URLAUB IN THAILAND - SÜDTHAILAND
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Südthailand - Urlaub wie im Paradies

Perfekt zum Entspannen: Urlaub in Südthailand. Foto: Fremdenverkehrsamt Thailand
Die südthailändische Halbinsel zieht sich von der Provinz Phangnga an der oberen Andamanensee bis hinunter nach Malaysia. Der Süden Thailands lockt mit schier unendlich vielen Traumstränden, idyllischen Buchten, interessanten Tauchrevieren, felsigen Küsten, mystischen Höhlen und einsamen Inseln. Hunderte kleiner und großer Inseln finden sich in Südthailand, viele davon liegen in Schutzgebieten. Auch Phuket, Thailands größte Insel befindet sich hier. Die Strände der Insel sind bei Urlaubern sehr beliebt. Hier kann man tauchen, schnorcheln und baden. Hotels und Unterkünfte verschiedenster Preiskategorien stehen auf Phuket zur Verfügung.
Aber auch in der Phang Nga Bucht, die sich zwischen Phuket und Krabi erstreckt, kann man wunderbar Urlaub machen. Über hundert kleine Felseninseln ragen hier aus dem Wasser und laden zu Ausflügen mit Schorchel- und Tauchausrüstung ein. Auch einige Höhlen kann man erkunden. Free-Climber können sich an den grün überwucherten Kalksteinfelsen probieren. Weiter südlich befinden sich in der unteren Andamansee weitere kleine Inseln. Rund um Trang und Satun machen nur wenige Touristen Urlaub, trotzdem ist es hier genauso schön wie in anderen Teilen Südthailands, so das Ruhesuchende und Individualreisende hier voll auf ihre Kosten kommen.
Khao Lak - Traumstrände und atemberaubende Natur
Seit dem verheerenden Tsunami an Weihnachten 2004, dürfte vielen die Urlaubsregion Khao Lak bekannt sein. Die Schäden der Umweltkatastrophe sind mittlerweile weitgehend beseitigt. Viele Strände sind heute sogar sauberer als früher. Nur ein kleines Tsunami-Museum erinnert noch an die Katastrophe. Der zehn Kilometer lange Strandabschnitt Khao Lak, der mehrere miteinander verbundene Strände umschließt, erstreckt sich 70 Kilometer nördlich von Phuket. Hier kann man Urlaub an ruhigen Stränden machen, an die dichter Regenwald grenzt.
Der Großteil des üppigen Regenwalds von Khao Lak gehört zum gleichnamigen Nationalpark. Manchmal lassen sich auch die tierischen Bewohner des Khao Lak Nationalparks am Strand blicken. Meist sind es neugierige Affen, die sich den Gästen zeigen. Es lohnt sich, den Nationalpark zu besuchen. Bei Wanderausflügen kann man Wasserfälle und plätschernde Bäche sehen. Von Khao Lak aus kann man sehr gut Ausflüge zu den Inseln der Phang Nga Bucht oder zur beliebten Urlaubsinsel Phuket unternehmen.
Ko Phuket - Thailands größte Insel bietet Strände ohne Ende
Mit ihren 543 Quadratkilometern Fläche ist Phuket die größte Insel Thailands. Sie ist rund 50 Kilometer lang und 22 Kilometer breit. Mit dem Festland ist Phuket durch die Sarasin-Brücke verbunden. Allerdings kommt man auch mit dem Boot oder per Flugzeug schnell auf die beliebte Urlaubsinsel und damit zu einigen der schönsten Strände der Welt. Die meisten Buchten und Strände findet man an der Westküste. So auch den Patong Beach, der über die beste Infrastruktur verfügt. Hier ist immer etwas los, jede Menge Aktivmöglichkeiten – zum Beispiel Parasailing – werden angeboten. Wer Ruhe sucht, ist am Patong Beach jedoch falsch. Ruhigere Alternativen sind die Strände von Karon und Kata, die im Südwesten Phukets liegen. Auch der Nai Harn Beach, der als der schönste der Insel gilt, befindet sich im Süden. Er besticht durch seine traumhafte Lage zwischen den Bergen und vor einem kleinen Binnensee. Ein sehr guter Badestrand ist der Nai Harn Beach obendrein, so dass Badeurlauber hier voll auf ihre Kosten kommen.
