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Urlaub auf Sardinien - die typisch sardische Küche und ihre Ursprünge

So kann das Etikett einer Flasche Mirto aussehen

So kann das Etikett einer Flasche Mirto aussehen

(VH). Neben Nudeln, die natürlich auch auf Sardinien zum festen Bestandteil der Küche gehören, gibt es auf der Insel viele typische Spezialitäten, die der Tradition der Hirten, Bauern und Fischern entspringen. Alltags verdrängen zwar die vom Festland kommenden Spaghetti die wie kleine Meeresschnecken aussehenden sardischen Malloreddus, aber besonders bei Feiern und großen Banketten bestimmen einheimische Produkte das Essen.


Außerordentlich beliebt ist gerade bei unter freiem Himmel abgehaltenen Festen das Spanferkel. Die Zubereitung ist sehr aufwendig, besonders wenn das Porceddu in der Grube zubereitet wird. Hierzu wird in einem Loch in der Erde ein riesiges Feuer abgebrannt, in dessen Glut das Tier anschließend gart. Seltener werden auch Ochse, Lamm oder Ziege auf diese Weise zubereitet. Zusätzlich werden noch Wacholder-, Myrten- oder Rosmarinzweige in die Grube gelegt. Die eigentliche Würze sind jedoch die Kräuter, die das Tier gefressen hat.

Da auf Sardinien sogar die Schweine frei weiden, schmeckt die Salsiccia, eine frisch oder auch luftgetrocknete Salami, besonders würzig und lecker.
Der Duft der kargen, kräuterreichen Weiden steckt ebenfalls in dem meist vom Schaf stammenden sardischen Käse. Den Pecorino findet man in allen Variationen von superreif, also piccante oder stagionato, bis zu dem frischen dolce sardo oder aber als süßen Ricotta, einem quarkähnlichen Frischkäse. Der klassische fiore sardo ist ein fester Schafskäse, der mindestens sechs Monate lagert und ausschließlich als Reibekäse dient. Alte Sarden machen daraus Pecorino mit Käsemaden, der auch wirklich so angeboten wird. Die Maden sorgen dafür, dass der Käse wieder kaubar wird.


Eine Nuraghe auf dem Etikett eines Pecorino

Eine Nuraghe auf dem Etikett eines Pecorino

Ebenso gut und gesund wie auch unverzichtbar für die sardische Küche ist das auf der Insel hergestellte Olivenöl. Es handelt sich hierbei um kaltgepresstes Olivenöl, das olio extra vergine, das die Ursprünglichkeit der sardischen Küche unterstreicht.

 

 

Aus dem Rogen der Meeräsche, einem um Sardinien herum häufig vorkommenden Fisch, wird Bottarga, eine Art Kaviar, gewonnen. Gesalzen und an der Luft getrocknet, verleiht er den damit zubereiteten Speisen einen ganz besonderen Geschmack und wurde schon sehr früh zu einer edlen Tauschware. In der regionalen Küche Sardiniens lässt sich aus der Bottarga eine Menge machen. Sie findet von den Vorspeisen bis hin zur Pasta, aber auch als feine Scheibchen auf Weißbrot mit Butter vielfach Verwendung.

 

Die Göttin der Liebe schenkte den Sarden die Myrte, aus der die Hirten einen roten und einen weißen Liebestrank brannten. Der Mirto ist ein köstlicher, aromatischer Kräuterlikör, den man nach dem Essen genießt. Weiß ist er, wenn er aus den Blättern der Myrte gemacht und rot, wenn er aus Beeren hergestellt wird.

 

 

Weinbau wird vor allem in der sanft hügeligen Campidano-Ebene zwischen Cagliari und Oristano und um Alghero herum betrieben. Sardischer Wein ist ein echter Genuss. Er ist wohlschmeckend und gesund. Jedoch sollte man vorsichtig sein, denn die hier angebauten Weine haben eine sehr hohen Alkoholgehalt.

Der Cannonau, ein sehr trockener, starker Rotwein und der Nuraghe di Cagliari zählen zu den ältesten Weinsorten im Mittelmeer. Bekannt ist ebenfalls der herbe Rotwein Monica di Sardegna. Ideal zu Meeresfrüchten und Fisch ist der als einziger Wein Sardiniens als DOCG klassifizierte weiße Vermentino di Gallura. Von den glutheißen Sandböden bei Oristano stammt der weiße Likörwein Vernaccia.

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Casa Sardegna - Urlaub auf Sardinien

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