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Segovia - die romanische Metropole Europas

Spanferkel - Spezialität in Segovia

Spanferkel - Spezialität in Segovia Fotos: Berit Böhme.

Segovia liegt rund 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. Dank der zahlreichen Baudenkmäler heimste die Stadt 1985 den Weltkulturerbe-Titel ein. Segovia verfügt über die meisten romanischen Bauwerke in ganz Europa und glänzt mit einem Aquädukt.

Segovias römisches Aquädukt ist das besterhaltene der Welt. Es ist 15 Kilometer lang, bis zu 29 Meter hoch und beförderte einst 30 Liter Wasser pro Sekunde aus den Bergen in die Stadt. Der letzte Kilometer ist noch betriebsbereit und wird zuweilen zu Schauzwecken bewässert.

Mesón de Cándido

Aquädukt

Segovia - Aquädukt.

 Gleich neben der historischen Wasserleitung steht das Mesón de Cándido. Das Restaurant öffnete im 18. Jahrhundert und ist bekannt für seine traditionelle Küche. Das Leibgericht der Segovianer ist Spanferkel mit Bohnen. Um die Zartheit eines gerösteten Ferkels zu beweisen, durchtrennen die Küchenchefs das Fleisch gerne vor den Augen der Gäste mit einem Teller. Unter der krossen Spanferkelhaut verbirgt sich zartes, fast wie Geflügel schmeckendes Fleisch. Die von Kirchen, Klöstern und Adelshäusern gesäumten Altstadtgassen wirken wie ein Freilichtmuseum. Wer mit Muse umher schlendert, entdeckt an den Portalen und Kapitellen wertvolle Steinmetzarbeiten. Segovias Alcázar könnte als Kulisse für einen Mantel- und Degenfilm herhalten. Die auf die Mauren zurückgehende Burg reckt sich strategisch günstig auf einem Felsen, Rundtürmchen und Zinnen prägen ihre Fassade.

Das kastilische Versailles

Segovia

Segovia.

Fünf Kilometer südöstlich von Segovia liegt La Granja de San Ildefonso, das „kastilische Versailles“. Auf Geheiß Philpps V. wurde der Palast ab 1720 im französisch-italienischem Stil erbaut. Philipp war der erste Bourbone auf dem spanischen Thron und in Versailles aufgewachsen. La Granja sollte seine Sehnsucht nach Frankreich stillen. La Granja blieb bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Sommerpalast der Königsfamilie. Im Innern lohnt nur das Nationale Teppichmuseum einen Besuch. Zwischen den Rabatten und Skulpturen des Parks finden sich zahlreiche Wasserspiele. Die Fontänen und Kaskaden laufen jedoch nur vereinzelt, um Trinkwasser zu sparen. Lediglich an drei Feiertagen im Jahr sprudeln und plätschern alle Wasserspiele: am 30. Mai, 25. Juli und 25. August.

Anreise

Segovia liegt eine gute Autostunde von Madrid entfernt. Segovia ist von Madrid aus auch schnell und preiswert per Bahn oder Bus zu erreichen. Zwischen Segovia und La Granja pendeln mehrmals täglich Linienbusse. Mehr Informationen auf www.turismodesegovia.com.

 

Autorin: Berit Böhme


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