REISEBERICHE ASIEN - URLAUBSTAGE AUF SRI LANKA
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Unterwegs auf Sri Lanka - ein Reisebericht (I)
Die Ankunft auf Sri Lanka
Die vorangegangenen Informationen sind alle für einen ersten Eindruck hilfreich. Wie Sri Lanka aber wirklich ist, kann man natürlich erst erfahren, wenn man diese Insel mit eigenen Füßen betritt.
Als Mitteleuropäer, der einen verregneten Sommer und einen milden Winter gewohnt ist, wird man bei der Ankunft auf dem Flughafen in Negombo von der feuchten tropischen Luft erst einmal erschlagen.
Auf dem Weg vom Flughafengebäude zum Taxi oder zum Bus sollte man auf seine Koffer aufpassen, nicht dass sie bestohlen werden, nein dienstbare stets freundlich lächelnde Kofferträger reißen einem das Gepäck förmlich aus der Hand, um Ihnen das Gepäck ins Taxi oder in den Bus zu tragen für viele die einzige Möglichkeit so etwas Geld zu verdienen.
Den Srilankanern ist die einheimische Rupie herzlich egal. Auch der Dollar ist dort nicht so willkommen, wie man meinen könnte. Will man sich für Dienstleistungen erkenntlich zeigen, sollte man stets ein paar Euro–Münzen mit sich führen. Dienstleistungen beziehen sich nicht nur auf Trinkgelder für Taxifahrer, Hotelpersonal und einheimische Fremdenführer, sondern auch auf Personen, die man photographiert.
Hotels und Gastronomie
Die Begrüßung im Hotel ist äußerst warmherzig. Das Personal beim Empfang vermittelt einen gewissenhaften, freundlichen und zuvorkommenden Eindruck. Der Gast hat sofort das Gefühl, dass ihm alle Wünsche von den Augen abgelesen werden. Die Hotels wirken auch in abgelegeneren Gebieten sehr gepflegt.
Zwar tummelt sich hier und da mal eine etwas größere Spinne, da diese aber für Sri Lanka so alltäglich sind, wie für uns die Stubenfliege, sollte man das nicht weiter ankreiden.
Die Zimmer in den Mittelklasse–Hotels sind einfach und sauber. Alle Zimmer sind in der Regel mit Klimaanlage oder zumindest einem Ventilator ausgestattet. In städtischen Regionen gibt es auch Fernseher, die dem europäischen Touristen einen wunderbaren und unvergesslichen Einblick in die indische Kinokunst gewähren.
Viele Hotels sind mit Fliesenboden ausgestattet. Deswegen ist in der Regenzeit Vorsicht geboten. Durch den beständigen Regen, der bisweilen waagerecht fällt und die ohnehin hohe Luftfeuchtigkeit, passiert es schnell, dass sich der Weg vom Hotelzimmer zum Restaurant als gefährliche Schlingerpartie erweist.
Die Hotelküche ist empfehlenswert.
Die Büffets sind vielfältig und reichhaltig. Es stehen immer mehrere Suppen, Salate, kalte und warme Haupt- und Nachspeisen zur Verfügung. Fisch, Fleisch, Teigwaren, Gemüse, Obst und Eis gibt es in den verschiedensten Kombinationen.
Bei einigen Speisen sollte man aber erst eine Messerspitze versuchen, da die Küche Sri Lankas bisweilen eine andere Vorstellung von Schärfe hat, als der Europäer.
Was wie ein Bohnensalat aussieht, entpuppt sich als Chili–Peperoni–Salat, der einem ungeübten Gaumen echte Schmerzen bereiten kann. Beim Dessert sollte man auf das Eis verzichten, da es aus Gründen der Haltbarkeit häufig aus Kondensmilch hergestellt wird, was dem Geschmack eher abträglich ist. Außerdem gibt es auf Sri Lanka genug andere Leckereien, mit denen man ein gutes Essen abrunden kann.
Das Unterhaltungsangebot der Hotels reicht von Animateuren über Zauberkünstler und folkloristische Tanzgruppen bis hin zu Musikanten, die in so herzzerreißender Weise auf Deutsch über die Schönheit ihres Landes singen, dass man sich bisweilen an große Künstler wie Heino, Peter Alexander, Roy Black und Freddy Quinn erinnert fühlt.



