URLAUB IN SPANIEN - URLAUB IN ANDALUSIEN: SEVILLA
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Urlaub in Sevilla - das traditionelle Spanien trifft auf Tausend und eine Nacht
Flamenco, Stierkampf und orientalische Architektur - dafür steht die spanische Stadt Sevilla. Die bekannteste Stadt Andalusiens liegt am Fluss Guadalquivir, der historischen Lebensader der Region. Mit ihren insgesamt 700.000 Einwohnern ist Sevilla die viertgrößte Stadt Spaniens. Merkmal Sevillas - wie auch vieler anderer Städte in Spaniens Süden - sind die engen Gässchen. Sie führen vorbei an teils unscheinbar wirkenden Stadthäusern. Schaut man jedoch in ihre Innenhöfe, fällt der Blick häufig auf wunderschöne Mosaikkunst, die oftmals ihren Höhenpunkt in einem kleinen zentralen Brunnen findet. Auch dies ist Erbe der arabischen Vergangenheit.
Und gerade in einem solch historisch anmutenden Viertel liegt das erste Flamenco-Museum der Welt und damit ein Wahrzeichen spanischer Tradition. Gegründet wurde das Museum von Cristina Hoyos, der weltbekannten Flamenco-Tänzerin und Choreographin, die zudem die künstlerische Leitung des Hauses übernommen hat. Doch hier kann man nicht nur auf den Spuren des Flamencos wandeln, sondern ihn auch hautnah in den angebotenen Tanzworkshops miterleben.
Urlaub & Kultur: Die größte gotische Kathedrale der Welt
Lediglich wenige Gehminuten vom Museum entfernt und ebenfalls im Zentrum Sevillas steht die große Kathedrale. Die gotische Kathedrale wurde an der Stelle der islamischen Moschee errichtet. Übrig blieb nur das Minarett bzw. die Giralda, die in 97 Metern Höhe einen wunderschönen Blick über die Stadt freigibt.
Die Kathedrale von Sevilla ist nach dem Petersdom und der St. Paul´s Cathedral die größte Kathedrale der Welt. Insgesamt verfügt die Kirche über 45 Kapellen bzw. Altäre.
Sevilla und seine außergewöhnliche Architektur
Der Platz vor der Kathedrale wird meist von zahlreichen Pferdekutschen belebt. Auch sie sind Wahrzeichen der Stadt. Und so wird Sevilla alle Jahre zur "Ferio de Abril" - einem Volksfest im April, das ca.zwei Wochen nach Ostern stattfindet - von etwa 1400 Kutschen bevölkert.
Auf Pferde und Kutschen trifft man auch auf dem spanischen Platz. Er beherbergt den spanischen Pavillon, der eigens zur Ibero-Amerikanischen Ausstellung im Jahre 1929 erbaut wurde. Dieser Ort ist zudem ein sehr gutes Zeichen für den spanischen Regionalismus, da typisch traditionelle Schmuckelemente in die modernen Bauten integriert wurden. Die angebrachten Kachelmuster stellen jeweils die spanischen Provinzen dar. Heute sind hier einige Verwaltungsgebäude untergebracht.
Der Sitz der spanische Könige - die Real Alcázar
Ein weiterer sehr repräsentativer Ort, der im Sevilla-Urlaub auf gar keinen Fall verpasst werden sollte, ist die Real Alcázar. Ursprünglich der Palast der Almohaden, der arabischen Herrscher in Spanien, ließ König Peter I die Anlage ab 1364 zur Residenz der spanischen Könige umbauen. Und das ist sie bis heute, so dass die Anlage den Besuchern verschlossen bleibt, wenn der spanische König in Sevilla weilt.
Stark geprägt wurde der Palast architektonisch vom so genannten Mudéjar-Stil, der zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert entstand. Hierunter versteht man die Verbindung aus maurischem Stil mit christlichen Dekorationselementen. Die arabischen Wurzeln sind überall so gegenwärtig, dass der Besucher durch die zahlreichen Patios, Hallen und Gärten schlendert und sich fühlt wie in tausend und einer Nacht.
Das traditionelle Spanien
Aber natürlich gibt es in Sevilla auch einige wenige Orte, die so rein gar nichts mit der arabischen Vergangenheit zu tun haben. Als bestes Beispiel wäre hier das Stierkampfmuseum zu nennen. Neben einer Ausstellung über die Geschichte des Stierkampfes beherbergt der Ort auch eine Stierkampfarena, die Platz für 14 000 Zuschauer bietet. Besonders während der K-Woche und der Feria herrscht hier reger Betrieb.
Das Viertel Triana - Keramik, Flamenco und Co.
Viele der Stierkämpfer stammen aus dem Viertel Triana, das auf der anderen Seite des Flusses liegt. Triana wird zudem als Zentrum von Kunsthandwerk und Flamenco gehandelt. Neben den zahlreichen Läden, die traditionelle Keramik verkaufen, beherbergt das Viertel auch einen der insgesamt drei Gitarrenbauer in Sevilla, der die klassische Flamencogitarre herstellt.
Urlaub in der Natur - das Umland von Sevilla
Neben dem Stadtzentrum, sollte aber auch das Umland Sevillas nicht außer Acht gelassen werden. Hier gibt es zahlreiche sehr schön gelegene Güter, die teilweise zu Landhotels umgebaut wurden. Abgesehen von Kampfstierzucht, setzen einige Betriebe mittlerweile auf biologische Landwirtschaft.
Ragah Kamel
Weitere Informationen: Turespana Düsseldorf, Grafenberger Allee 100, 40237 Düsseldorf, Tel.: (0211) 680 39 8, Fax: (0211) 680 39 85/6, Homepage: www.Spain.info








