URLAUB IN NORDSPANIEN - SANTIAGO DE COMPOSTELA IN GALICIEN
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Santiago de Compostela - mehr als ein Pilgerziel
Es gibt Orte, die haben ein ganz eigenes Image. Bekannte Beispiele sind Istanbul, die Stadt, die auf zwei Kontinenten liegt, und die Pilgerstadt Santiago de Compostela, beides interessante Städte für Urlauber. "Der Weg ist das Ziel", nirgends in Europa trifft das mehr zu als bei der galicischen Hauptstadt Santiago de Compostela. Hier am Endpunkt des Jakobswegs trifft man von Mitte April bis Ende Oktober glückliche Menschen, die nach einer langen Wanderung dort angekommen sind, es geschafft haben, Pilger oder einfache Wanderer, die nicht unterwegs aufgegeben haben und entsprechend entspannt sind. - Gut sicherlich trifft man in Santiago auch Menschen, die kleine oder größere Strecken mit dem Bus, Taxi oder Zug zurückgelegt haben, was aber nicht verwerflich ist, schließlich muss das jeder mit sich selber ausmachen. -
Wie auch immer, in Santiago herrscht eine andere Stimmung als in anderen historischen Städten Spaniens wie beispielsweise in Toledo oder Sevilla. Das merken auch Besucher, die im Rahmen einer Städtereise die Stadt besuchen oder während einer Rundreise hier Station machen. Überall sieht man Menschen mit Rucksäcken, Menschen mit einer gesunden Gesichtsfarbe und manchmal wunden Füßen, Menschen, die gerne ihre Compostela, ihren Pilgernachweis vorzeigen.
Die Stadt ist reich an historischen Bauwerken, Denkmälern und kirchlichen Bauwerken aller Art, aber auch an Cafes, Tapabars, Restaurants, Souvenirshops, Delikatessenläden und Hotels herrscht kein Mangel. Angenehm ist die Möglichkeit, den Trubel der Innenstadt zu entfliehen und in den umliegenden Parks, zum Beispiel im Stadtpark Caballeira de Santa Susana oder im Parque San Domingos de Bonaval, etwas Ruhe zu finden.
Die meisten Pilger oder Wanderer folgen der Hauptroute des Jakobsweges, dem Camino Francés. Er beginnt in den französischen Pyrenäen und knickt südlich des Gebirges nach Westen ab. Von dort führt der Jakobsweg über Puente la Reina (Navarra), Logroño (La Rioja) bis nach Kastilien-León. Dort berührt er die Städte Burgos, León und Astorga und erreicht dann die Grenze nach Galicien.
Übrigens, im 21. Jahrhundert ist der Jakobsweg längst nicht nur für Katholiken spannend, sondern auch für Menschen anderer Konfessionen oder Glaubensrichtungen und sogar Atheisten.
Allerdings ist der Camino Francés inzwischen recht belebt, Einsamkeit trifft man heute eher auf dem Via de la Plata oder der Portugiesischen Route. Auf galicischem Boden ist es mit der Einsamkeit allerdings meist schnell vorbei.
Wer im Rahmen einer Städtereise die Stadt besuchen will, der wird meist mit dem Flugzeug anreisen.
Santiago de Compostela kann mit einem der der schönsten Innenstädte Europas glänzen. Mittelpunkt der Stadt ist die Kathedrale. Ihr Bau wurde vor mehr als 930 Jahren begonnen, aber die Kapelle Capilla del Salvador ist noch älter.
An der Kathedrale haben sich Architekten aus verschiedenen Jahrhunderten "ausgetobt", kein Wunder also, dass Fachleute auf einen Blick die unterschiedlichsten Stilrichtungen erkennen, zum Beispiel Einflüße der französischen Romanik, des sogenannte Románico Compostelano, des Barock und der Neuklassik...




