URLAUB AUF SRI LANKA - OSTKÜSTE
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Sri Lanka
Urlaub an Sri Lankas Ostküste
Aufgrund des hier lange währenden Bürgerkrieges zwischen Tamilen und Singhalesen, ist der Osten Sri Lankas touristisch so gut wie noch gar nicht erschlossen. Wer volle Srände im Urlaub meiden möchte und das ursprüngliche Sri Lanka kennen lernen will, ist daher an Ostküste gut aufgehoben. Viel zu sehen gibt es obendrein. Die Landschaft bietet über und unter Wasser faszinierende Eindrücke. Darüber hinaus locken sehenswerte Städte und jahrhundertealte Heiligtümer zu Ausflügen und Besichtigungen.
Die Landschaft über und unter Wasser
Die Ostküste ist die trockenheiße Zone von Sri Lanka. Deswegen sollte man auch immer eine Möglichkeit haben, sich vor der sengenden Sonne oder den kurzen, aber sehr heftigen Platzregen zu schützen. Ein einfacher Regenschirm tut da Wunder. Vor allem, wenn man auf eigene Faust die Insel zu erkunden sucht und schon mal mehrere Stunden am Straßenrand auf einen Bus warten muss, lernt man dieses Utensil zu schätzen. Übrigens ist ein Ceylonesischer Bus niemals voll. Wenn man hart im Nehmen ist, bekommt man immer einen Platz, muss sich aber damit abfinden, dass einem auf die Füße getreten, ein Ellbogen in den Nacken gebohrt, ein Arm vor die Nase und ein Schirm zwischen die Beine gehalten und ein Sack Kokosnüsse unter den Füßen deponiert wird. Das ganze wird durch den vollmundigen Geruch verschiedener Schweißdrüsen gekrönt.
Da der Osten touristisch noch nicht erschlossen ist, gibt es auch hier Strandabschnitte, die durch Wind und starke Strömung mit angeschwemmtem Abfall verdreckt sind, der nicht weggeschafft wird. Der größte Teil des Indischen Ozeans um Sri Lanka herum, gerade im Bereich der Ostküste, verfügt jedoch über ungewöhnlich schöne Unterwasserplätze. Da der Monsun sich von März bis September an der West- und Südküste austobt, ist das Wasser der Nord- und Ostküste zu dieser Zeit bis zu einer Tiefe von 30 Meter glasklar und bietet einen unvergesslichen Blick auf das große Korallenriff, dass Sri Lanka umgibt. Hier tummeln sich tropische, farbenprächtige Fische, wie zum Beispiel der Emperor Angel, der Moorish Idol oder der Sergeant Major. Aber auch Meeressäuger wie Blau-, Pott-, Brydewal und Delphine wurden in Bereichen der Ostküste gesichtet, was dazu führte, dass diese Gewässer zu Schutzzonen erklärt wurden. Viele Schiffswracks aus zwei Jahrtausenden des maritimen Handels und der Kriegsführung zur See warten immer noch darauf, von abenteuerlustigen Sporttauchern, Meeresarchäologen und Fotographen erkundet zu werden.
Die Orte Kattankudi, Batticaloa, Tirrukovil, Punnakudah, Kalkudah, Passekudah, Vakkarai und Nilaveli liegen in unmittelbarer Nähe solcher Unterwasserattraktionen. Aber auch an der Wasseroberfläche wird viel geboten. Nahezu alle Wassersportarten können in der oben genannten Zeit hier betrieben werden. Die Strände hier sind sehr unterschiedlich. Bei Kuchchaveli beispielsweise gibt es einen großen Zufluss zur Lagune und große Krebse. Hier kann man ein herrliches Seebad in den brausenden Wogen genießen, um danach am flach abfallenden, fast steinfreien Strand zu entspannen. Bei Kiniya hingegen ist der Strand schmutzig und mit schwarzem Sand bedeckt. Am Strand und im Inland sind viele neue Warnschilder aufgestellt worden, die das Müll- und Schuttabladen verbieten sollen. Außerdem rufen diese Schilder zum Schutz der Hirsche auf, die hier in großen Rudeln leben und so zahm sind, dass sie den Fischern an der Küste aus der Hand fressen. Die Infrastruktur hat sehr unter dem Bürgerkrieg gelitten. Viele der Straßen sind noch schlimmere Holperstrecken als auf der Westseite, am Straßenrand sieht man immer noch verlassene Stellungen und Bunker. Vorsicht ist auf den Straßen an der Ostküste nicht nur wegen der Schlaglöcher geboten. Es gibt Tausende herrenloser Hunde, die es sich auf den warmen Asphaltwegen bequem machen und sich (wenn überhaupt) erst fünf Meter vor einer unausweichlichen Kollision mit einem Auto dazu bequemen, sich zu erheben und einen Meter zur Seite zu trotten. Kühe, die ja eine entschieden größere Masse aufbringen als Hunde, bewegen sich erst gar nicht. Hier muss man sich wirklich an den Leitsatz "der Klügere gibt nach" halten, wenn man einen folgenschweren Crash mit den Rindern vermeiden möchte.
Da die Regierung erkennt, welches Potential im Osten liegt, hat man begonnen, die Straßen zu sanieren. Das mag sich in einigen Jahren rentieren, im Moment muss man aber viele Baustellen über sich ergehen lassen, die einen auch schon mal mehrere Stunden aufhalten können.
