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Santo Domingo - Urlaub in der ersten Stadt der Neuen Welt
Santo Domingo wurde 1496 von Christoph Columbus an der Südküste der heutigen Dominikanischen Republik gegründet. Mit diesem frühen Gründungsdatum war Santo Domingo die erste Stadt der Neuen Welt. Im historischen Stadtzentrum, das 1990 aufwendig saniert und zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, findet man bis heute viele gut erhaltene Bauten aus der Kolonialepoche.
Deshalb gehört die "Zona Colonial" - so der Name der Altstadt auf Spanisch - zum Pflichtprogramm eines jeden kulturell interessierten Urlaubers.
Zu den bedeutensten Sehenswürdigkeiten zählt der Alcázar de Colón, jener Palast, den Diego Colón bewohnte, der Sohn des Christoph Columbus und damalige Vizekönig. Der zwischen 1510 und 1514 - übrigens ohne einen einzigen Nagel - erbaute Palast liegt an der Plaza España. Für sechs Jahrzehnte war er der Sitz der spanischen Kolonialregierung in Amerika. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde er dann restauriert. Heute befindet sich im Palast das Vizekönigliche Museum, das man bei einem Rundgang entdecken kann. Vom Alcázar de Colón reicht der Blick bis über den Fluss Ozama, der Santo Domingo zu einem der bedeutendsten Seehafen Amerikas machte.
Weitere koloniale Kostbarkeiten Santo Domingos können leicht zu Fuß erreicht werden. So stellt die Calle de las Damas, die an den historischen Sehenswürdigkeiten der Zona Colonial vorbeiführt, ihres Zeichens die älteste Steinstraße in der Neuen Welt dar. Laut historischer Überlieferung diente die Calle de las Damas der Damenwelt Santo Domingos als Flaniermeile und erhielt deshalb ihren Namen, der auf Deutsch "Straße der Damen" bedeutet. Beim Spazieren über das Kopfsteinpflaster entlang vieler gut erhaltener Kolonialgebäude fühlt sich mancher Besucher in die Kolonialepoche zurückversetzt.
Zwischen der Calle de las Damas und dem Fluss Ozama befindet sich die Ozama-Festung mit ihrem "Torre de Homenaje". Von diesem Ehrenturm aus wurden sämtliche Schiffe, die den seinerzeitigen Hafen Santo Domingos über den Ozama anliefen, begrüßt oder kontrolliert.
Weitere koloniale Kostbarkeiten
Nur einen Katzensprung entfernt finden Kulturinteressierte weitere koloniale Schätze wie den Borgellá-Palast, in dessen Mauern ein italienischer Stadthalter seinen Sitz hatte, und das von 1714 bis 1745 entstandene Jesuitenkloster Convento San Ignacio de Loyola, das 1955 zu einer Gedenkstätte für wichtige Nationalhelden der Dominikanischen Republik umgestaltet wurde.
Zu den Sightseeing-Höhepunkten zählt auch die Kathedrale Santa Maria de la Menor. Sie ist die älteste Kathedrale des amerikanischen Kontinents: die Grundsteinlegung erfolgte bereits im Jahre 1514. Bis zur Fertigstellung im Jahre 1544 vergingen jedoch noch 30 Jahre. 1546 erhob Papst Paul III. sie zur ersten Erzbischofs-Kathedrale in der Neuen Welt. Die Kathedrale erscheint in der Außenbetrachtung eher schlicht, beherbergt aber im Inneren 14 Kapellen mit zum Teil äußerst kostbaren Altären (Virgen de Guadeloupe, Nuestra Señora de Altagracia). Im Jahre 1877 entdeckte man bei Ausgrabungen in den Katakomben die Grabstätte des Christoph Kolumbus. Seine Gebeine wurden 1992, dem 500. Jahr nach der ersten Landung des Seefahrers in Mittelamerikas, in den neuen Faro a Colón gebracht.
Moderne Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Der Kolumbus-Leuchtturm wurde östlich des Rio Ozama das Faro de Colón als riesiges kreuzförmiges Monument errichtet. Auf seinem Dach stehen Laser-Scheinwerfer, die bei Nacht ein strahlendes Kreuz in den Himmel werfen.
Für Kinder und Unterwasser-Fans lohnt sich ein Abstecher zum Acuario Nacional. Hier leben Haie, Schildkröten und „Tamaury“, eine freundliche Seekuh, die der heimliche Star des Aquariums ist. Auch die drei unterirdischen Seen „Los Tres Ojos“ gelten als Touristenattraktion. Sie befinden sich am Rande des Parque Mirador del Este und können von Dienstag bis Sonntag besucht werden. Da der Andrang zu den Stoßzeiten sehr groß ist, empfiehlt es sich morgens oder am späten Nachmittag zu kommen.


