REISEBERICHTE AUS ALLER WELT - SEMANA SANTA IN MÁLAGA

Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Costa del Sol 

Gründonnerstag: Parade der Spanischen Legion, der Höhepunkt der Semana Santa in Málaga

Cristo de la Buena Muerte - Christus des schönen Todes

Cristo de la Buena Muerte (Christus des schönen Todes). Fotos: Hans-Joachim Franzen

Bei strahlendem Himmel besuchten wir zunächst das Museum „Cofradiá de la Esperanza“ (Calle Hileras ). Hier konnte wir in Ruhe verschiedene Tronos und viele Exponate rund um das Thema Semana Santa bewundern und von allen Seiten fotografieren.

Danach begaben wir uns zu unseren Plätzen vor der Kirche Iglesia de Santo Domingo. Hier wird jedes Jahr eine Militärparade von der Spanischen Legion abgehalten und Cristo de la Buena Muerte (Christus des schönen Todes) vom Hafen kommend dem Publikum präsentiert.

Viele tausend Zuschauer warteten geduldig auf den Beginn der Veranstaltung, unter Ihnen auch zahlreiche junge Leute, wiederum ein Zeichen, dass die Semana Santa von Jung und Alt als spannendes Event empfunden wird. Für uns Deutsche ungewöhnlich: die Bevölkerung hat keinerlei Berührungsängste gegenüber dem Militär. Ich muss zugeben, es ist ein riesiger Unterschied, ob man einem Schützenzug oder einem anderen Umzug zuschaut, oder ob eine echte Eliteeinheit aufmarschiert. Meine Gefühle und Gedanken während der Militärparade der Spanischen Legion waren doch gemischt, aber es hat mich beeindruckt.

 

Zuschauer während der Parade

Zuschauer während der Parade

Militärs und Prominenz nahmen gegenüber von uns Aufstellung.

Schließlich war es soweit. Musik ertönte und die Soldaten marschierten auf. Höhepunkt ist die Präsentation von Cristo de la Buena Muerte mit entsprechender musikalischer und gesanglicher Begleitung und der nachfolgende Ausmarsch der Soldaten.

Die eigentliche Prozession der Bruderschaft Mena mit den Soldaten der Spanischen Legion beginnt allerdings erst gegen 20.00 Uhr. Dann wird Cristo de la Buena Muerte erneut aus der Kirche Iglesia de Santo Domingo getragen und etwa sechs Stunden lang in der Stadt präsentiert.

Solange wollten wir nicht warten und so machten wir uns auf zum Mittagessen im Restaurant Strachan in der Calle Strachan im Herzen der Altstadt. Das Essen war hervorragend. Es gab verschiedene leckere Salate und als Hauptgericht Schwertfischsteak oder Fleischspieß. (Nicht wie an den anderen Tagen hauptsächlich Oliven, fritierte Gemüse Sardinen, Minirotbarben, Krabben und Muscheln). Auch der Service war tadellos: flink und freundlich.

 

Die Spanische Legion ist angetreten

Die Spanische Legion ist angetreten

So gestärkt liefen wir zurück ins Hotel, machten uns ein wenig frisch und waren so bereit uns wieder ins Gewühl zu stürzen, schließlich gilt der Gründonnerstag als der Tag mit den meisten Besuchern. Diese Einschätzung konnten wir nur zustimmen. Sobald wir über die Brücke Puente de la Aurora kamen, wurde es sehr eng. Schließlich wollten wir weiter mitten hinein in die Altstadt.

Da unsere übliche Strecke, die Treppe bei der Tribuna Pobres, beim besten Willen nicht mehr passierbar war, versuchten wir über Seitenstraßen ans Ziel zu gelangen.

Es war nicht leicht, teilweise kamen wir gar nicht voran, was kein Wunder war.

Die Straßen sind gesperrt, ein spontanes Überqueren ist nicht möglich. Nur wenn die Prozession stoppt werden die Passanten von den Ordnern auf die gegenüberliegende Straßenseite gelassen.

So sehen die Schleusen zum Kanalisieren der Menschenmassen aus

Freitag früh: Die "Schleusen" zum Kanalisieren der Massen

Um dies zu vereinfachen werden an neuralgischen Punkten stabile Durchlässe aus Stahl aufgestellt, die jeweils nur in einer Richtung benutzt werden dürfen. So wird das Gedränge einigermaßen kanalisiert, aber Wartezeiten sind trotzdem unvermeidlich.

Auch wir kamen nur sehr schleppend voran, aber das war nicht weiter nervig, es gab schließlich mehr als genug zu sehen und auch die Ohren waren gefordert, um Musik- und Wortfetzen aus der allgemeinen Geräuschkulisse herauszufiltern. Irgendwann waren wir aber dann doch an unserem Ziel dem Gebäude des Costa del Sol Tourist Board unweit der Kathedrale. Von der Terrasse im vierten Stock aus hatten wir einen guten Blick über die Stadt. Hier konnten wir uns auch mit Tapas und einem Glas Wein stärken. Einen besseren Blick auf die Prozessionen hatten wir allerdings von den Balkons in der ersten Etage.

 

Antonio Banderas bei der Gründonnerstagparade

Antonio Banderas bei der Gründonnerstagparade

Im Gegensatz zu den anderen Tagen hatten wir von hier aus einen weiten Blick in beide Richtungen. Besonders beeindruckend war der Augenblick als die Hombres de Trono mit ihrer schweren Last schaukelnden Schrittes auf die Straße vor uns einschwenkten. Dies unfallfrei zu koordinieren ist sicherlich nicht leicht.

Die Eindrücke der letzten Tage machten uns mit der Zeit doch ein wenig müde und nach und nach verließen alle den gastlichen Ort, um langsam in Richtung Hotel zu schlendern. Die Straßen waren inzwischen etwas leerer, so dass es diesmal kein Gedränge gab.

Am nächsten Morgen machte ich in der Früh noch einige Fotos vom weitgehend menschenleeren Málaga. Gegen 10.00 Uhr holte uns schließlich ein Bus ab, der uns dann zum Flughafen brachte. Die Tage werden unvergesslich bleiben und wenn in der nächsten Osterwoche günstige Flüge zu buchen sind, dann starten wir wieder in Richtung Andalusien. Wir wissen ja jetzt was uns erwartet.

 

Hombres de Trono

Hombres de Trono

Blick in die Berge
Blick in die Berge
Die Burg und das Amphitheater
Die Burg und das Amphitheater

Links

Restaurant La Cepa in Málaga: www.mesonlacepa.com

Strachan Bar Restaurante: www.strachan.es

Informationen über Málaga und die Costa del Sol bei www.visitcostadelsol.com/ale oder bei

www.spain.info/de


ANZEIGE
ANZEIGE
 
© 2011 Travelimpulse GmbH    Sitemap | Impressum | AGBs der Urlaub-im-web.de |  AGBs unserer Reiseveranstalter