URLAUB AN DER NORDSEE - SPIEKEROOG

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Spiekeroog - Urlaub auf der grünsten Ostfriesischen Insel

Spiekeroog, Fähre zur Insel

Nordseeinsel Spiekeroog. Fähre zur Insel. Foto: Jürgen Howaldt. Creative Commons

"Grün, still und traditionsverbunden" - so wird die Ostfriesische Insel Spiekeroog oft beschrieben.

Und in der Tat, schon im beschaulichen Inseldorf Spiekeroog, in dem neben heimeligen Insulanerhäusern die älteste Kirche aller Ostfriesischen Inseln steht, wird das harmonische Ortsbild durch keinen "modernistisch" anmutenden Bau gestört. Stattdessen dominiert - neben der sprichwörtlichen Ruhe und Gelassenheit der Einwohner - das Grün von Linden, Kastanien und liebevoll gepflegten Gärtchen die Szenerie.

Die Farbe "Grün" charakterisiert allerdings nicht nur das Inseldorf, sondern das gesamte autofreie Eiland.

Naturnaher Urlaub

Bewachsene Dünen auf Spiekeroog

Tertiärdünen auf Spiekeroog. Foto: Jürgen Howaldt. Creative Commons

Auf Spiekeroog wird Naturschutz (noch) größer geschrieben als auf seinen - ebenfalls sehr umweltbewussten - ostfriesischen Schwesterinseln. Mehr als die Hälfte der Insel ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Bekannt ist Spiekeroog u. a. für seine intakte und vielfältige Dünenvegetation.


Im außergewöhnlich breiten, grünbewachsenen Dünengürtel zwischen der Strandzone und dem Inseldorf trifft man stellenweise sogar auf kleine Wäldchen mit knorrigen Schwarzkiefernbeständen, die bereits vor mehr als 100 Jahren gepflanzt wurden. Selbst in den Mulden zwischen den Dünen wurden häufig kleinere Baumgruppen mit Erlen und Birken angelegt. Wer diesen Dünenbereich näher erkunden möchte, findet ein dichtes Netz von Wanderwegen vor, auf deren "Wegesrand" man häufig Fasane beobachten kann. Aussichtsdünen bieten zudem einen guten Überblick über die einmalige Landschaft. (Übrigens gilt für Besucher der Dünenlandschaft ein generelles Rauchverbot – hier gibt sich Spiekeroog also ganz "modern".)


Nach Osten der Insel Spiekeroog erstreckt sich die sieben Kilometer lange Ostplate, eine sich vergrößernde Sandbank, auf der Geologen und Botaniker alle Stadien der Inselentstehung im Zeitraffer studieren können.


Die Ostplate gehört zur Ruhezone des Nationalparks Wattenmeer und darf lediglich auf einigen wenigen markierten Wegen betreten werden. Seit 1935 hat sich hier vom Menschen unbeeinflusst eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt, die einen der wichtigsten Nordsee-Biotope bildet. Anderswo selten gewordene Pflanzen wie Stranddisteln, Strandqueller, gelb blühende Strandwinde und die Strand- oder Salzaster sind in größerer Zahl anzutreffen. Zudem ist die Osterplate Heimat zahlreicher Insekten- und Vogelarten. So brüten hier Eiderenten, Austernfischer, Silbermöven, Zwergseeschwalben sowie See- und Regenpfeiffer. Während der Brut- und Aufzuchtszeit der Vögel (Anfang April bis Ende Juli) ist die Osterplate allerdings für Fußgänger fast komplett gesperrt (Nähere Infos erhält man im Wagen des "Vogelschutzwartes").

Spiekeroog - Kuren, Strandurlaub und Sehenswürdigkeiten

Alte Inselkirche, Spiekeroog, Urlaub

Die alte Inselkirche von 1696. Foto: Jürgen Howaldt. Creative Commons

Spiekeroog kann mit seinen 900 Einwohnern jährlich über 40.000 Gäste begrüßen. Der prominenteste Stammgast war lange Zeit der verstorbene Altbundespräsident Johannes Rau, der sogar auf Spiekeroog heiratete.

 

Als Nordseeheilbad verfügt Spiekeroog natürlich über Kureinrichtungen wie ein Kurmittelhaus, ein Mutter-Kind-Kurheim, eine Kinderklinik und ein Inselbad.

 

Dazu kommt ein tadelloser, schön weitläufiger Strand aus hellem und sauberem Sand (an der Nordseite der Insel gelegen)

 

Im Ort Spiekeroog laden zahlreiche kleine Geschäfte und Cafés zum Bummeln ein. Ein "aufregendes" Nachtleben bietet Spiekeroog ganz bewusst nicht, dafür aber einige hübsche Sehenswürdigkeiten.

Die bereits erwähnte Alte Inselkirche (ev.-luth.) ist die älteste Kirche aller ostfriesischen Inseln (Baujahr 1696). Besonders sehenswert sind die mit Bibelsprüchen auf Plattdeutsch geschmückte Renaissance-Kanzel (16.Jh.) und die Pieta, eine bunte Holzfigur, die Maria mit dem von Kreuz abgenommenen Jesus im Arm zeigt. Sie soll von einem 1588 vor Spiekeroog gestrandeten Schiff der spanischen Armada stammen.

 

Ein hübsches Highligh ist das Muschelmuseum im Haus des Gastes "Kogge", das eine Ausstellung mit etwa 2000 Muscheln aus aller Welt zeigt. Die Muscheln werden dabei nicht trocken-wissenschaftlich präsentiert, sondern sind mit winzigen humorigen, oft witzigen Inschriften versehen. (Übrigens handelt es sich bei den Tieren um Strandgut, keine Muschel musste für das Museum sterben.)

Wer schließlich vor Ort mehr über die Geschichte der Insel, die Entwicklung des Seebades Spiekeroog und die Inselnatur erfahren möchte, sollte dem kleinen Inselmuseum einen Besuch abstatten.


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