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Sonnenschutz bei Kindern: Im ersten Lebensjahr nur in den Schatten
Im Sommer zieht es viele Menschen in den Süden, andere liegen am Baggersee oder planschen im heimischen Schwimmbad. Sie alle wollen die Sonne genießen. Damit das Sonnenbad ein wahres Vergnügen wird, sollte man einige Verhaltensregeln beachten. "Besonderen Schutz braucht die Haut von Babys und Kindern", so Dr. Katja Matthias, Ärztin beim AOK Bundesverband.
Für Kinder im ersten Lebensjahr ist direkte Sonneneinstrahlung tabu. Bei Kleinkindern sollte man darauf achten, dass sie sich nicht zu lange in der Sonne aufhalten und sehr viel trinken. Wenn sie im Freien sind, müssen sie am ganzen Körper gut eingecremt sein, eine Sonnenbrille und einen Hut oder Kappe tragen.
"Ist der eigene Schatten kürzer als der Körper, sollte man sich überhaupt nicht in der Sonne aufhalten. Das ist in der Zeit zwischen 12 und 15 Uhr der Fall", erklärt Dr. Katja Matthias. "Generell gilt: Je weniger Sonne, umso besser für die Haut. Der beste Sonnenschutz ist Kleidung, die Oberkörper, Arme und Beine bedeckt", so die Medizinerin. Um sich an den unbedeckten Stellen keinen Sonnenbrand zu holen, sollte man sich gut mit einer Sonnencreme entsprechend seinem Hauttyp eincremen.
Regelmäßig eincremen
Die Haut hat je nach Typ einen unterschiedlich langen Eigenschutz. Mit Hilfe von Sonnencreme kann man seinen Aufenthalt in der Sonne etwas verlängern. "Durch Sonnencreme verlängert sich der Sonnenschutz nur einmalig. Auch nochmaliges Eincremen verlängert diese Zeit nicht. Trotzdem muss nach dem Baden nochmals eingecremt werden, denn durch das Wasser wird der Schutz abgewaschen. Je empfindlicher die Haut auf die Sonne reagiert, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein. Bei Kindern ist ein Sonnenschutzfaktor ab 20 zu empfehlen. Wichtig ist, dass die Sonnencreme eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen wird, denn so lange braucht sie, um einzuwirken", erklärt Matthias.
Gerade am Anfang des Sommers oder des Urlaubs sollte man bedenken, dass die Haut noch sehr empfindlich ist. Daher braucht die Haut Zeit, sich an die Sonne zu gewöhnen. "Übrigens wird man auch im Schatten braun. Das geht zwar langsamer, schont dafür aber die Haut", erklärt Medizinerin Matthias.
Haut kühlen
Ist es dennoch zu einem Sonnenbrand gekommen, heißt es, sofort raus aus der Sonne und sie meiden, bis die Hautreizung abgeklungen ist. Das gilt auch für eine leicht gerötete Haut. Um den Sonnenbrand zu kurieren, muss man viel trinken und die Haut kühl und feucht halten. "Auch kühlende Duschen oder Umschläge können helfen", rät Katja Matthias.
Bei Kindern ist ein Sonnenbrand besonders schädlich. "Jeder schwere Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das Risiko für Hautkrebs in späteren Jahren", so Katja Matthias. "Falls ein Kind sich bei einem Sonnenbrand übergibt oder benommen wirkt, müssen die Erwachsenen mit ihm dringend einen Arzt aufsuchen."
Wer beim Aufenthalt in der Sonne einen roten Kopf, Übelkeit oder Schwindel verspürt, der hat sich vermutlich einen Sonnenstich oder Hitzschlag geholt. "Dann sollte man sofort in den Schatten gehen und sehr viel trinken. Bessert sich das Befinden nicht, muss man unbedingt zum Arzt gehen", rät Katja Matthias.
Text: AOK
