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Seekrankheit – der verschaukelte Magen
Wind kommt auf, die Wellen tragen Schaumkronen. Plötzlich Kopfschmerz, Schwindelgefühl...
Der Druck in der Magengegend verstärkt sich mehr und mehr, das Gesicht verfärbt sich grünlich.
Dann ist es soweit: Fische füttern! Lieber sterben..
Wie kommt es zu diesem elenden Zustand, in dem man sterben möchte? Warum verschlimmert er sich, wenn man ruhesuchend im Bett liegt?
Im Gehirn treffen widersprüchliche Informationen ein. Die Augen melden eine relative Ruhe, aber der Gleichgewichtssinn meldet genau das Gegenteil. Stress! Der Körper schüttet Adrenalin aus.
Das Ergebnis: Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Angstgefühl sowie Teilnahmslosigkeit.
Gibt es Abhilfe?
Es gibt eine Reihe von vorbeugenden Maßnahmen und Behandlungen.
Dazu gehört ein stressfreier Reiseantritt. Auch beim Essen und Trinken ist eine Zurückhaltung empfohlen.
So sollte man fettarm essen, den Magen nicht überfüllen, Kaffee und Alkohol meiden.
Ein Aufenthalt an frischer Luft wirkt Wunder, da so auch Essensgerüche und andere „Düfte“ vermieden werden.
Lesen sollte man tunlichst unterlassen, sondern besser ist ein Blick in die Ferne.
Denken Sie an etwas Nettes und nicht an Ihren augenblicklichen Zustand. Denn Angst fördert die Hormonausschüttung, was wiederum zu Übelkeit führt. Und halten Sie sich in der Mitte des Schiffs auf, da es dort am wenigsten schaukelt.
Versuchen Sie es mit Akupressur-Armbändern. Bei manchen Passagieren helfen sie, andere verweisen die Wirkung ins Reich der Legenden, sprich Placebo-Effekt. Aber wenn´s denn hilft!
Dann gibt es noch eine Reihe von Medikamenten.
Die Einnahme ist aber sehr umstritten, da die Nebenwirkungen nicht unerheblich sind. Sie sind schon vor den ersten Anzeichen einer Seekrankheit einzunehmen und halten in der Wirkung mehrere Stunden an.
Fragen Sie also Ihren Arzt, er wird Sie gerne beraten.
Text: md
