SPANIEN - URLAUB IN ANDALUSIEN: JAÉN
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Urlaub in Jaén – gemütliche Großstadt in den Bergen Andalusiens
Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Jaén im Nordosten Andalusiens beeindruckt vor allem mit ihrer idyllischen Lage am Fuße der Sierra Jabalcuz. Jaén liegt im Tal des Guadalquivirs auf einer Höhe von 574 Metern und ist von zahlreichen Olivenhainen umgeben, die sich an den Hängen der umliegenden Berge hochziehen. Noch immer gelten die Provinzen Jaén und Córdoba als größte Olivenölproduzenten Spaniens. Doch die Landschaft ist nicht das Einzige, das man sich im Andalusien-Urlaub anschauen sollte.
So scheinen sich die Gebäude der 110.000-Einwohner-Stadt geradezu magisch um die Kathedrale zu reihen. Viele zentrale Straßen führen auf das Kirchenhaus zu, dessen Bau bereits um 1500 begann und bis ins 18. Jahrhundert andauerte. Die dreischiffige Kathedrale zeigt deutliche Elemente der Renaissance. Im Inneren beherbergt sie ein schönes Chorgestühl und das vermeintliche Schweißtuch der heiligen Veronika. Das bekommen Besucher jedoch nur am Karfreitag zu sehen.
In Jaén gibt es aber noch viele weitere Kirchen zu sehen. Die älteste von ihnen ist die Iglesia de la Magdalena, der man an ihrem runden Turm deutlich ansieht, dass sie auf einer ehemaligen Moschee errichtet wurde. Im Inneren sollte man sich den Hof mit den römischen Säulen anschauen. Das umliegende Magdalena-Viertel gilt als der schönste Stadtteil von Jaén. Wer hier Urlaub macht, sollte daher einen Spaziergang in dem kleinbürgerlichen Viertel mit den blumenverzierten weißen Häusern einplanen.
Die Mauren, die in Jaén viele Spuren hinterließen, wurden 1246 aus der Stadt vertrieben. Viele maurische Bauwerke wurden einfach überbaut. Auch eine Badeanlage aus dem 11. Jahrhundert wäre auf diese Weise im 16. Jahrhundert fast unter dem Palast des Conde de Villardompardo verschwunden. Zum Glück wurden die Baños Árabes, die mit einer Fläche von 500 Quadratmetern als die größten Spaniens gelten, später wieder entdeckt und können heute im Andalusien-Urlaub besichtigt werden. Der darüber liegende Palacio, in dem ein Landesmuseum mit archäologischen Fundstücken untergebracht ist, lohnt ebenfalls eine Besichtigung.
Auch das Castillo de Santa Catalina, das auf einem 800 Meter hohen Berg nahe Jaén liegt, war einst eine maurische Festung. Nach der Rückeroberung durch die katholischen Könige, wurde sie vom 13. bis 15. Jahrhundert weiter als Festung ausgebaut. Mittlerweile befindet sich in der Burg ein stattlich eingerichteter Parador mit 45 Zimmern, die eine ritterliche Atmosphäre versprühen. Auch wer nicht im Castillo de Santa Catalina übernachten möchte, sollte sich trotzdem auf den vier Kilometer langen Weg hinauf zur Burg machen: Die Aussicht auf Jaén ist von dort oben atemberaubend.
Die Jienenses oder Jaeneros, wie die Bewohner Jaéns genannt werden, gelten in Andalusien als ruhig und gemütlich. Im Oktober zeigen sie sich allerdings alles andere als ruhig und drehen bei der Feria de San Lucas rund um den 18. Oktober richtig auf. Dann locken Stierkämpfe, Reitturniere und Ausstellungen Besucher aus ganz Andalusien an.
Daniela Hesse



