SPANIEN - WEIN, SIDRA

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Kaffee und Tee

Kaffee ist in Spanien erheblich stärker als in Deutschland, weil er schärfer gebrannt wird. Man serviert ihn in kleinen Tassen als Café solo (Espresso) und Cortado (Espresso mit etwas Milch), außerdem gibt es ihn als Café con leche (Espresso mit viel Milch). Wenn man ihn nicht am Strand oder in Touristenzentren bestellt ist er erheblich billiger als bei uns.

 

Tee trinkt der Spanier meist nur wenn er Magenverstimmung hat, es sei den er wohnt in Andalusien, in der Nähe von Grenada. Dort wirkt sich das maurische Erbe mit seinen Teezeremonien noch aus.

 

Also sollte nich der Mitteleuropäische Urlauber nicht wundern, wenn er meist nur Teebeutel serviert bekommt. Oft bekommt er auch mitleidig sofort Pfefferminz- oder Kamillenteeserviert.

Sidra

Asturische Szene. Foto: José Suárez

Sidra, so kann man es sagen, ist der traditionelle Wein der Asturianer. Historisch wird seine Herstellung durch die Asturen bereits in Dokumenten des Mittelalters bezeugt.

 

Es handelt sich um ein Produkt von niedrigem Alkoholgehalt - zwischen 5° und 6° -, das aus vergorenem Most aus gepressten Äpfeln gewonnen wird. Diese Landäpfel sind anders als die Tafeläpfel, kleiner und dreier verschiedener Arten, für eine gute Sidra: sauer, süß und bitter.

 

Der Mostwein wird in großen Kastanienfässem vergoren und verbleibt hier etwa sechs Monate lang. Anschließend wird er in Flaschen abgefüllt, so dass die neue Sidra entsprechend der Apfelemte im September am besten nicht vor dem Frühling auf den Markt kommt (die Sidra steigert sich im Gegensatz zum Wein nicht in der Flasche).

 

Am besten ist sie kurz nach der Fassentnahme, wenn möglich sogar direkt vom Fass, wie sie in den volkstümlichen espichas getrunken wird, die den Einheimischen so gefallen. Selbstverständlich ist stets die Rede von der natürlichen Sidra, trocken und ohne Kohlensäure, und bis vor Kurzem noch ohne Etikett (die Kennzeichnung des Herstellers, dem llagareru, erschien nur auf dem Korken).

 

Sidrerias oder chigres, in denen die natürliche Sidra getrunken wird, sind in Asturien reichlich zu finden und kommen einer Institution gleich. Das rituelle Einschenken, das dünne und breite Glas und der Zustand der Böden, die mit Sägespänen ausgestreut werden, weckt meist die Aufmerksamkeit der Besucher.

 

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Sidreria in Gijon. Foto: H.J.Franzen

Nestor Lujän schrieb über die Sidra: „Alle Verfasser sind sich darin einig, dass die Sidra aus Nordspanien und konkret die asturianische die älteste ist (...) die spanische Sidra mag als beste der Welt oder zumindest als eine der besten gelten. Dieses Getränk wird in praktisch allen Regionen des Norden des Landes hergestellt, wenngleich bekannt ist, dass die natürlichste und renommierteste die asturianische Sidra ist."

 

In diesem Punkt stimmt er mit der französischen Historikerin europäischer Ernährung Maguelonne Toussaint-Samat überein, die schreibt, dass Frankreich, Irland, England, Nordamerika, die Schweiz, Österreich und Luxemburg „auch Sidra herstellen, aber die beste ist seit fünfzehn Jahrhunderten die spanische aus Asturien" (Natürliche und moralische Nahrungsmittelgeschichte).

 

Es sollten aber auch die anderen Arten von Sidra, die champagnerartige und die Tafel-Sidra, hier nicht unerwähnt bleiben.

 

Per Beschluss des Regierungsrats des Fürstentums Asturien wurde am 24. Oktober 2002 die Regelung der Geschützten Herkunftsbezeichnung (Denominaciön de Origen Protegida, D.O.P.) „Sidra de Asturias" als Übergangslösung angenommen. So muss ein Vorübergehender Aufsichtsrat auf die Einhaltung der Regelung achten und die Qualität und Herkunft aller Erzeugnisse, die diese D.O.R anstreben, gewährleisten.

 

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