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Santiago de Compostela – mehr als ein X-beliebiges Städtereisenziel

Santiago de Compostela - Blick über die Stadt

Santiago de Compostela - Blick über die Stadt. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Es gibt Orte, die haben ein ganz eigenes Image. Bekannte Beispiele sind Istanbul, die Stadt, die auf zwei Kontinenten liegt, und die Pilgerstadt Santiago de Compostela, beides interessante Städte für Kurzurlaube oder Städtereisen.

„Der Weg ist das Ziel“, nirgends in Europa trifft das mehr zu als bei der galicischen Hauptstadt Santiago de Compostela und dem Jakobsweg.

Am Endpunkt des Jakobswegs trifft man von Mitte April bis Ende Oktober glückliche Menschen, die nach einer langen Wanderung dort angekommen sind, es geschafft haben, Pilger oder einfache Wanderer, die nicht unterwegs aufgegeben haben und entsprechend entspannt sind. - Gut sicherlich trifft man in Santiago auch Menschen, die kleine oder größere Strecken mit dem Bus, Taxi oder Zug zurückgelegt haben, was aber nicht verwerflich ist, schließlich muss das jeder mit sich selber ausmachen. -

Pilgerinnen aus St.Malo mit Compostela

Pilgerinnen aus St.Malo mit Compostela

Wie auch immer, in Santiago herrscht eine andere Stimmung als in anderen historischen Städten Spaniens wie beispielsweise in Toledo oder Sevilla. Das merken auch Besucher, die im Rahmen einer Städtereise die Stadt besuchen oder während einer Rundreise hier Station machen. Überall sieht man Menschen mit Rucksäcken, Menschen mit einer gesunden Gesichtsfarbe und manchmal wunden Füßen, Menschen, die gerne ihre Compostela, ihren Pilgernachweis vorzeigen.

Die Stadt ist reich an historischen Bauwerken, Denkmälern und kirchlichen Bauwerken aller Art, aber auch an Cafes, Tapabars, Restaurants, Souvenirshops, Delikatessenläden und Hotels herrscht kein Mangel. Angenehm ist die Möglichkeit, den Trubel der Innenstadt zu entfliehen und in den umliegenden Parks, zum Beispiel im Stadtpark Caballeira de Santa Susana oder im Parque San Domingos de Bonaval, etwas Ruhe zu finden.

Die Wege zum Ziel

In der Altstadt

In der Altstadt

Die meisten Pilger oder Wanderer folgen der Hauptroute des Jakobsweges, dem Camino Francés. Er beginnt in den französischen Pyrenäen und knickt südlich des Gebirges nach Westen ab. Von dort führt der Jakobsweg über Puente la Reina (Navarra), Logroño (La Rioja) bis nach Kastilien-León. Dort berührt er die Städte Burgos, León und Astorga und erreicht dann die Grenze nach Galicien.

Übrigens, im 21. Jahrhundert ist der Jakobsweg längst nicht nur für Katholiken spannend, sondern auch für Menschen anderer Konfessionen oder Glaubensrichtungen und sogar Atheisten.

Allerdings ist der Camino Francés inzwischen recht belebt, Einsamkeit trifft man heute eher auf dem Via de la Plata oder der Portugiesischen Route. Auf galicischem Boden ist es mit der Einsamkeit allerdings meist schnell vorbei.

Wer im Rahmen einer Städtereise die Stadt besuchen will, der wird meist mit dem Flugzeug anreisen.

Santiago de Compostela hat einen internationalen Flughafen mit guten Verbindungen nach ganz Europa: Direktflüge gibt es von Flughafen Frankfurt-Hahn aus, aber auch die Verbindungen über Madrid oder Palma de Mallorca sind akzeptabel.


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