URLAUB IN ANDALUSIEN - PFERDERENNEN VON SANLÚCAR DE BARRAMEDA

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Costa de la Luz - die berühmten Pferderennen von Sanlúcar de Barrameda

Reitkunst wird in Andalusien groß geschrieben

Reitkunst wird in Andalusien groß geschrieben. Fotos: Turespaña

Zu Beginn der Dämmerung, wenn die erste Abendstimmung einsetzt und der Strand von der Ebbe freigegeben wird, geht es los. Der Boden bebt im Monat der berühmten Pferderennen von Sanlúcar de Barrameda, in der spanischen Provinz Cádiz. Mehr als einhundert Pferde nehmen jedes Jahr an dem Wettbewerb teil, der auf über 170 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Die Rennen gehen fast den gesamten August über die Bühne, - in einem ganz besonderen Hippodrom: auf dem feuchten Sand zwischen den Stränden von Bajo de Guía und Las Piletas. Die Gezeiten bestimmen wie seit jeher das Datum wie auch die Stunde des Rennens.

 

Erfahrungsgemäß fängt das Schauspiel zwischen 17.30 Uhr und 18.30 Uhr an und endet gegen 21 Uhr abends. Mehr als 30.000 Zuschauer genießen den Sonnenuntergang und den Anblick sowie die tosende Stimmung der reinrassigen Pferde, die im warmen Licht am Meeresrand entlang in Richtung Doñana galoppieren.

 

Das Preisgeld für die 26 Rennen, von denen 24 von Vollblütern und 2 von Anglo-Arabern gelaufen werden, beträgt mehr als 150.000 Euro. Auf dem Renngelände befinden sich Wettschalter und der „Paddock“. Auch für die kleinen, noch nicht ganz so geduldigen Zuschauer gibt es was zu tun. Die Kinder können selber an einem echten Turnier teilnehmen und Sandburgen um die Wette bauen. Und was steht nach Sport und Spektakel auf dem Programm? Das genüssliche Ausklingenlassen des Abends mit einheimischen Spezialitäten: Gastronomisch gesehen bestimmen der für diese Gegend typische Manzanilla –ein trockener Sherry - und die Langostinos von Sanlúcar die Karte.

 

Strand von Sanlucar de Barrameda

Strand von Sanlucar de Barrameda

Wenn man übrigens nach dem Ursprung der Pferderennen fragt, geben manche Einheimische gern folgende schöne Antwort: Nach der Mythologie spannte der Gott Phoebus Apollon die Feuerpferde aus seiner Kutsche aus, als er an die Küste von Sanlúcar kam.
Einige Historiker glauben, dass der Beginn der Rennen auf Wettkämpfe im Fische-Transportieren zurückzuführen ist. Andere weisen diese These zurück, da es bei dem Wettbewerb um Geschwindigkeit, nicht um Kräftemessen geht. Wenn auch der Ursprung der Rennen ungewiss bleibt, sicher ist, daß es die Pferde, die Meeresküche und die genussvollen Sommernachmittage am Strand schon sehr lange gibt - und das auch durchaus seinen Sinn hat.

 

Schon vor einer ganzen Weile zogen die Strände der Region Gäste an. Ende des 19. Jahrhunderts reiste die Aristokratie nach Sanlúcar um „Wellenbäder“ zu nehmen, wodurch der Ort neben Santander und San Sebastián zu einem der ersten Seebäder in der Entwicklung des spanischen Tourismus wurde. Die Pferderennen werden seit 1845 gefeiert. Heute nehmen an ihnen die besten spanischen Reiter teil, bei den internationalen Wettkämpfen Reiter aus Deutschland, Frankreich, Holland, Norwegen, England, Italien und Belgien.

 

Mit der Zeit gewann der Wettkampf an Prestige und Vielfalt. Bei den letzten Austragungen gab es Rennen für Jockeys (Profis), Gentlemen (Amateure) und Amazonen. Heute sind die Rennen das Sommerereignis der Costa de la Luz auf sportlicher, touristischer und gesellschaftlicher Ebene.

 


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