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Naturparadies Slowenien - die Naturparks
Slowenien präsentiert sich mit über sechzig Prozent Waldfläche und seinen kristallklaren, teilweise türkisblauen Flüssen und Seen als Paradies für Naturfans und Aktivurlauber. Um den landschaftlichen Reichtum Sloweniens zu bewahren, stehen ganze acht Prozent des Landes unter Naturschutz. Dabei unterscheiden Kenner zwischen Nationalparks, Regionalparks und Landschaftsparks: Als bislang einziger Nationalpark gilt der Triglav-Park rund um den gleichnamigen höchsten Berg im Nordwesten des Landes.
Die drei Regionalparks Kozjansko, Škocjan und Notranjska sowie der Dreiländer-Naturpark Goričko runden die Palette ab. Darüber hinaus befinden sich derzeit rund 33 Länderparks in Planung. Die meisten Naturparks in Slowenien sind dem Schutzgebietssystem „Natura 2000“ der Europäischen Union angeschlossen, das sich dem Überleben gefährdeter Tier- und Pflanzenarten verschrieben hat.
Der Triglav-Nationalpark
Im Herzen des 1981 entstandenen, rund 850 Quadratkilometer großen Triglav-Nationalparks liegt der 2.864 Meter hohe "Schicksalsberg" der Slowenen: Wer den Triglav (zu deutsch: Dreizack) nicht bestiegen hat, darf sich nicht guten Gewissens Slowene nennen. Der Hauptanteil des Nationalparks befindet sich in den Julischen Alpen, einem Kalksteingebirge mit bizarren Felsformationen und zahlreichen, teilweise noch unerforschten Höhlen.
Die östliche Grenze des Triglav-Parks bildet die mehr als eintausendjährige Stadt Bled mit dem gleichnamigen See (www.bled.si), im Westen begrenzt das Wildwassersportparadies rund um das Städtchen Bovec (www.bovec.si) das Naturreservat. Durch sein einheitlich rot-weiß markiertes Netz von Gebirgspfaden gilt der Triglav-Nationalpark besonders unter Bergsteigern als attraktives Wandergebiet.
Steinböcke, Gämsen, Rotwild und Auerhähne, aber auch seltenere Tiere wie Luchse und Braunbären sind hier heimisch. Aufmerksame Kenner der Vegetation stoßen hier zudem auf die Zoiz-Glockenblume, auf Edelweiß und Dolomiten-Fingerkraut.
Der Nationalpark ist Mitglied im UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" und erhielt im Januar 2004 vom Komitee des Europarats für Natur- und Umweltschutz das Europäische Diplom für geschützte Gebiete.
Zwischen 15. März und 31. Oktober gilt der 140 Kilometer lange, türkisblaue Wildfluss Soča, der den Triglav-Nationalpark von Nord nach Süd durchfließt, als Herausforderung für Aktivurlauber: ob Kanu, Kajak oder Canyoning - atemberaubende und actionreiche Naturerlebnisse sind hier garantiert. Angler schätzen zudem das reiche Vorkommen der Marmorata-Forelle an ruhigeren Flussabschnitten.
Der Kozjansko-Regionalpark
Der Regionalpark Kozjansko (www.kozjanski-park.si) liegt im Osten Sloweniens zwischen den drei Flüssen Savinja, Sava und Sotla und umfasst eine Gesamtfläche von rund 200 Quadratkilometern. In einem denkmalgeschützten, vollständig renovierten Bauernhaus in Podsreda finden Gäste das Besucherzentrum des Parks.
Außerdem thront hier hoch über dem Ort die besterhaltenste romanische Burg Sloweniens. Auch das Thermalbad Terme Olimia sowie Schloss Olimje mit seiner freskenverzierten Klosterapotheke des Paulinerordens, die zu den ältesten Europas zählt, sind einen Besuch wert.
Der Škocjan-Regionalpark
Als Hauptattraktion des Škocjan-Regionalparks (www.park-skocjanske-jame.si) gelten die gleichnamigen Grotten, die bereits im 19. Jahrhundert entdeckt wurden und seit 1986 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. Sehenswert sind vor allem die so genannten "Stillen Höhlen", die steinernen Naturorgeln im großen Saal sowie der Reka-Fluss, der am Ende der Höhle versickert und erst an der Adria wieder zum Vorschein kommt.
Seiner Bewunderung für das einmalige Höhlensystem gab der Vater der Psychoanalyse, Sigmund Freud, mit den Worten Ausdruck: "...ein unheimliches Naturwunder mit einem unterirdischen Fluss, der durch ein riesiges, wundervolles Gewölbe fließt...".
Der Notranjska-Regionalpark
Im Notranjska (www.notranjski-park.si), Sloweniens jüngstem Regionalpark, erleben Besucher ein weltweit einzigartiges Naturphänomen: Jedes Jahr im August verschwindet der sonst 26 Quadratkilometer große Cerknica-See für rund zwei Wochen fast gänzlich und lässt die dann auf den Feldern liegenden Ruderboote wie eine skurrile Idee des Fremdenverkehrsamtes wirken.
Das Wasser versickert in die Unterwelt des Karst und füllt sich mit dem ersten Regen allmählich wieder auf. Als weitere Highlights des Notranjska-Parks laden das Karsttal Rakov Škocjan, die Höhlen Zelške jame und Križna jama sowie die Ortschaft Slivnica mit ihrem "Hexentanzplatz" zu einem Besuch ein.
Der Goričko-Landschaftspark
Der Goričko-Park (www.park-goricko.org) als erster Dreiländernaturpark und gleichzeitig zweitgrößter Naturpark Sloweniens liegt im nordöstlichen Teil des Landes und teilt sich seine Fläche mit dem angrenzenden Österreich und Ungarn. Durch seine sanften Hügel und weiten Ebenen ist der Park vor allem bei Wanderern und Radfahrern beliebt: Sechs ausgebaute Radwege und 21 Wanderwege rund um die zentrale Ortschaft Grad laden zu erlebnisreichen Ausflügen ein.
Erholung pur bietet das Thermalbad Moravske Toplice mit seinen modernen Kur-, Bade- und Wellness-Anlagen. Architekturfans besuchen die nahe gelegene Kirche von Bogojina, mit der sich Sloweniens berühmtester Baumeister Jože Plečnik (1872 -1957) ein Denkmal gesetzt hat.
Weitere Informationen zu Landschaftsparks und Naturschutzgebieten erhalten Interessierte beim Slowenischen Fremdenverkehrsamt, Maximiliansplatz 12a, 80333 München, telefonisch unter 089 / 29161202 oder unter www.slovenia.info. Email: slowenien.fva(at)t-online.de.






