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Comino: Autofreie Insel lädt zum Wandern ein
Comino ist eine kleine, eher karge Insel zwischen Malta und Gozo. Ihr Name steht für "Kümmel" und tatsächlich ist dieses Gewürz eine der wenigen Pflanzen, die auf Comino wachsen.
Menschliche Besiedlung muß es schon im dritten vorchristlichen Jahrhundert hier gegeben haben, denn aus dieser Zeit stammt eine zusammen mit einem menschlichen Skelett gefundene Amphore. In den folgenden Jahrhunderten dienten die ruhigen Buchten an der Küste Cominos manchen Schiff, häufig auch von Piraten gesteuert, als Schutz vor rauher See.
Auch als Massengefängnis diente die Insel schon. Nach dem Sieg über die Armada Napoleons ließ der Engländer Lord Nelson über 2000 Kriegsgefangene auf dem Eiland schmoren, bevor sie schließlich doch in ihre Heimat zurückkehren durften.
Noch heute steht auf Comino ein von den Engländern während des ersten Weltkriegs erbautes Hospital. In ihm wurden schwer verletzte Soldaten gepflegt, aber auch solche Soladten isoliert, von den man glaubte, sie hätten sich mit einer Seuche infiziert.
Auf Comino gibt es nur eine Handvoll gemeldeter Einwohner. Die beiden Hotels sind lediglich in den Sommermonaten geöffnet. Und zu besichtigen gibt es neben einer Kapelle nur einen vom Großmeister der Ritter Alof de Wignacourt 1618 erbauten Wachturm.
Gleichwohl lohnt sich der Besuch. Auf der autofreien Insel läßt sich schön wandern. Auch gibt es sehr schöne Bade- und Tauchmöglichkeiten rund um das kleine Eiland.
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