URLAUB AUF DER SCHWÄBISCHEN ALP
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Abenteuer Geologie in der Schwäbischen Alb - tiefe Einblicke ins Innere eines Höhenzugs
Baden-Württemberg wird von West nach Ost von einer markanten Landschaftslinie durchzogen: der Schwäbischen Alb. Entlang des Mittelgebirges zeugen zahlreiche Naturwunder von seiner turbulenten Entstehungsgeschichte. Ehemals ein Meer, hat sich die Schwäbische Alb im Laufe ihres geologischen Werdegangs zu einem Höhenzug erhoben.
Das Wasser hat in der größten Karstlandschaft Mitteleuropas seine Handschrift sichtbar hinterlassen. Die Meeresüberbleibsel und das unterirdische Höhlensystem, das die gesamte Alb durchsetzt, ist heute eine ideale Fundgrube für Berufs- und Hobbygeologen. Abenteuerliche Höhlentouren, Museen mit Versteinerungen von Urzeittieren, eigene Funde im Jurakalk,... - auch die (Noch-)Nicht-Geologen werden begeistert sein, wenn sie Ammoniten finden oder das Skelett eines ausgestorbenen Bären in einer Tropfsteinhöhle vor ihnen auftaucht.
In Steinbrüchen, geologischen Aufschlüssen und Höhlen kann man auf einfache Weise ein paar Tage in die Welt der Urgeschichte eintauchen.
Auf eine Reise ins Erdinnere begibt man sich in den Höhlen der Alb. So sind von etwa 3.000 dort existierenden Höhlen ein gutes Dutzend zu beleuchteten Schauhöhlen ausgebaut worden. Anfang des 19. Jahrhunderts erwachte das Interesse an den bizarren unterirdischen Räumen.
In einigen Höhlen wurden Knochen und Zähne von mittlerweile ausgestorbenen Tieren und sogar Geräte und Waffen steinzeitlicher Jäger gefunden. In der "Bärenhöhle" kann ein vollständiges Riesenbärenskelett bestaunt werden.
Aber auch die Höhlen selbst sind wahre Schatzkammern. Baden-Württemberg hat unter der Erde einiges zu bieten: die unterirdischen Wasserläufe und der prächtige Tropfsteinschmuck, die so genannten Stalakmiten, Stalaktiten und Stalakmaten, die die faszinierenden Kalkformationen bilden.
In der Phantasie wähnt sich der Besucher in einer verwunschenen Drachenhöhle, mancher fühlt sich wie in einem "Schloss der Feen". Die Giengener Charlottenhöhle zum Beispiel ist auf 460 Metern begehbar, die Erdmannshöhle in Dinkelberg sogar auf 560 Metern, und in der Wimsener Höhle bei Zwiefalten, Deutschlands einziger befahrbarer Wasserhöhle, wird eine 70 Meter lange Wasserstrecke in einem Kahn zurückgelegt.
Wer die Lebewesen, die sich einst im "Meer" Schwäbische Alb tummelten, erkunden will - im Urwelt-Museum Hauff in Holzmaden werden die eindrucksvollsten Funde der letzten Jahrzehnte ausgestellt. Die Ichthyosaurier, im Wasser lebende Reptilien, die Plesiosaurier, mit ihrem gedrungenen Rumpf, einem schlangenartigen Hals und vier gleich großen Flossen, die krokodilähnlichen Steneosaurier, Fische, Ammoniten, Seelilien und Muscheln zeugen von vergangenen Zeiten, als die Alb noch unter dem Meeresspiegel lag.
Für erwachsene Hobbygeologen und abenteuerlustige Kinder lohnt sich eine "Fossilienjagd" in freigegebenen Steinbrüchen. In den Brüchen Kromer und Gonser bei Holzmaden oder im Bruch Braunenberg bei Aalen kann gegen Gebühr nach Lust und Laune gesammelt und geklopft werden. Mit Hammer und Meisel bewaffnet, lassen sich vorsichtig die Versteinerungen ausgestorbener Tiere aus dem Kalk herausarbeiten. Kleinere Fundstücke dürfen als Andenken mit nach Hause genommen werden.
Wer sich erst einmal thematisch „einwandern“ will, kann sich auf einem der zahlreichen geologischen Lehrpfade das nötige Hintergrundwissen holen. Der Bergbaupfad in Aalen-Wasseralfingen führt direkt zum dortigen Schaubergwerk „Tiefer Stollen“, das den wirtschaftlichen Nutzen aufzeigt, den die Menschen aus den Gesteinsvorkommen im Erdinnern gezogen haben.
Der wohl interessanteste geologische Lehrpfad der Schwäbischen Alb beginnt westlich der Stadt Schwäbisch Gmünd im Hölltal und erschließt vom Keuper über den Schwarzen und Braunen Jura bis zum Weißen Jura fast das gesamte Schwäbische Schichtstufenland. Um den ganzen Pfad bis zum Hohenrechberg abzulaufen, müssen über 370 Höhenmeter bewältigt werden.
Nach dieser Anstrengung finden die Wissensdurstigen in der Burgruine oder im Gasthaus einen Ausgleich in Form von Getränken und einem deftigen schwäbischen Vesper.
Ansprechpartner:
Tourismus-Verband Baden-Württemberg
Tel.: 0711/23 85 8-0
Fax: 0711/23 85 899
Mail: info(at)tourismus-baden-wuerttemberg.de




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