URLAUB IN ITALIEN - DIE ÄOLISCHEN INSELN

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Stromboli - Urlaub in einem feuerspuckenden Paradies

Rauchwolke. Fotos: U.Kraenz

Stromboli ist sicher das Highlight unter den Äolischen Inseln. Denn wo sonst hat man schon mal die Möglichkeit, einen ausbrechenden Vulkan zu sehen, ohne sich dabei direkt in Lebensgefahr zu bringen?

Für eine aktive Vulkaninsel ist Stromboli mit nur 12,6 km² ungewöhnlich klein. Der Vulkan erstreckt sich kegelartig circa 926 m in die Höhe (misst vom Meeresgrund aus 3000 m) und hat drei aktive Krater. Diese brechen abwechselnd im 15-20 Minutentakt aus. Ein unglaubliches Schauspiel - besonders beeindruckend in der Nacht - das sich niemand entgehen lassen sollte.

 

 

Stromboli in Aktion

Genehmigte Bergführer bieten Aufstiegstouren an. Es ist verboten, den Aufstieg allein in Angriff zu nehmen, es ist aber nicht unmöglich. Der lange, mühsame Fußweg sollte nicht unterschätzt werden und dauert etwa drei Stunden. Die Belohnung am Ende lässt aber jegliche Anstrengung in Vergessenheit geraten: aus sicherer Nähe spuckt der Stromboli die Lava meterhoch gen Himmel, ein Staubregen prasselt herab und Ah! und Oh! ist das einzige, was man vor Überwältigung herausbringt. Nachts, wenn die Lava feuerrot leuchtet, wirkt das Ganze noch beeindruckender. Spezielle Nachttouren, inklusive Zelten, werden ebenfalls angeboten.

 

 

Sciara del Fuoco - die Feuerrutsche

 

 

Wer den Aufstieg scheut, der hat nach einem Drittel des Weges vom Observatorium Punta La Bronzo einen ebenso guten Blick auf das Geschehen. Auf Stromboli ist es deshalb so problemlos möglich, den Vulkan aus erster Nähe zu betrachten, weil er fast immer zur gleichen Seite ausbricht. Dadurch ist im Norden die Sciara del Fuoco entstanden. Auf dieser sogenannten Feuerrutsche fließt die Lava polternd ins Meer. 

 

 

Hauseingang auf Stromboli

Auf der Insel Stromboli leben nur etwa 300 Einwohner, deren wichtigste Einnahmequelle der Tourismus ist. Der größte Teil wohnt im Dörfchen San Vincenzo im Osten und ein paar im westlichen, abgeschiedenen Ginostra. Straßen und Autos existieren nicht, lediglich ein paar Minitransportfahrzeuge. In den Vierteln Scari (Hafen) und Stromboli, beide gehören zu San Vincenzo, gibt es viele schöne Ferienhäuser und Hotels, einen Supermarkt, eine Pizzeria, eine Bar und einen Souvenirshop.

 

Im Zentrum steht die alte Kirche St. Bartolo, die um 1725 gebaut wurde. Von da aus hat man eine herrliche Aussicht, unter anderem auf den Strombolicchio. Dieser kleine Nebenkegel des eigentlichen Vulkans ist circa 50 m hoch und nicht bewohnt. Er wird allein durch einen Leuchtturm geziert und kann besucht werden.

 

 

Blick auf den Strombolicchio

 

 

Ganz im Norden, im Viertel Piscita, gibt es die schwarzen Lavasandstrände. Kleine Badebuchten laden zum verweilen, und übriggebliebenes Lavagestein zum Klettern ein. Die weißen Häuschen in dieser Gegend bilden einen hübschen Kontrast zum dunklen Strand.

 

 

Schwarze Strände in Piscita

 

 

Dem einen oder anderen mag der Film "Stromboli" etwas sagen, der 1949 unter der Regie von Rossellini auf der Insel gedreht wurde. Hauptdarstellerin war Ingrid Bergmann. Auf dem Weg zum Observatorium kommt man an dem Haus vorbei, in dem Rossellini und Ingrid Bergmann wohnten. Nicht zu übersehen ist die Gedenktafel, die darauf hinweist.

 


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