URLAUB IN FINNLAND: SHOPPEN, KULTUR- UND NIGHTLIFE IN HELSINKI
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Shopping in der Alexanderstraße und im Design-Distrikt
Am Senatsplatz vorbei fahren Straßenbahnen über die von Geschäften gesäumte Aleksanterinkatu. Zum Shoppen bietet sich an ihrem oberen Ende das nicht gerade preiswerte Traditionskaufhaus Stockmann an. Dafür gilt es als Finnlands bekanntestes Kaufhaus und hat einen Charme wie die Kaffeehäuser der alten Welt.
Ebenfalls lohnt ein Blick in die elegante Kämp-Galeria. Doch wer auf finnisches Design, kleine Galerien, junge Mode, Accessoires, Taschen, Möbel und kleine, erlesene Boutiquen steht, ist im Design-Distrikt richtig. Es erstreckt sich rund um die Uudemaankatu. In diesem dynamischen Viertel liegt auch das Design-Museum.
Es bietet eine interessante Sammlung klassischer und moderner Produkte großer finnischer Designer, aktuelle Ausstellungen und sogar Kurse z.B. für Stoffdesign. Das Gebäude von 1894 stammt von dem Architekten Gustaf Nyström.
Was Finnland zeitgenössische Designer gerade hip finden, vom Mousepad bis zur Schreibtischlampe, kann man sich im Shop des Design-Forums ansehen, das ebenfalls Ausstellungen zeigt. Der eignet sich übrigens auch für den Beginn einer langen Nacht, z.B. in der schrägen kleinen Moscow-Bar.
Hier steht noch eine kultige alte Music-Box und man kommt auf Englisch mit Finnen ins Gespräch. Es läuft Rock oder auch schon mal engagierter Sprechgesang des sowjetischen Protest-Barden Vladimir Vysotsky, seinerzeit im Ostblock so bekannt wie Elvis Presley.
Die Bar gehört – wie das etwas größere Corona voller Billiardtische nebenan – dem Filmemacher Aki Kaurismäki und seinem Bruder Mika, denen man mit etwas Glück hier sogar über den Weg laufen kann.
Kultur- und Nightlife in Helsinki
Ein weiteres Zentrum des Nachtlebens und der Kultur konzentriert sich um Helsinkis auffälligen Hauptbahnhof aus Granit und oxidiertem Grün von 1919. Architekt Eliel Saarinen schuf ihn als Symbol für den Übergang von der „Nationalromantik“ zum neusachlichen Stil. Die dramatischen Fackelträger an beiden Seiten des Hauptportals stammen von Emil Wikström.
Kulturinteressierte können sich vom Hauptbahnhof aus entscheiden: Moderne und mediale Kunst zeigt das Kiasma des amerikanischen Architekten Steven Holl, finnische Künstler ab 1700 und auch einige Werke von van Gogh und Gauguin entdeckt man an der anderen Seite im Ateneum am Bahnhofsplatz, der finnischen Nationalgalerie.
Oder man fährt mit der Tram 8 zur alten Kabelfabrik in der Talberginkatu. Sie lädt zu einem Bummel durch Galerien und Künstlerwerkstätten ein und beherbergt das finnische Museum für Fotografie (www.fmp.fi), das Theater-Museum (www.teatterimuseo.fi) sowie das Hotel- und Restaurantmuseum (www.hotellijaravintolamuseo.fi).
Und wer gar nicht so sehr auf Museen steht, kann im Stadtteil Taka-Töölö im Sibelius-Park picknicken: Mit Blick auf die Ostsee und das in der Sonne glänzende Sibelius-Monument, das die Bildhauerin Eila Hiltunen zu Ehren des finnischen Komponisten Jean Sibelius geschweißt hat. Nach ihm ist auch die Sibelius-Akademie benannt, die einzige Musikuniversität der insgesamt 3 Millionen Finnen und neben der Finlandia-Halle ein Forum für hochrangige klassische Konzerte.
Im Grunde genommen lohnt allein das Nachtleben die Reise nach Helsinki. Freitags und Samstags sind zahlreiche Clubs bis 4 Uhr morgens geöffnet, manche auch unter der Woche, z.B. das Lost & Found.