Die Bautätigkeit erstreckt sich auch auf viele Städte. An allen Ecken und Enden werden Wohnhäuser renoviert und neue Geschäfte gebaut. Auch werden viele neue Unterkünfte errichtet. Die alten Guest Houses sind größtenteils sehr herunterkommen, da sie seit 18 Jahren nicht mehr touristisch genutzt wurden und werden fast nur noch von Zierfischtauchern und Locals bewohnt. Der Zierfisch-, wie auch der Muschelhandel werden auf Sri Lanka mehr und mehr geächtet. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit sehen sich aber vieler Einwohner im Küstenbereich zu dieser Tätigkeit wie auch zum Dynamit - Fischen gezwungen, um ihre Familien zu ernähren.
Orte
Habarena
Ab Habarena sieht der Tourist immer noch viele der sogenannten Checkpoints. Seit aber zwischen der Regierung und der LTTA Waffenstillstand herrscht gibt es an diesen Stellen meist keine Kontrollen mehr.
Vavuniya
Vavuniya ist eine ehemalige Garnisonsstadt im Landesinneren und das wirtschaftliche Drehkreuz Richtung Norden.
Mutur
Die Sehenswürdigkeit von Mutur ist der Baum von “ROBERT KNOX”, eine einzigartige Gedenkstätte. 1668 ist Robert Knox als Kapitän des Schiffes Ann an dieser Stelle gelandet, wurde von der britischen Armee dort gefangen und hingerichtet. Warum ist nicht bekannt. Der Baum wurde 1890 durch einen Neuen ersetzt, er ist umgeben von einer circa einen Meter hohen Mauer, die innen mit Sand aufgefüllt ist und eine Inschrift mit den oben gemachten Angaben trägt. Militärs kommen öfters, um den Baum ihre Referenz zu erweisen.
Kiniya
Nur von Kiniya aus kann man Marble Beach besuchen. Zwar sind in Mutur die Kontrollen abgeschafft, jedoch gibt es dort bewaffnete Soldaten, Polizisten, Stacheldraht und Schützenstände.
Jaffna
Jaffna ist ein Ziel für Hardliner. Es gibt nicht viel zu sehen außer überfüllte, mit Waren vollgestopfte Busse und wenig Hotels.
Ampara
Entscheidet man sich für eine Tour nach Ampara, empfiehlt sich die Route über Kandy und Maha Oya, da diese durch die faszinierende Berglandschaft mit einmaligem Ausblick führt. Ein Aufenthalt hier bietet sich an, wenn man den Gal Oya Nationalpark, oder die endlosen, ruhigen Strände der Ostküste besuchen möchte. Von hier aus lohnen sich auch Ausflüge zu dem knapp 80 Quadratkilometer großen Senanayake Samudra (Stausee) und der ihn umschließenden Landschaft. In der Umgebung Amparas, bei Digayapi, befinden sich außerdem die Ruinen eines alten, buddhistischen Tempels, die Hamangala – Höhlen, in denen die Weddas wohnten und Malereien hinterlassen haben und der Malayadi – Tempel, in dem sich ebenfalls Malereien befinden.
Batticaloa
Batticaloa lässt sich sowohl mit dem Auto als auch mit der Eisenbahn Sri Lankas erreichen. Ein Trip, den man sich unbedingt gönnen sollte. In Batticaloa kann sich der Urlauber den endlosen, fast menschenleeren Sandstränden hingeben. Sehenswert sind auch die 54 Kilometer lange Salzwasserlagune, ein holländisches Fort aus dem 17. Jahrhundert, die zu den längsten Brücken Sri Lankas gehörende Lady Manning Bridge und viele hinduistische Tempelanlagen. Außerdem hat er hier die Möglichkeit das Phänomen der mysteriösen "Singenden Fische" zu bewundern. Bei ruhiger See und klarem Nachthimmel kann man ungefähr sechs verschiedene helle, feine Töne hören, deren Ursprung bis heute wissenschaftlich nicht geklärt werden konnte.
Trincomalee
Einst war Trincomalee ein bedeutender Marinestützpunkt. Auch heute noch besitzt die Küstenstadt einen der schönsten und größten Naturhäfen der Erde. Es gibt dort herrliche Buchten wie Marble Bay, Sweat Bay und Dead Man’s Cove. Im Norden schließen sich wunderschöne Badestrände an. Die Stadt selbst hat zwar nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, dafür aber die Umgebung. Wer in Trincomalee Urlaub macht, sollte unbedingt den Swami Rock mit dem Hindu-Tempel Koneswaram besuchen.
Kalkudah
Kalkudah liegt circa 32 Kilometer von Batticaloa entfernt. Die Badebucht wird von einem Riff geschützt und hat daher besonders ruhiges Wasser. Das in der Nähe gelegene Passekudah ist ein beliebter Touristenort mit einem modernen Strandhotel und besonders klarem Wasser.
Nilaveli
Etwa 15 Kilometer von Trincomalee gelegen war Nilaveli 1995 Austragungsort der Internationalen Funboard Meisterschaften. An dem berühmtesten Strand der Ostküste können alle Arten von Wassersport betrieben werden. Eine Spezialität ist das Whale-Watching, sogar von der Küste aus lassen sich Blau- und Pottwale beobachten.
Arugam Bay
Arugam Bay liegt 314 Kilometer von Colombo entfernt und bietet besonders Tauchern und Unterwasserfotografen spektakuläre Eindrücke mit seinen vielen, vor der Küste gelagerten Schiffswracks. Die Arugam Bay lockt aber auch Surfer aus aller Welt an. Badesaison ist von Mai bis September.
Text: Klaus Schowe






