ITALIEN - URLAUB AUF SIZILIEN
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Urlaub unter der Sonne Siziliens
Sizilien ist nicht nur die größte Insel des Mittelmeers, sondern auch der südlichste Punkt Italiens. Dementsprechend ist es hier auch sehr heiß, was besonders für die Sommermonate und den regenarmen Süden der Insel zutrifft. Oberhalb von 2000 Metern kann im Winter aber auch schon mal Schnee fallen und so sieht man den Vulkan Ätna im Winter mit einer weißen Schneemütze bedeckt.
Das Bild der hügeligen Insel wird von dem 3.323 Meter hohen Vulkan dominiert, der der höchste und aktivste Vulkan Europas ist. Weitere Vulkane gibt es auf den Inseln Vulcano und Stromboli zu sehen, die sich nördlich von Sizilien auf den Äolischen Inseln (in Deutschland besser bekannt als Liparische Inseln) befinden. Der Ätna sorgt aufgrund seiner Aktivität zwar oft für Angst und Schrecken, ist auf der anderen Seite aber auch die Ursache für die reiche Flora und Fauna der Insel. Ebenfalls sehr artenreich ist die Meeresfauna Siziliens, die die Küche der Insel mit Thunfisch und Meeresfrüchten vervollständigt.
In den Städten Siziliens tobt das Leben, vor allem in der Hauptstadt Palermo. Weitere interessante Städte sind Catania, Messina und Syrakus. Erholungssuchende werden auf der sonnigen Mittelmeerinsel ebenfalls fündig. Das abwechslungsreiche Hinterland sowie zahlreiche Strände und Buchten laden zu langen Spaziergängen oder einfach nur zum Entspannen ein. Viele der sizilianischen Strände sind mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, die nur an saubere Strände vergeben wird.
Römer, Griechen und Moslems beeinflussten Siziliens Geschichte
Sizilien wurde bereits von vielen Völkern beherrscht. Hier siedelten Griechen, Phönizier, Römer, Germanen, Moslems, Normannen und Spanier. Zu Italien gehört das Eiland erst seit 1860. All diese Völker hinterließen natürlich ihre Spuren auf Sizilien und so finden sich überall auf der Insel antike griechische und römische Tempel.
Wer sich für die Geschichte der Griechen auf Sizilien interessiert, fährt nach Agrigent ins "Tal der Tempel". Dort befindet sich nicht nur eine riesige Tempelanlage, sondern auch ein Museum, welches weitere interessante Fundstücke ausstellt. Am besten erhalten, bietet der Concordiatempel ein tolles Fotomotiv.
Auch die Stadt Syrakus hält für Archäologie-Fans einige Highlights bereit. Zu sehen gibt es im Parco Archeologico della Napoli unter anderem einen Opferaltar des Gottes Hieron, ein römisches Amphitheater und ein griechisches Theater, in dem im Sommer Theaterstücke und Konzerte für Unterhaltung sorgen.
Auf den Spuren der Römer wandelt man hingegen in der Kleinstadt Piazza Armerina. 32 Kilometer von der Provinzhauptstadt Enna entfernt, kann man hier die spätrömische Villa "Romana del Casale" besichtigen. Sie wurde 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerben aufgenommen. Der Grund dafür sind die gut erhaltenen und zahlreichen Bodenmosaike.
Sizilianischer Barock und Keramikkunst
Moderne Architektur gibt es im Val di Noto zu sehen. Das Val di Noto war eine frühere Verwaltungseinheit zu der die Städte Catania, Noto, Modica und Ragusa gehören. Sie wurden 1693 bei einem schweren Erdbeben zerstört. Nach der Tragödie entschloss man sich dazu, die Städte im damals aktuellen Sizilianischen Barock wieder aufzubauen. So zieren heute prächtig verzierte Barockbauten die Straßen dieser Städte. Seit 2002 gehört auch das Val di Noto zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Schöne Architektur kann man in der Stadt Messina betrachten, die aufgrund ihrer Nähe zum italienischen Festland oft als "Tor Siziliens" bezeichnet wird. Eine Besichtigung des Doms, prunkvoller Palazzi und malerischer Plätze sorgt für Abwechslung im Urlaub. Sehenswert sind der Neptunbrunnen und der Orionbrunnen. In Siziliens Hauptstadt Palermo locken dagegen schöne Gärten und der nahe gelegene Fischerort Cefalù zu ausgedehnten Spaziergängen.
Wer auf der Suche nach einem hübschen Urlaubssouvenir ist, sollte das Zentrum der Keramikkunst Siziliens besuchen: Caltagirone bietet alles, was das Herz von Fans farbenfroher Keramik erfreut. Davon zeugt auch die bunt verzierte Keramikfreitreppe, deren Kacheln an die Azulejos in Portugal erinnern.
Sizilianische Küche: Pasta alla Norma, Cassata und Granita
Die Küche Siziliens ist ein weiterer Höhepunkt des Italien-Urlaubs. Neben Nudelgerichten wie der "Pasta alla Norma", die dem sizilianischen Komponisten Vincenzo Bellini gewidmet ist, sind es vor allem die Süßspeisen, die Siziliens Küche so berühmt machen. Am bekanntesten ist wohl die Ricottacremetorte Cassata alla Siciliana. Aber auch Cannoli und Marzipanfrüchte lassen die Herzen von Leckermäulern höher schlagen. Eine Erfrischung für zwischendurch bietet die Granita. Dabei handelt es sich um eine Art trinkbares Sorbet, dass aus Zuckersirup und Zitronensaft zubereitet wird. Wer möchte, kann auch Variationen mit Kaffee und Mandeln probieren.
Sizilien ist wirklich ein perfektes Urlaubsziel für alle, die den sonnigen Süden lieben. Die abwechslungsreiche Landschaft und interessante Kultur versprechen einen unvergesslichen Urlaub, von der Schönheit der Insel gar nicht zu sprechen. Schließlich bemerkte schon Goethe 1787: "Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele. Hier ist der Schlüssel zu allem."
Text: Daniela Hesse