Ein Bier ist nicht unter 5 € zu haben und ein Cocktail kostet mindestens 8 €, aber es geht trotzdem maßlos feucht-fröhlich zu. Live-Rock gibt es ab 21 Uhr im Tavastia und im Semifinal sowie im On the Rocks oder Nosturi.
Das Storyville ist eine teure Top-Adresse für Jazz-Liebhaber, das Lux ein hipper Club für Minimalisten, das Inferno etwas für Heavy Metal-Fans und in der Vinyl Lounge kann man locker Musik hören und auch kaufen.
Wer in der Szene der finnischen Hauptstadt etwas auf sich hält, trifft sich in der Erottaja Bar. Neue Musiktrends entdeckt man im Kuudes linja. Und ganz hoch im Kurs steht bei den Finnen Karaoke. Dessen kann man sich in dem großen Swengi Kaaoke Nightclub vergewissern oder in einer Heavy-Metal-Variante, der Corner Bar.
Oder man ruft ein Karaoke Taxis (für 6 Personen, www.karaoketaxi.fi, Tel. 040 500 6070) und singt seinen Lieblingssong auf dem Weg zum nächsten In-Tipp des Taxifahrers. Und allzu früh wird man auch nicht müde, denn zum Glück wird die Uhr bei der Ankunft in Helsinki eine Stunde vorgestellt.
Anreise
Mit dem Flugzeug: www.flysas.de (Scandinavian Airlines System), www.finnair.com, www.lufthansa.de, Flughafenbus zum Hauptbahnhof ca. 40 Minuten 5 €
Anreise mit SAS Scandinavian Airlines/Blue1 über Kopenhagen mehrmals täglich ab neun deutschen Abflughäfen oder ab Hamburg direkt mit Blue1 nach Helsinki. Tickets für Hin- und Rückflug ab 176 Euro inklusive Steuern, Gebühren und SAS Service-Entgelt bei Buchung unter www.flysas.de, über Kopenhagen nach Stockholm ab 60 € (Stand März 08).
Mit dem Schiff: Tallink Silja Line oder Viking Line
Routen: Rostock-Helsinki, Stockholm-Helsinki, Helsinki-Talinn
Infos
In Deutschland: Finnische Zentrale für Tourismus,
Lessingstr. 5, 60325 Frankfurt, Tel. 069/50070157, www.visitfinland.de
In Helsinki: Fremdenverkehrsamt Helsinki
Pohkoisesplanadi 19, Postfach 28,
FI-00999 Stadt Helsinki
E-Mail: tourist.info@hel.fi
Zimmervermittlung: www.helsinkiexpert.fi
Ermäßigungen: Mit der Helsinki-Card, erhältlich für 1–3 Tage (33, 43, 53 €) bei der Touristeninformation. Sie berechtigt zu einer kostenlosen Stadtrundfahrt im Wert von 25 € und beinhaltet die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, den Eintritt zu über 60 Museen und Ermäßigungen in Läden.
Sightseeing mit der Straßenbahnlinie 3 T: Sie fährt eine Runde von insgesamt 1 Std.. Unterwegs kommt man an Sehenswürdigkeiten wie der Finlandia-Halle, dem Parlament, der Nationaloper und dem Senatsplatz vorbei. Es gibt bei den Verkaufsstellen der Verkehrsbetriebe einen Sightseeingprospekt zur Route der 3 T, mit deutschem Text.
Schiffsrundfahrten ab dem Marktplatz von Helsinki: www.ihalines.fi, www.sunlines.fi, www.royalline.fi
Ausgehen: Im Kallio-Viertel, im Zentrum am Bahnhofsplatz (Straßen Mikonkatu und Ylopistonkatu, Töölö-Viertel
Ateljee-Bar, im OG des Sokos-Hotel, Torni Yrjönkatu 26
Corona, Eerikinkatu, www.andorra.fi plus Café Moskva, plus Dubrovnik Lounge & Lobby (Kellerbar für Life-Gigs): gehören alle drei dem Filmemacher Aki Kaurismäki und seinem Bruder Mika.
Lost & Found Hideaway Bar, Annankatu 6, www.lostandfound.fi, tgl. 2




