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Similan Islands - nicht nur für Taucher ein Paradies

Herrliche Strände in Thailand. Fotos: Stefan Raake

Endlich Urlaub! Anfang November fliegen wir über Bangkok nach Phuket der Sonne entgegen. Mit dem Taxi geht es vom Flughafen direkt weiter nach Khao Lak, dem ersten Ziel unserer Reise. Von hier aus wollen wir uns zu den Similan Islands aufmachen.

Khao Lak liegt mit dem Auto etwa 1 ½ Stunden nördlich von Phuket, dem zwar immer noch schönen, aber inzwischen sehr ausgelasteten Urlaubszentrum an Thailands Westküste. Khao Lak bietet da abseits des Trubels einige Vorteile. Faszinierend schöne Strände, goldgelber Sand, azurblaues Meer, sich in leichter Brise wiegende Kokospalmen und in tropische Gärten eingebettete Bungalows – der Khao Lak Tourist Guide verspricht nicht zuviel. Auf laute Diskotheken und Jetboote wird bewusst verzichtet, heißt es. Dennoch gibt es genug Abwechslung, wenn man nicht nur ein paar Tage ausspannen will, was ja auch nicht so schlecht ist.

Wir entscheiden uns für den nördlichsten der drei Strände, den Bang Niang Beach. Erst seit ein paar Jahren entwickelt sich hier eine touristische Infrastruktur, die besonders Individualreisenden entgegenkommt. Im Baan Sorraya, einer kleinen, netten Anlage mit sechs Bungalows direkt am Strand checken wir ein. Wenige Stunden später ist das nasskalte Wetter daheim vergessen, bei 29° Wassertemperatur und 30° im Schatten kein Wunder.

 

Fischerboot am Strand.

Am nächsten Tag machen wir uns auf die Suche, um unseren Trip zu den Similan Islands zu organisieren. Die circa 75 Kilometer vor der Küste liegenden Similan Islands zählen zu den schönsten Tauchgebieten der Erde. In zehn bis dreißig Meter Tiefe lassen sowohl die Unterwasserlandschaft als auch der Artenreichtum nichts zu wünschen übrig.
Einige der insgesamt neun Inseln, die zur Similan-Inselgruppe gehören, bieten traumhaft schöne Strände. Alle Inseln sind herrlich grün und dicht bewachsen. Die Similans sind unbewohnt und wurden mit dem Gebiet rings herum in den 80er Jahren zum Marine National Park erklärt. Es gibt nur einige wenige Unterkünfte auf den Inseln selbst, die keinen besonderen Komfort bieten. Ein Badeurlaub empfiehlt sich daher nicht.

Das Sea Dragon Tauch Center.

Da wir Taucher sind, führt unser Weg zu einer der zahlreichen Tauchschulen, die inzwischen in Khao Lak ihre Dienste anbieten. Insgesamt gibt es zwölf Dive Center in Khao Lak, viele sind in Phuket ansässig und haben hier Filialen eröffnet. Bei der ältesten Tauchschule im Ort werden wir schließlich fündig.
Das Sea Dragon Dive Center bietet unterschiedliche Touren auf vier verschiedenen Booten an. Knapp dreißig Tauchlehrer aus vielen Nationen arbeiten hier. Die Saison geht von November bis Mai. Als Tauchlehrer in Thailand zu arbeiten, macht nicht gerade reich – verdienen lassen sich 750 bis 1.500 Euro im Monat, wenn man es nicht übertreibt. Aber vielleicht macht es glücklich, trotz Sechs-Tage-Woche von morgens 8.00 Uhr bis abends um 20.00 Uhr.

 

Jede Menge Fische im klaren Wasser.

