REISEBERICHTE URLAUB IN SÜDNORWEGEN
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Südnorwegen
Urlaub in Südnorwegen - ein Reisebericht
Es gibt ihn noch, den guten Urlaub - unser einstimmiges Fazit nach zwei Wochen in einer rot-weißen Holz-Hütte im südlichen Norwegen. Der See ist direkt vor der Tür, der Wald um uns herum, die nächste Straße weit weg. Und dass man mal bei einem Regenschauer mit Schirm zum Toilettenhüttchen sprinten muss, passt genauso in diese heile Welt, wie dass es keinen Strom gibt.
Als wir ankommen, zeigt das Thermometer der "hytte" knapp zehn Grad. Auch für fünf Uhr morgens nicht allzu viel, schließlich ist eigentlich Sommer. Also erstmal ein paar Holzscheite in den kleinen Bullerofen und nach dem Frühstück Richtung Schärenküste.
Der Schärengarten gilt als Markenzeichen an der Südküste Norwegens, der das Land gegen die südlich liegende Nordsee beschützt. Außerdem haben wir uns sagen lassen, dass die Zahl der jährlichen Sonnenstunden hier am höchsten ist und der Landstrich für norwegische Verhältnisse dem Ideal einer Art Riviera am nächsten kommt. Tatsächlich wird es hier sonnig und damit auch direkt angenehm warm.
Es geht munter zu, viele Familien sonnen sich auf den abgerundeten Felsen, kleine Kinder präsentieren stolz irgendwelche Krebschen, die sie aus dem Meer gefischt haben. Nicht umsonst ist der Süden ihres Landes den Norwegern die liebste Ferienregion.
Es ist wohl diese gesunde Mischung aus munterem Strand-Urlaub mit Baden, Segeln, Surfen, Angeln und dem Naturgenießen im Landesinnern mit Wandern, Berg-Klettern oder Kanu-Fahren.
Eigentlich sieht es hier aus wie bei uns, nur noch ursprünglicher. Die Seen sind sauber, unser Trinkwasser bekommen wir aus dem Teich in den Hügeln, die hinter der Hütte liegen. Auch der Wald ist intakt, und wir sammeln Heidelbeeren zum Backen von Blaubeer-Pfannkuchen. Es ist dermaßen sicher hier, dass die Norweger oft die Schlüssel zu den Holzhäusern außen stecken lassen. Nur wenn Alkohol sichtbar in der Hütte steht, kann schon einmal eingebrochen werden, wie Astrid - unsere Vermieterin - erzählt. Schließlich sind Getränke aus dem staatlichen "Vinmonopolet" alles andere als preiswert. Generell sind die Lebenshaltungskosten in Norwegen recht hoch, man sollte sich auf Selbstversorgung mit Küche einstellen, auswärts Essen ist preislich wirklich nur etwas für ab und an.
Wenn das Wetter Pläne für eine Tour im handgebauten Holzboot des Vermieters oder ähnliches nicht unterstützt, fällt einem übrigens noch lange nicht die Hütten-Decke auf den Kopf.
Es gibt eine Menge netter Städte in der Umgebung. Südlich vom Ogge liegt zum Beispiel Kristiansand, wo auch die Fähre ankommt. In Südnorwegens Hauptstadt bestimmen alte, wettergegerbte Häuser und pulsierendes Sommerleben das Flair.
Auch die kleine Sørland-Stadt Lillesand mit ihren weißen Häusern zwischen blühenden Gärten und den Schwänen im Hafen hat es uns besonders angetan, obwohl sie natürlich viel kleiner ist. Aber das Prädikat "besterhaltener Ort Europas" gibt es nur einmal. Vor einigen Jahren wurde Lyngør dazu ernannt. Mit seinen dicht an dicht um den Hafen gruppierten Häusern liegt es weit draußen im Meer und verkörpert wohl am ehesten den Begriff "Idylle".
Unsere weiteren Informationen über Urlaubsziele in Norwegen
oder bei www.visitnorway.com


