SPANIEN - JAKOBSWEG

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Das Ende einer Reise: Santiago de Compostela

Die Kathedrale. Fotos: Franzen

Man betritt das eigentliche Stadtgebiet von Santiago de Compostela über das Viertel San Läzaro. Hier befindet sich der Kongreßpalast, ein Sportstadion, diverse Abteilungen der galicischen Landesregierung sowie der Galicien-Pavillon mit einer permanenten Ausstellung zu den verschiedenen Jakobswegen. Die beiden bedeutendsten historischen Gebäude in diesem Stadtbereich sind das alte Lazarett aus dem 19. Jahrhundert und die Lazaruskapelle

Nächste Station ist das Wohngebiet von Fontihas, wo sich auch eines der wichtigsten Einkaufszentren Santiagos befindet. Kurz darauf gelangt man zum alten Stadtviertel Os Concheiros mit der gleichnamigen Straße. Hier befanden sich die Läden, in denen die ankommenden Pilgern sich mit Jakobsmuscheln versorgten.

Die Apostel

 

Dieser Brauch führte dazu, daß die Wallfahrer im Volksmund auch "concheiros" (etwa: die mit den Muscheln) genannt wurden. Das historische Santiago öffnet sich den Pilgern am kleinen Platz des San Pedro, auf dem ein sagenumwobenener cruceiro steht.

 

Man geht die Rüa de San Pedro hinunter und gelangt an die Kreuzung der Porta do Camiho (der vielsagende Name bedeutet soviel wie Tor des Pilgerwegs). Rechter Hand erkennt man zwei der repräsentativsten Gebäude der Stadt.

 

Das erste ist das ehemalige Kloster San Domingos de Bonaval -Sitz des galicischen Volkskundemuseums-, das die einzige gotische Kirche Santiagos mit einschließt -in ihr befindet sich das "Pantheon Erlauchter Galicier".

 

Das zweite ist ein Werk des portugiesischen Architekten Älvaro Siza: das Galicische Zentrum für Zeitgenössische Kunst (CGAC), das sich inzwischen als eines der herausragenden Foren für zeitgenössische Kunst in Spanien etabliert hat.

 

Nach der Porta do Camino betritt man auf dem letzten Streckenabschnitt verschiedene Plätze und Fußgängerstraßen, beginnend mit Casas Reais. In dieser Straße stehen mehrere relevante Gebäude; früher befand sich hier auch die Zunft der Geldwechsler. Zur linken Hand steht die kleine, aber sehr schöne klassizistische Pfarrkirche A Nosa Senora do Camino und nur ein paar Meter weiter oben erhebt sich die imposante Seelenkapelle (As Animas). Beide stammen aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert und verfügen über interessante, öffentlich zugängliche Sammlungen.

 

Vorletzte Station vor Erreichen der Kathedrale ist die Praza de Cervantes, älteste historische Begegnungsstätte und erster Handelsplatz der Stadt, an dem sich bis Ende des 18. Jahrhunderts das Rathaus befand. Die klassizistische Pfarrkirche San Bieito do Campo (18. Jh.) ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke an diesem Platz.

 

Von dort führt der Französische Weg traditionell die Straße A Acibecheria hinunter. Rechter Hand erhebt sich die beeindruckende Fassade des ehemaligen Klosters San Martine Pinario (17.-18.Jh.), hinter der sich einer der bemerkenswertesten Kreuzgänge Galiciens verbirgt.

 

Schließlich betritt man die Kathedrale über das Portal, das in seiner romanischen Version als Paradiespforte bekannt war. Es wurde im 18. Jahrhundert durch eine Konstruktion aus der Übergangszeit zwischen Barock und Klassizismus ersetzt und wird seither Portal (oder Fassade) von A Acibecheria genannt.

 

Der Zutritt über die am Platz von A Quintana gelegene Heilige Pforte ist nur während eines Heiligen Jahres möglich -das nächste ist 2010-, da sie auschließlich bei diesem Anlaß geöffnet wird.

 

Santiago de Compostela heute

Innenhof im Parador

Nach dem Besuch der Kathedrale -für alle Pilger Ort der Ankunft und der Begegnung- wird man von der Stadt Santiago mit all ihrer historischen Pracht, ihrer Mannigfaltigkeit und gegenwärtigen Dynamik erwartet. Die heutige Stadt Santiago de Compostela hat ihren Ursprung in der Ansiedlung einer kleinen Gruppe von Mönchen, die nach der Entdeckung des Apostelgrabs um das Jahr 820 als Hüter der heiligen Stätten füngierten.

 

Dank des Aufschwungs der Wallfahrten in Europa entwickelte sich die Stadt im Mittelalter auf spektakuläre Weise. Neben Jerusalem und Rom wurde sie zu einem der drei großen Zentren der Christenheit. Im Rhythmus der galidschen, spanischen und europäischen Geschichte durchlebt die Stadt zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert abwechselnd Phasen des Aufschwungs und solche des Niedergangs.

 

Die Wallfahrten verlieren an Bedeutung, doch behauptet sich Santiago nach der Gründung der Universität weiterhin als kulturelles Zentrum und bewahrt seinen religiösen Einfluß.

 

Diese Tatsache spiegelt sich in der Erneuerung des Stadtbildes während der Renaissance und des Barocks wieder, zwei Stilepochen, die auf faszinierende Weise in den bedeutendsten historischen Gebäuden der Stadt gegenwärtig sind. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt Santiago eine Phase der permanenten Expansion.

 

Zum allmählichen Wiederaufleben der Pilgertradition, die ihre traditionelle spirituelle Bedeutung bewahrt hat, gesellt sich der unverwechselbare und unwiderstehliche touristisch-kulturelle Reiz des Jakobswegs.

 

Santiago, Hauptstadt der Autonomen Region Galicien, hat in den letzten Jahren seine Infrastruktur in den Bereichen Kultur und Fremdenverkehr zügig ausgebaut und seine Position als kulturhistorisches Zentrum mit internationaler Ausstrahlung weiter gefestigt. Das belegen Tag für Tag die Tausenden von Pilgern und Touristen, die zu allen Jahreszeiten hierher kommen.

 

Die in der Geschichte gewachsene Bedeutung des Jakobswegs führt Menschen aus der ganzen Welt zusammen, die bereit sind, ihren Glauben an den Geist, die Eintracht und den Fortschritt zu festigen.

Santiag de Compostela heute

Kontakt

Conselleria de Cultura,

Comunicación Social E Turismo,

S.A. de Xestión do Plan Xacabeo

Informationstelefon: 0034 981 57 2004

E-Mail: www.xacobeo.es

Internet: www.informacion.xacobeo@xunta.es


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