GRIECHISCHE INSELN - URLAUB AUF SANTORIN

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Urlaub á la carte - Santorini zeigt, wie Urlaub aussehen muss

Dekorativer Krug auf Santorini

Dekorativer Krug auf Santorini. Foto: Yannis Bagourdas

Eine Insel, von der aus man im Urlaub gern Postkarten mit blauem Meer und gleißend weißen Häusern hoch darüber verschickt. Wahlweise auch mit blauem Meer und weißem, rotem oder schwarzem Strand. Motive gibt es mehr als genug auf Santorini, auch wenn das fotogene Stück Griechenland im Meer gerade mal 73 Quadratkilometer groß ist.

 

13600 Menschen haben das Glück, dauerhaft auf dem schroffen Vulkan-Eiland zu leben. Sie verteilen sich über ganze 13 Orte auf dem südlichsten Eiland der griechischen Kykladen-Gruppe, das schon im neunten Jahrhundert vor Christus besiedelt wurde. Zur Perfektion haben sie die Tradition des Weinproduzierens gebracht. So kann man im Urlaub unter sechs verschiedenen Weingütern wählen, um sich einen Eindruck von der Winzerkunst zu verschaffen. Antoniou (Megalochori), Boutari (Megalochori), Canava Roussos (Mesa Gonia), Koutsoyannopoulos (Messaria), Santo Wines (Pyrgos) und Sigalas (Ia) bieten Weinproben an. Ein Weinmuseum vermittelt bei Führungen den historischen Hintergrund: 1880 gegründet, bringt das Familienunternehmen „Vulkan-Weine“ jetzt in vierter Generation die Geschichte der Produktion zwischen 1660 und 1950 nahe. Nach wie vor reifen in der sechs Meter breiten und 300 Meter langen Höhle ausgezeichnete weiße, rote und süße Weine (Vinsanto).

  

Inseltypische Kirche der Kykladen. Foto: Yannis Bagourdas

Weiter ist Santorin natürlich für seine architektonisch gelungenen Kirchen berühmt – und die Postkartenansichten ebenjener. 250 gibt es, in allen Größen und Formen; sie zeugen auch von der Phantasie und der Geschicklichkeit der örtlichen Handwerker.   

Die Kirche Panagia Episkopi wurde von dem byzantinischen Eroberer Alexius Comnenus, dem Ersten, gegründet. Sie befindet sich in der Nähe der Mesa Gonia und beeindruckt vor allem durch ihre Marmor-Wachs-Ornamente. Die Wandmalereien werden auf die Zeit um 1100 datiert.

Von der orthodoxen Kathedrale im Zentrum von Fira, die 1827 erbaut wurde, genießt man einen schönen Blick über Vulkan und Meer. Leider ist sie nicht in der Originalkonstruktion erhalten, sondern musste nach einem Erdbeben 1856 erneut aufgebaut werden. Berühmt ist die Kathedrale für die Fresken des einheimischen Künstlers Christoforos Assimis.

Das Elias-Kloster dagegen zeichnet sich durch seine alten Bücher, Manuskripte und weitere ethnographisch interessante Stücke aus. Die Kirche existiert seit dem frühen 18. Jahrhundert am Berg Pyrgos, oberhalb des gleichnamigen Dorfes. 

 

Meerblick an der Steilküste Santorins.

Weiter zurück reicht die Geschichte der antiken Stadt Mesa Vouno. Vom neunten Jahrhundert bis zur Verbreitung des Christentums war sie das einzige urbane Zentrum der Insel. Gegründet wurde sie aufgrund der strategisch günstigen Lage. Die bedeutendste archäologische Stätte stellt allerdings Akrotiri dar. Diese prähistorische Stadt blieb sehr gut erhalten und bot den Forschern eine Fülle aufschlussreicher Fundstücke, so dass auch gern einmal „Pompeji der Ägäis“ genannt wird.

 

Äußerst beliebt sind im Urlaub selbstverständlich vor allem die Strände von Santorin. Sie erstrecken sich im wesentlichen an der Ostküste der Insel und decken die Palette von Weiß über Rot bis hin zum Lava-Schwarz ab. Zusammen mit den schroffen Felsformationen finden sie sich gern in der ein oder anderen Dia-Show verewigt wieder. Die meisten Strände bieten einen guten Service. So kann man häufig Liegestühle und Sonnenschirme mieten oder Wassersport machen.

Zu den bekanntesten Badeplätzen gehören wohl Monolithos, Avis und Kamari, die vor allem für Familien mit kleineren Kindern interessant sind. Zahlreiche Hotels, Restaurants und Tavernen sowie Läden – besonders in Kamari - runden den Urlaub ab. Avis wird auch von jüngeren Reisenden gern angesteuert, weil man hier ein reiches Angebot an Wassersport vorfindet.

Perissa und Perivolos sind ebenfalls sehr beliebte Strände auf Santorin. Auch hier finden sich Hotels sowie Tavernen und Restaurants in großer Auswahl. Zusammen stellen die beiden Strände den längsten schwarzsandigen Küstenabschnitt der Insel dar.

 

 

Weitere Informationen:


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