Landeinwärts schließt ein bewaldeter Nord-Süd-Höhenzug an. Das dahinter liegende Inselinnere besteht überwiegend aus Flachland. Hier sind kleine Dörfer, Plantagen (Bananen, Ananas, Kautschuk) und Reisanbauflächen angesiedelt. Rund sieben Prozent Phukets wird von Urwäldern eingenommen, die größtenteils als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Die Inselküche setzt sich aus thailändischen, chinesischen aber auch islamischen Gerichten zusammen. Eine echte Köstlichkeit sind die örtlichen Meeresfrüchte. Das touristische Nachtleben findet vornehmlich in Phuket Town, aber auch in Patong, Kata und Karon statt. Von Phuket aus werden Ausflüge zu den Inseln in der Phang Nga Bucht angeboten.
Provinz Phang Nga - Urlaub auf den Spuren Hollywoods
Die Provinz Phang Nga erstreckt sich nördlich der Insel Phuket entlang der Bucht von Phang Nga, in der sich hunderte atemberaubend schöner Inseln befinden. Phang Nga ist leicht mit Bus oder Mietwagen zu erreichen. Bereits bei der Anreise bekommt man einen ersten Eindruck von den Naturschönheiten dieser Urlaubsregion. Aber auch einige Bauwerke sollte man bei einer Sightseeing-Tour auf dem Plan haben. Sehenswert ist der Wat Suwan Kuha, der auch als Wat Tham (Höhlentempel) bekannt ist und sich über mehrere kleine und große Höhlen erstreckt. Er beherbergt unter anderem einen 15 Meter langen, liegenden Buddha. Der Höhlentempel liegt 13 Kilometer von der Provinzstadt Phang Nga entfernt.
In der Bucht von Phang Nga ragen über hundert Kalksteininseln bis zu 300 Meter hoch aus dem seichten Wasser. Zu den Inseln werden Bootstouren angeboten, auch Kanu-Fahrten sind im Programm. Dabei kann man auch die vielen Höhlen erkunden, die allerdings nur bei Ebbe befahrbar sind. Viele sind durch Tunnel miteinander verbunden. Vor allem Taucher kommen in der Phang Nga Bucht auf ihre Kosten. In dem seichten Meerwasser können sie sich auf Begegnungen mit Leopardenhaien, Rochen und Barrakudas freuen. Aber auch Free-Climber schätzen die Möglichkeiten in der Bucht und versuchen sich gerne an den steil aufragenden Kalksteinfelsen.
Die Hauptattraktion der Phang Nga Bucht ist der James Bond-Felsen, dessen Name Ko Khao Phing Kann ist. 1974 war er erstmals im James Bond-Streifen „Der Mann mit dem goldenen Colt“ zu sehen, 1997 dann ein zweites Mal in „Der Morgen stirbt nie“. Das hat dazu geführt, dass viele Urlauber die Felseninsel ansteuern. Einen guten Blick hat man von Aussichtspunkten in der Bucht. Zu dem muslimischen Fischerdorf Ko Panyi lohnt sich ebenfalls ein Tagesausflug, dort sind alle Häuser der 2.000 Bewohner auf Holzstelzen gebaut. Sogar eine kleine Moschee gibt es.
Ihren Urlaub in Südthailand verbanden bis zum Tsunami im Dezember 2004 auch über eine halbe Millionen Touristen pro Jahr mit einem Ausflug zu den Phi Phi Inseln. Das tat den sechs traumhaften Eilanden nicht immer gut, unter anderem litt die Sauberkeit der Strände. In den letzten Jahren hat sich einiges zum Positiven geändert. Zum einen sind die Strände, die nach dem Tsunami von Müll und Sperrgut gereinigt wurden, sauberer denn je und zum anderen geht es nun auch wieder etwas ruhiger zu. Trotzdem, ein gewisser Andrang bleibt und das ist hauptsächlich Hollywood zu verdanken. So wurde der Film „The Beach“ 1998 auf der Insel Phi Phi Le gedreht, was noch immer tausende Urlauber in die Maya Bucht lockt. Die Inseln erreicht man mit der Fähre von Phuket aus in zwei Stunden. Sie legt auf der Hauptinsel Ko Phi Phi Don an, wo es auch einige Unterkünfte gibt. Von dort aus werden Bootstouren zu den anderen fünf Inseln angeboten. Auch eine Höhle mit Felszeichnungen kann man besichtigen. Da die Zeichnungen entfernt an Wikinger-Schiffe erinnern, heißt sie „Viking Cave“.