Wir entscheiden uns für die viertägige Tour auf der „Andaman", gepriesen als Klassiker unter den Tauchsafaris. Insgesamt sind vierzehn Tauchgänge, vier Übernachtungen, die komplette Leihausrüstung und volle Verpflegung an Bord des geräumigen Bootes im Preis inbegriffen. Für Taucher kostet der Trip 420 Euro, für Nicht-Taucher 220 Euro. Will man lediglich schnorcheln, empfiehlt sich ein kürzerer Trip auf einem anderen Boot. Eine Tagestour, wie sie von anderen Tauchschulen in Khao Lak und Phuket angeboten wird kann auf unbequemen Speedbooten schnell stressig werden. Hin und zurück beträgt die Fahrzeit bereits über fünf Stunden. Die schönsten Riffe sieht man dabei auf keinen Fall.

An Bord der Andaman.

Um 21.00 Uhr geht es aufs Boot. Zwanzig Gäste können mitfahren, dazu die Tauchführer und die einheimische Crew inklusive Köchin. Wir haben mehr Platz als normalerweise: mit neun Gästen reist es sich noch komfortabler. Der klimatisierte Schiffsbereich besteht aus 16 Einzelkojen und zwei Doppelkojen. Die Air Condition ist eher Geschmackssache, es ist immer noch recht warm unter Deck. Viele unserer Mitreisenden schlafen auf Deck unter dem überdachten Sonnendeck des Schiffes oder direkt in einer der Hängematten. Der Aufenthaltsbereich bietet viel Platz für alle.
Neben den Similan Islands besuchen wir die Surin Islands, Koh Bon, Koh Tachai und Richelieu Rock, einen Felsen knapp unter der Wasseroberfläche mitten im Meer.
Wir beginnen im Norden und arbeiten uns langsam bis zu den Similan Islands vor. Vierzehn Tauchgänge in vier Tagen sind schon ein ordentliches Programm, wenn man nicht daran gewöhnt ist. Getaucht wird morgens um 7.30, um 11.00 und um 15.00 Uhr. Da es um 18.30 Uhr dunkel ist, gibt es gegen 19.00 Uhr einen Nachttauchgang. Tauchen - Essen - Entspannen bestimmen unseren Tagesrhythmus. Die Tauchgruppen sind angenehm klein, maximal vier Taucher werden von einem Tauchführer geleitet. Bei 29°C Wassertemperatur ist es auch auf 30 Meter im "Shorty" – einem kurzen Tauchanzug – nicht kalt.

 

Romantik am Abend.

Die Unterwasserlandschaft ist überwältigend, die Fische teilweise so zahlreich, dass wir schon von „Fischsuppe“ sprechen. Vor allem am Richelieu Rock ist die Planktonkonzentration extrem hoch. Barracudas, Flötenfische, Schildkröten, Kaiser-, Drücker-, Anemonenfische, Rochen, Napoleons, Süßlippenfische, Soldatenfische – alles da, nur die Walhaie machen sich auf unserem Trip leider rar. Die Sicht liegt zwischen zehn und zwanzig Meter, im Februar soll sie bis zu 35 Meter betragen.
Wer sich zwischendurch ein bisschen die Beine vertreten möchte, kann auf den Similans ein paar Stunden am Strand verbringen oder einen Spaziergang im Dschungel machen. Die Pfade sind gut ausgeschildert. Nach vier Tagen Tauchen, Essen, Entspannen sind wir angenehm erschöpft und nicht ganz unglücklich, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

 

Fazit: Wir sind begeistert. Eine gut organisierte Tauchsafari, die unsere Erwartungen voll erfüllt hat. Ein professionelles Team, gutes Essen an Bord und ein erstklassiges Tauchgebiet machen Lust auf mehr... vielleicht im nächsten Urlaub?

 

Text:  Stefan Raake

Adressen und Links

Entspannung an Bord der Andaman.

Sea Dragon Dive Center
Telephone: +66 (0)76 420 420
Fax: +66 (0)76 420 418
Postal address: 9/1 Mu 7, T. Khuk Khak, Khao Lak
A. Takua Pa, Phang Nga 82190, Thailand
Website: www.seadragondivecenter.com
Email: info(at)seadragondivecenter.com


Baan Sorraya
Tel. +66 (0)76 420192-4
55 Moo 5 Petchkasem Rd. Khukkhak
Takua Pha Phang Nga, Thailand
Email: baansoraya(at)yahoo.com


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