SÜDKOREA - URLAUB IN SEOUL
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Seoul - Urlaub in Südkoreas Metropole
Die meisten Reisen nach Südkorea beginnen in der Hauptstadt Seoul. Seoul präsentiert sich dem Besucher als ostasiatische Metropole, in der modernes und traditionelles (meist) harmonisch koexistieren. Die Stadt ist ein modernes Finanzzentrum mit 600jähriger bewegter Geschichte, deren Zeugnisse das Stadtbild bis heute mitprägen.
Stadtbesichtigungen schließen stets die Königspaläste ein, die in großzügig angelegten Parks liegen und Zeugnis von der Pracht und Kultur der konfuzianischen Herrscher ablegen.
Oft sind sie dicht umzingelt von modernen Hochhäusern. Der Kyongbok-Palast, der Palast des glänzenden Glücks, wurde 1592 während der japanischen Invasion abgebrannt und erst im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut. Auf dem Palastgelände befindet sich unter anderem ein inmitten eines Lotusteiches gelegener Pavillon. Besonders gut erhalten ist der Changdeok-Palast, der seit dem 17. Jahrhundert vom Königshaus für festliche Anlässe genutzt wurde. Fremdenführer leiten die die Besucher in die kunstvoll gearbeiteten Holzgebäude.
Das Haupttor des Palastes gilt als das älteste der Stadt. Neben dem Palast befindet sich ein "Geheimer Garten" mit Teichen und Pavillons. Im Toksu-Palast schließlich, der ehemaligen Königsresidenz, ist heute das Museum für Moderne Kunst eingerichtet. Eine Gedenkstätte an den Kampf gegen die japanische Herrschaft ist der nach einer älteren Pagode benannte Pagoda-Park.
Auf dem Namsam-Berg steht der 1975 fertiggestellte Fernsehturm, der ein wichtiger Orientierungspunkt ist und dessen Aussichtsplattform einen wunderbare Blick auf Seoul ermöglicht. Unweit des südlichen Stadttores Namdaemun, das als bedeutenstes historisches Bauwerk der Landes angesehen wird, liegt der gleichnamige Markt. Hier taucht man in die asiatische Lebenswelt ein und kann gleichzeitig recht preiswert einkaufen - zum Beispiel alle Variationen des „Allheilmittels“ Ginseng.
Ausflugsmöglichkeiten von Seoul aus
Etwa 50 Kilometer von Seoul entfernt liegt das Volkskundedorf Suwon, in dem das Leben vergangener Jahrhunderte „konserviert“ wird. Handwerker (Schmiede, Töpfer, Weber etc.) die in althergebrachter Art in traditionellen Trachten arbeiten, bieten eine plastischen Eindruck vom alten Korea.
Wer sich für die aktuelle Geschichte des Landes interessiert, sollte von Seoul aus an einem Ausflug an die abgeschottete Grenze (entmilitarisierte Zone) zum sozialistischen Nordkorea teilnehmen. Man kann einen Blick auf den Norden werfen und das Odusan Wiedervereinigungsmuseum besuchen.
Der kulturhistorische Höhepunkt jeder Südkorea-Reise ist Kyongju, bekannt als „Museum ohne Mauern“ und von der UNESCO als eine der zehn wichtigsten historischen Städte der Welt ausgewiesen. Kyongyi war die Hauptstadt der Shilla-Dynastie (7.- 10 Jahrhundert), die als Blütezeit Koreas gilt, und sechst größte Stadt der Welt.
Der Besucher der an der Südwestküste Südkoreas gelegenen Stadt findet Tempel, Königsgräber, beeindruckende Monumente und eines der ältesten Observatorien Asiens.
In einer Zweigstelle des Nationalmuseums sind unzählige Exponate aus der Shilla-Epoche ausgestellt, unter anderem goldene Kronen aus den Königsgräbern. Außerhalb der Stadt Kyongyi steht der Pulguksa-Tempel, eine der wichtigsten buddhistischen Stätten Koreas.
Die steinernden Fundamente des Holzgebäudes und einige Pagoden stammen aus dem 8. Jahrhundert. Ganz in der Nähe befindet sich die Sokkuram-Höhle mit ihrem riesigen Buddha aus Granit. Der Onung, ein Komplex aus fünf Grabmalen, soll das Grabmal des ersten Shilla-Königs, seiner Gemahlin und dreier späterer Könige sein.