Provinz Krabi - einsame Strände und unberührte Natur
Die Küste der Provinz Krabi gilt als eine der schönsten Thailands. Aber auch das nur wenige Urlauber sich an den Stränden Krabis tummeln, ist ein Pluspunkt. So kann man die Strände in Ruhe genießen. Der schönste Küstenabschnitt Krabis ist das Kap Phra Nang, dessen Strände von riesigen, bewaldeten Kalksteinfelsen umrahmt werden. An ihnen versuchen sich gerne abenteuerlustige Free-Climber. Den Sport kann man hier auch erlernen, entsprechende Ausrüstung wird gestellt.
Beliebtester Strand des Kaps ist der Phra Nang Beach, an dem es einige luxuriöse Unterkünfte gibt. Günstigere Unterkünfte gibt es am nicht weniger beliebten Railae Beach. Rund um diese Strände gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die einer Prinzessin gewidmet sind, die hier einst ein Kind zur Welt brachte, das sie später zum Liebhaber nahm. Ihre Paläste befanden sich in den Höhlen Tham Phra Nang Nok und Tham Phra Nang Nai, dort verehren die Thailänder die Prinzessin noch immer und bitten um ihren Schutz beim Fischfang. Von Phra Nang gelangt man per Boot auch zu den Trauminseln Ko Phi Phi.
Die Provinzhauptstadt Krabi steuern nur wenige ausländische Urlauber an, dabei lohnt sich der Ausflug. Unter anderem werden Bootstouren zu den Mangrovensümpfen in der Umgebung angeboten, auch der Su San Hai Beach, an dem sich 40 Millionen Jahre alte Muscheln abgelagert haben, lohnt einen Besuch. Einheimische steuern am Wochenende gerne den Nopparat Thara Beach an, unter der Woche bleibt er fast leer. Südlich von Nopparat Thara liegt der Ao Nang Beach, der mit seiner tollen Lage besticht. Hier gibt es neben Restaurants und Cafés auch einige günstige Unterkünfte.
Urlaub auf Ko Lanta - die Natur in Ruhe genießen
Etwa 70 Kilometer von Krabi liegt die Inselgruppe Ko Lanta. Sie umschließt rund 52 Inseln, doch nur wenige sind touristisch erschlossen. Die größte Insel des Archipels unterteilt sich in Ko Lanta Yai (Groß-Ko Lanta) und Ko Lanta Noi (Klein-Ko Lanta), die bis Ende der 90er-Jahre nur wenige Rucksacktouristen besuchten. Erst 1996 wurden die größeren Inseln ans Stromnetz angeschlossen, seit 2001 gibt es Telefon. Mittlerweile gibt es auf der Hauptinsel auch Internet, Hotels verschiedener Preisklassen, Reiseanbieter und Tauchbasen, so dass der Urlaub auf Ko Lanta keine Wünsche offen lässt.
Mit der Fähre erreicht man Ko Lanta am besten von Krabi, die Überfahrt dauert zwei Stunden. Setzt man von Phuket über, dauert die Fahrt viereinhalb Stunden. Die Fähren legen in Ban Saladan an, einem belebten Touristenort. Von hier aus empfiehlt sich die Weiterreise gen Süden, wo die Strände viel ruhiger sind. Die meisten Strände finden sich entlang der zwanzig Kilometer langen Westküste, an denen kleine Restaurants oder mobile Garküchen mit thailändischen Spezialitäten locken. Im Süden reicht der Regenwald, der die bis zu 500 Meter hohe Hügelkette im Inneren der Insel bedeckt, sogar bis an den Strand heran. Die paradiesische Natur bietet Aktivurlaubern viele Möglichkeiten zum Tauchen, Schnorcheln, Wandern, Kanu fahren, Elefantentrekking und der Erkundung der geheimnisvollen Höhlensysteme. Wer es noch einsamer mag, kann von Ko Lanta zur 9 Kilometer nördlich gelegenen Insel Ko Jum weiterreisen.
Text: Daniela Hesse






