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3. Tag: Genussvolle Bergwandertour
Das tolle Wetter wollen wir heute zu einer Bergwanderung nutzen, doch unser Teenager streikt: „Da hab‘ ich keinen Bock zu – so ein Bergaufkraxeln ist einfach nur doof“. Also ist’s nichts mit unserer geplanten knackigen Bergtour und nur mit Mühe können wir sie zu einer Fahrt mit der Bergbahn und anschließendem Spaziergang in der Höhe überreden.
Wir wählen die Bergbahn zur Rosshütte und erreichen die Talstation direkt neben der Bundesstraße. Die kurze Bergfahrt ist ein Genuss und bringt uns immer höher hinauf in eine imposante Berglandschaft. Auf der Rosshütte findet sich für jeden Geschmack etwas – im wahrsten Sinne des Wortes. Von der herzhaften Brettljause in einer urigen Almhütte bis zur ausgefallenen kulinarischen Kreation in modernem Ambiente, die Auswahl ist reichlich und erfüllt nahezu jeden Herzenswunsch. Insgesamt sechs Einkehrmöglichkeiten im Nahbereich der Bergbahnen laden uns ein.
Da wir im Hotel Alpenpark schon mit der Gourmetküche verwöhnt werden, wählen wir hier die Brettljause mit handfesten alpenländischen Vesperspezialitäten. Danach machen wir es uns in 1.760 m Höhe in einem Liegestuhl bequem, der kostenlos ausgegeben wird und können uns an dem prächtigen Ausblick auf die Berggipfel kaum satt sehen.
Jetzt wird es aber Zeit, die Wandermöglichkeiten in der Höhe zu erkunden. Wir nehmen die Gondel der Seefelder Jochbahn bis zum Seefelder Joch. Hier, in 2.064 m Höhe, starten wir den Panorama-Höhenweg bis zur Seefelder Spitze mit ihren 2.200 m Höhe. Dies sind zwar nur über 100 m Höhenunterschied, aber das ständige Ansteigen und die prächtige Aussicht lassen uns dem Ziel nur sehr langsam näher kommen. Doch schliesslich haben wir die Spitze erreicht und sind schon etwas stolz darauf. Da wir aber bei der Rosskopfhütte so viel Zeit verbummelt haben, müssen wir uns auf den Rückweg machen und erreichen nach insgesamt drei Stunden gemütlicher Wanderung wieder die Bergstation für die Rückfahrt.
Für geübte Wanderer gibt’s natürlich auch Aufregenderes zu bewältigen: den Höhenweg zur Nördlinger Hütte mit circa drei Stunden Gehzeit.
Der Schwierigkeitsgrad „mittelschwer“. Ganz Ambitionierte können drei Gipfel nacheinander machen: Vom Seefelder Joch über die Reither Spitze bis zur Nördlinger Hütte. Die Gehzeit beträgt mehr als drei Stunden – gute Bergschuhe und Trittsicherheit sind unbedingt erforderlich, Schwierigkeitsgrad „schwer“.
Uns genügt aber unser Bergspaziergang und wir nehmen wieder die Bahn nach unten. Im Hotel angekommen, lädt uns die Wellnessabteilung unseres Hotels zu einem entspannten Ausklang ein, bevor uns die First-Class-Gastronomie zu Tisch ruft.
4. Tag: Radtour zur Friedensglocke in Mösern
Mit dem Rad ist’s zwar anstrengend, aber die 13 Kilometer schaffen wir!Die berühmte Friedensglocke in Mösern erinnert an Frieden und gute Nachbarschaft und ist ein Denkmal für 25 Jahre grenzüberschreitende Zusammenarbeit der „ARGE-ALP“-Länder. Sie steht frei in einer beeindruckenden Alpenlandschaft und ist mit ihren 2,51 m Höhe die größte Glocke Tirols. Sie erklingt täglich um 17 Uhr und ist weithin zu hören.
Mösern hat sich seit den 50-er Jahren zu einem netten Tourismusort entwickelt und wird wegen seiner exponierten, sonnigen Lage auch liebevoll als „Schwalbennest Tirols“ bezeichnet. Der wohl berühmteste Besucher war Albrecht Dürer, der auf der Durchreise nach Italien ein Selbstbildnis mit diesem Hintergrund anfertigte, das heute im Prado in Madrid hängt. Doch da selbst das fantastischste Alpenpanorama nicht sättigt, kehren wir im Ortsteil Buchen im „Ropferstub’m“ ein, ein uriges Gasthaus, bei dem sich auch ein Bauernmuseum befindet.
Eine kleine, aber sehr feine Wander-Runde ist die Tour um den Möserer See. Dieser liegt auf 1.292 m Höhe und ist bis zu 11 m tief. Der idyllische Waldsee zählt zu den wärmsten Badeseen in Tirol und obwohl er sich im Naturschutzgebiet befindet, darf dort gebadet werden. Wir starten den Rundgang in der Nähe des Wirtshauses am See. Im Flachwasser am Ostufer bemerken wir ein ganzes Feld von geschütztem Fieberklee und in der Nähe des Westufers entdecken wir prächtige Alpenrosen. Auf den Inseln im See stehen Bäume und das Wasser zwischen dem Schwimmrasen schimmert geheimnisvoll smaragdgrün. Der Waldweg wird ganz schmal und führt nahe am Ufer entlang. Auf ein erfrischendes Bad verzichten wir, da wir keine Badesachen dabei haben und begeben uns auf den Rückweg.
Nach diesem anstrengenden Tag kommt uns das Wellness-Angebot im Hotel sehr entgegen und wir entspannen herrlich, bis es wieder zur leckeren Stärkung ins Restaurant geht.
Kutschfahrt und eine kleine Radtour rund um Seefeld...




