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Sofias Geschichte - "Sofia wächst, altert aber nicht"

Die nationale Kunstgalerie. Foto: veni markovski. Lizenz: Creative Commons

Sofia ist eine der ältesten Städte Europas. Die ersten Hinweise auf eine Besiedlung führen in das sechste Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Die Serden - ein thrakischer Stamm - ließen sich im siebten Jahrhundert vor Christus in diesem Gebiet nieder und gaben der neuen Stadt den Namen Serdika. Im Jahr 809 wurde die Stadt von den Slawen eingenommen und gehörte seitdem zum Ersten Bulgarischen Reich. Wegen ihrer zentralen Lage auf der Balkanhalbinsel nannten die Slawen die Stadt Sredez (bedeutet Mitte), die sich zu einem wichtigen strategischen und administrativen Zentrum entwickelte. Im elften Jahrhundert herrschten die Byzantiner über die Stadt, die in der Zeit unter dem Namen Triadiza bekannt wurde. Während des Zweiten Bulgarischen Reiches wurde sie weiter befestigt und erhielt im 14. Jahrhundert nach der Kirche "Sveta Sofija" ihren heutigen Namen. Überreste der Thraker und Römer sind an vielen Stellen in Sofia erhalten geblieben. Manche sind auch in den Unterführungen zu sehen. Ein großer Teil der Altstadt von Serdika befindet sich heute unter wichtigen modernen Gebäuden - das alte Rathaus z. B. liegt unter dem Sheraton Hotel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten in Sofia

Die nationale Kunstgalerie ist heute im Gebäude des ehemaligen Zarenpalastes untergebracht. Dort ist eine außergewöhnliche Sammlung alter und moderner bulgarischer Malerei und Bildhauerkunst zu sehen sowie mannigfaltige Werke flämischer, niederländischer, italienischer, französischer, russischer und ungarischer Meister. In dem gleichen Gebäude befindet sich auch das Ethnografische Museum, das sowohl bulgarische Folklore und Brauchtum als auch Exponate aus aller Welt darstellt. Im Zentrum der heutigen Hauptstadt befanden sich in der Antike das Forum und der römische Regierungssitz, auf dessen Ruinen am Anfang des 20 Jahrhunderts die Kathedrale "Sweta Nedelja" errichtet wurde. Die größte orthodoxe Kathedrale auf der Balkanhalbinsel wurde zu Ehren der gefallenen russischen Soldaten in dem Befreiungskrieg von der Osmanischen Herrschaft erbaut. Im Inneren sind viele Alabaster- und Marmorschätze sowie eine umfangreiche Sammlung orthodoxer Ikonen zu finden. Seit dem Altertum ist Sofia für seine Quellen mit kaltem und heißem Mineralwasser berühmt, das eine hohe Qualität und Heilwirkung hat. Die Quellen strömen bis heute noch im Zentrum der Hauptstadt sowie in den Wohnvierteln Knjazevo, Gorna Banja, Bankia, Ovcha kupel.


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