurant ohne viel Brimborium, was die Inneneinrichtung und auch das Essen betraf.

Hier wird in keiner Weise irgendwelchen Moden oder Trends gefrönt, hier wird schnell freundlich und ungezwungen bedient, das Essen ist einfach, aber hausgemacht und lecker, der Fisch superfrisch. Wir aßen verschiedene Vorspeisen, wobei vor allem der Tintenfisch sehr gut war.

Pulpo als Vorspeise

Pulpo als Vorspeise

Auch die Gemüsesuppe war sehr gut, kein Vergleich mit der undefinierbar gewürzten Kreation im Parador am Vortag. Der einheimische Tafelwein war fruchtig-aromatisch und trocken und passte gut zum Essen.
Der Höhepunkt war der Fisch: ein ganzer Seebarsch pro Person. Obwohl in viel Öl gebacken, war er doch nicht fettig. Er schmeckte einfach nur lecker, ebenso die dazu gereichten Papas Arrugadas und Mojos, die typischen roten und grünen Saucen.
Natürlich war auch die am Ende des Menüs servierte Creme Catalan hausgemacht und von gutem Geschmack. Kaffee, Schnaps und Likör rundeten den Lunch ab.
Aber dann ging es flott weiter, schließlich lag noch eine Autostunde Fahrt bis zum Flughafen Teneriffa-Nord vor uns.

Turboprop-Maschine ATR 72

Turboprop-Maschine ATR 72

Der Flughafen, den mir von einer anderen Reise in angenehmer Erinnerung war, ist überschaubar. Das Einchecken ging schnell und unkompliziert von Statten und so blieb uns noch etwas Zeit zum Shoppen und Kaffee trinken.

Santa Cruz de la Palma auf La Palma

Mit einer Turboprop-Maschine ATR 72 ging es dann in die Luft, aber bereits eine halbe Stunde später landeten wir auf dem Flughafen von Santa Cruz de la Palma. Es war mäßig-mild und es nieselte ein wenig, die Inselberge waren hinter Wolken verborgen.

Als Erstes steuerten wir die letzte Zigarrenfabrik bzw. Zigarrenmuseum der Insel an. In dem modernen Museum kann der Besucher alles über den Anbau der Tabakpflanze, die Geschichte des Tabaks und die Produktion von Zigarren erfahren. Anschließend machten wir einen Spaziergang durch das abendliche Santa Cruz de la Palma. Unser Weg führte uns bis zu einem Nachbau von Christoph Kolumbus Karacke Santa Maria.

Abends in Santa Cruz de la Palma

Abends in Santa Cruz de la Palma

 Es war bereits dunkel, aber es herrschte eine überaus friedliche Atmosphäre, einige Geschäfte hatten noch geöffnet, andere schlossen gerade und auf der Haupteinkaufsstraße waren noch einige Urlauber und viele Einheimische unterwegs. Es wurde flaniert, geflirtet, erzählt, gegessen und getrunken. Auch wir bekamen langsam wieder Hunger, aber für uns war ein Tisch im Hotel Sol La Palma reserviert.

Es wäre sicherlich authentischer und netter gewesen, vor Ort zu bleiben und kanarische Spezialitäten zu bestellen, den im Hotel wartete ein internationales Buffet, das ähnlich in tausenden Hotels rund um den Globus zu bekommen ist. Um nach dem Essen nochmals raus zu kommen, tranken wir den Kaffee und einen Absacker auf der Terrasse einer kleinen Hafenbar im zehn Minuten entfernten Puerto Naos.



Urlaub auf den Kanarischen Inseln Teil 4: Wandern auf La Palma...

 

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