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Urlaub in Colombo - Finanzzentrum mit kolonialem Flair

Colombo bei Nacht

Colombo bei Nacht. Fotos: Sri Lanka Tourism

Die Metropole Colombo (etwa 500 000 Einwohner) ist Sri Lankas Finanzzentrum und der kommerzielle und industrielle Mittelpunkt des Landes. Politische Hauptstadt der Insel ist allerdings das nahe gelegene Jayewardenepura.

 

Colombo fungiert häufig als erster Anlaufpunkt für Sri Lanka Besucher, da die Stadt den Verkehrsknotenpunkt der Insel bildet. Der internationale Flughafen in Katunayake (der einzige Sri Lankas) liegt nur 40 Autominuten vom Stadtzentrum entfernt. Wegen der geringen Größe Sri Lankas kann man von Colombo aus relativ schnell zu allen Urlaubsorten des Landes gelangen.

 

Viele Urlauber vermeiden es, Touren durch die überfüllte und hektische Stadt an der Westküste Sri Lankas zu unternehmen. Wer sich dennoch hineinwagt, auf den warten interessante Sehenswürdigkeiten wie Museen, Monumente und der große Pettah-Basar. Wie in vielen Städten Asiens trifft man auf ein faszinierendes Nebeneinander von Tradition und Moderne.

Sehenswürdigkeiten in Colombo - im Urlaub ein "Muss"

Blick auf das Rathaus

Blick auf das Rathaus

Das sogenannte "Fort", das heutige Stadtzentrum Colombos, war während der portugiesischen und holländischen Besatzungszeit eine militärische Anlage.

Heute, da das Fort das Wirtschafts- und Finanzzentrum der Stadt bildet, zeigen die 30 Meter hohen Türme des "World Trade Centres" dem Besucher unmissverständlich, dass die Moderne auch in Sri Lanka Einzug gehalten hat.

 

Viele Gebäude im Fort weisen auf die koloniale Vergangenheit der Insel hin.

 

Unübersehbar ist der Lighthouse Clock Tower (Uhrturm) von 1857, der als Wahrzeichen der Stadt gilt. Bis Anfang der 50er Jahre sorgte der Leuchtturm für die sichere Ankunft der Schiffe im Hafen Colombos. Inzwischen wird er von zahlreichen größeren Hochhäusern umringt. Beeindruckend von innen wie außen ist der majestätische Bau der Hauptpost, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Hinter hohen Bäumen und von Wachposten geschützt liegt das "Haus des Präsidenten", ein prachtvolles Villengebäude. Hier residierten einst holländische und später britische Gouverneure. York Street und Church Street zeigen ebenfalls das koloniale Erbe dieses Bezirks.

 

Außerhalb des Fort, in südlicher Richtung, befindet sich der alte britische Kolonialbezirk "Cinnamon Gardens" (Zimtgärten). Während der Kolonialzeit wuchsen hier tatsächlich Zimtbäume. Sie wurden aber peu a peu von vornehmen, weitläufigen Villengrundstücken verdrängt. Der Vihara Mara Devi Park ist das grüne Prunkstück des Viertels. Nördlich steht das prächtige Rathaus mit seiner weißen Kuppel. Auch das südlich gelegene Nationalmuseum ist ein beeindruckender Bau. Es bietet zahllose Ausstellungsstücke zur Volkskunde, Geschichte und Archäologie Sri Lankas sowie eine Bibliothek mit etwa 500 000 Büchern.

 

Golfclub inmitten Colombos

Golfclub mitten in Colombo

Zwei interessante Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Holländer sind die Wolfendhahl Kirche (1750) und das wunderschöne Dutch Period Museum.

 

Die Pettah, 1,6 Kilometer vom Fort entfernt, ist ein Händlerbezirk mit hauptsächlich tamilischen und moslemischen Ladenbesitzern. So hektisch und unübersichtlich hier vieles zur Hauptgeschäftszeit wirken mag, das Viertel weist nichts desto trotz eine erkennbare Ordnung auf. Auf der west-östlichen Hauptachse dominieren Textilhändler, während auf anderen Straßen Gewürze, Eisenwaren, Juwelen usw. vorherrschen. Am östlichen Ende kauft man Lebensmittel ein, besonders Obst und Gemüse. Einen zusätzlichen exotischen Reiz erhält der Bezirk durch seine Moscheen und Hindu Tempel. Besonders sehenswert ist die aus Backstein errichtete Ul-Afar-Juma Moschee.

 

Weitere "Pfichtziele" in Colombo sind der buddhistische Gangarama Tempel nahe dem Beira Lake im Stadtzentrum und die "Unabhängigkeitshalle" am Independence Square. Hier trat am 4. Februar 1948 das erste srilankische Parlament zusammen. Ein Denkmal erinnert an den ersten Premierminister D.S. Senanayake.

 

Eine gute Gelegenheit, sich nach einer anstrengenden Stadttour auszuruhen, bietet das "Galle Face Green" , ein großer Platz, der 1995 für den Papstbesuch angelegt wurde. Hier tummeln sich auch die Einheimischen gerne.


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