NORWEGENURLAUB - REISEBERICHT
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Fahrt über Südnorwegen bis nach Dänemark
Irgendwann waren die zwölf Tage um, wir packten unsere Sachen und machten uns am frühen Nachmittag auf den Weg gen Süden. Ersteinmal fuhren wir etwa zwei Stunden lang in Richtung Osten, vorbei an den Ortschaften Rørvik und Kolvereid. Unweit von Foldereid stießen wir auf die R17, die berühmte Küstenstraße. Auch auf ihr fuhren wir viele Kilometer, bevor wir bei Ranemsletta abbogen, um auf die E6 zu gelangen.
Die R17 ersteckt sich von Steinkjer bis zum Saltfjord auf der Höhe von Bodø und gilt als die schönste Küstenstraße Norwegens. Wir brauchten vom Austafjord bis Steinkjer etwa 3 ½ Stunden und bis Trondheim nochmals knapp zwei Stunden. Trotzdem fuhren wir weiter gen Süden, da für den kommenden Tag ergiebige Regenfälle im ganzen Land angekündigt waren und wir nicht den ganzen Tag durch Dauerregen fahren wollten.
Am späten Abend ließ der Verkehr merklich nach, die E3, die wir diesmal gewählt hatten, war gut ausgebaut, so dass wir stundenlang genau 80 Kilometer pro Stunde fahren konnten. Drei Stunden Schlaf im Auto reichten aus, um einigermaßen fit weiterzufahren.
Tønsberg, Sandefjord und Larvik
Kurz vor Oslo kamen dann auch die angekündigten Regenfälle, aber hier waren die Straßen so breit, dass wir ohne Stress bis Tønsberg kamen. Netterweise klarte es in Tønsberg auf, der starke Regen war inzwischen in einen leichten Nieselregen übergegangen und so konnten wir uns in Ruhe die Stadt anschauen. Tønsberg ist eine hübsche, kleine Hafenstadt, mit einer Fußgängerzone, zahlreichen Geschäften, Restaurants und Cafes: Ein beliebtes Wochenend- und Urlaubsziel für die Einwohner von Oslo oder anderer südnorwegischer Städte.Auch Sandefjord, der Stadt, der wir anschließend einen Besuch abstatteten, liegt am Wasser. Allerdings hat Sandefjord mehr Einwohner, die Einkaufszone ist größer und auch der Hafen. Hier liegt ein ehemaliges Walfangsschiff aber auch der Nachbau eines Wikingerschiffs. Die Stadt war voller junger Segler und anderer Sportler, aber auch normale Touristen aus ganz Europa waren zu sehen. Südnorwegen ist nicht nur über die verschiedenen Fähren von Dänemark oder Schweden gut zu erreichen, sondern auch vom Flughafen Oslo-Torp (Sandefjord Lufthavn). So mancher Kurzurlauber, der mit einem Billigflieger hier landet, bleibt gleich an der norwegischen Südküste und spart sich die einstündige Weiterfahrt in die norwegische Hauptstadt.
Wir fuhren weiter nach Larvik, um bei der Fährgesellschaft Colorline zu fragen, ob wir unsere Tickets umtauschen könnten. Das würde uns eine Übernachtungssuche ersparen und außerdem war für Dänemark besseres Wetter als für Norwegen vorausgesagt worden.
Wir kamen also am Hafen an, ich fragte im Büro der Fährgesellschaft nach. Ein Blick auf den Computer und die Sache war erledigt. Die nette Angestellte von Colorline meinte ergänzend, wir könnten dieselben Tickets nutzen, es gäbe keine Probleme: Das gab es dann auch wirklich nicht und Zusatzkosten entstanden auch nicht.
Weil wir noch Zeit hatten schauten wir uns noch Larvik an. Allerdings ist die Stadt nicht besonders hübsch und so fuhren wir bald zurück zum Fährhafen.
Am späten Nachmittag ging es los, ein letzter Blick auf Larvik und die Küste mit ihren Buchten, Inseln, Schären und Leuchttürme und langsam verschwand Norwegen im Dunst.
Am folgenden Tag machten wir bei Sonne und angenehmen Temperaturen einen Ausflug nach Lønstrup. Der Ort hat sich in den letzten Jahren kräftig weiterentwickelt, soweit es die Lage in dem schmalen Dünental zulässt. Nach einem Rundgang ging es weiter bis Løkken, wo wir zu Mittag aßen und einen Bummel durch den Ort machten und natürlich auch zum Strand runtergingen. Alles war hübsch und adrett, nur die Mole machte einen heruntergekommenen Eindruck, merkwürdig.
Fürs Abendessen kauften wir dann noch zwei der berühmten Jammerbuchtschollen und einige Krabbenscheren. Der Tag ging mit einem wunderschönen Abendrot ganz entspannt zu Ende und am nächsten Morgen fuhren wir in Richtung Süden.
Mittags schauten wir uns noch bei der Ortschaft Ry die mitteljütländische Wald- und Seenlandschaft an und dann ging es zurück nach Deutschland. Schade, einige Tage in Dänemark wären als Abrundung des Skandinavienurlaubs auch nicht schlecht gewesen.
Empfehlungen: Campingplätze und Fährgesellschaften
Aglencamping.no auf der Insel Otterøya.
Seternescamping.no am Langesund auf der Insel Vikna.
Lillehammer-camping.no am Mjøsa-See am Stadtrand von Lillehammer.
Fjukstad Caravan og Camping, Austafjord, 7900 Rørvik. Telefon: 74 39 39 27.
Die Fährgesellschaft TTLine.com verkehrt zwischen Travemünde und Trelleborg bzw. zwischen Rostock und Trelleborg und Colorline.de bedient folgende Strecken: Kiel–Oslo, Hirtshals–Kristiansand, Strömstad–Sandefjord und Hirtshals–Larvik.








