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5. Tag: Tageswanderung mit Bergfrühstück
Heute heißt es wieder ganz früh aufstehen und nur kurz Kaffee und ein Croissant zu uns nehmen, denn eine ganz spezielle Wanderung wartet auf uns: eine gemütliche Kräuterwanderung, auf der wir die grandiose Alpenflora entdecken werden. Wobei „gemütlich“ sich für uns als eine leichte Untertreibung darstellt, denn es geht auf über 2.000 Meter hoch hinauf und es hat angefangen zu nieseln.
Energisch machen wir uns trotzdem auf den Weg und bald haben wir die tiefliegenden Wolken erreicht, wobei wir eine interessante Feststellung machen: Die Werbeversprechen über die regensichere Ausstattung unserer Regenjacken können wir ruhig vergessen – langsam aber stetig beginnt der inzwischen stark einsetzende Regen sich einen Weg vom Kopf in den Nacken und von dort weiter den Rücken hinab zu bahnen!
So kürzen wir den Aufstieg ab und schämen uns nicht die Kabinenbahn zu nehmen, die uns ein wesentliches Stück näher an das heutige Ziel bringt, die hoteleigene Schalber-Alm. Dort angekommen, klart sich das Wetter prompt auf, die Sonne bricht durch die Wolken und wir genießen eine prächtige Rundumsicht und breiten unsere nassen Kleider zum Trocknen auf.
Hier in 2.000 m Höhe erstreckt sich ein wahres Wanderparadies – auch für ungeübte Wanderer. Die Sonnenterrasse bietet einen herrlichen Panoramablick, ein Streichelzoo und Ponyreiten lassen die Alm ein richtiges Wanderziel für die ganze Familie erscheinen.
Nachdem wir uns mit einer zünftigen Mehlsuppe aufgewärmt und mit einem kräftigen Frühstücksbuffet mit Produkten aus der Landwirtschaft der Bauern in der Region gestärkt haben, empfängt uns auf der Terrasse Florian, unser „Guru“, der in Theorie und Praxis uns die „Fünf Tibeter“ nahe bringen möchte. Das sind Übungen aus fünf Bewegungsabläufen, die – nach Überzeugung tibetischer Mönche - bei regelmäßiger Anwendung den Alterungsprozess deutlich verlangsamen sollen.

Versuch der 5 Tibeter
Eine besonders gute Figur geben wir bei unseren Übungen nicht ab, doch Florian tröstet uns, dass zur Perfektion fleißiges Üben gehört. Aber Hauptsache, es macht Spaß! Eigentlich hätte zu unserem weiteren Programm noch erfrischendes Tautreten und Bachlaufen gehört, doch die prasselnden Regengüsse haben das Erdreich tief durchnässt und das sonst so friedlich dahinplätschernde Bächlein ist zu einem respektablen Bach angeschwollen. So trösten wir uns vor unserem Aufbruch noch mit einem erfrischenden Glas Buttermilch.
Der „Genusserlebnisweg der Sinne“, neudeutsch „Six Senses“, leitet uns wieder hinab ins Dorf, wobei wir gerne an den verschiedenen Stationen Halt machen. Wir massieren unsere Rücken wie die Bären an Baumstämmen, in deren Stämme Massagerollen eingebaut sind, die Müden von uns sinken in überdimensionale Sitzlöffel, andere hocken sich auf Heudrehstühle, um das beeindruckende Panorama zu genießen. Insgesamt probieren wir 22 Erlebnisstationen aus, bevor wir wieder in unserem Hotel ankommen – und noch einige Runden im Außenbecken schwimmen.


