SANDY BAY - FKK-OASE IM (RECHT) PRÜDEN SÜDAFRIKA
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Sandy Bay - FKK-Oase im (recht) prüden Südafrika
Im noch immer recht prüden Südafrika, wo FKK offiziell verboten ist, sind Nacktbademöglichkeiten ausgesprochen rar gesät. FKK-Freunde, die ihren Urlaub in Kapstadt bzw. auf der Kaphalbinsel verbringen, sind allerdings verhältnismäßig gut dran: Mit Sandy Bay liegt ein zwar inoffizieller, aber recht attraktiver Nachtbadestrand sozusagen direkt vor der Haustür.
Die etwa 35 Kilometer südlich von Kapstadt gelegenen Sandy Bay ist über die Orte Llnadudno (Fußweg ab Parkplatz, Gehzeit 15-20 Minuten) und neuerdings auch Hout Bay zu erreichen (siehe die Karte auf www.sa-venues.com).
Der historische Grund für die Etablierung der lokalen FKK-Szene dürfte in der relativen Abgeschiedenheit der Sandy Bay liegen. Lange Jahre führte nur der Fußweg ab Llnadudno zum Strand. Unter dem ultrarechten Appartheitsregime waren die Naturisten nichts desto trotz häufig Polizeirazzien, Übergriffen, Verhaftungen und Gerichtsurteilen ausgesetzt.
Heute winken die Strandbesucher gelegentlich über der Sandy Bay auftauchenden Polizeihubschraubern freundlich zu. Das Publikum am Strand ist bunt gemischt. Junge und Alte, Singles und Pärchen, FKK-Gruppen und natürlich die unvermeitlichen Spanner tummeln sich am Strand. Und vor allem: Naturisten koexistieren friedlich mit textilfreudigen Badeurlaubern.
Allerdings ist Sandy Bay auch ein Treffpunkt der lokalen männlichen Homo-Szene. Auf den Strandfelsen finden sich zahlreiche Schwule ein, die nach männlichem "Frischfleisch" Ausschau halten. Auch am Parkplatz in Llnadudno soll sich Berichten zufolge manch Homosexueller mit ähnlichem Motiven aufhalten. Doch die meisten Naturisten lassen sich davon nicht abschrecken. Eine FKK-Freundin drückte es unlängst im Kapstadt-Forum folgendermaßen aus: "Und was die Jungs angeht, was macht den Unterschied, ob Homosexuelle am Strand nach Boys Ausschau halten oder Heterosexuelle nach uns Girls. Wird ja sicherlich keiner in die Büsche gezogen ...".
Der Strand selbst, der etwa 750 Meter lang und 250 Meter breit ist, wird von den meisten Besuchern sehr geschätzt. Er fällt seicht ins Meer ab, so dass das Baden ungefährlich ist. Gelegentliche hohe Wellen weiter draußen locken auch Surfer an. Leider ist das Wasser nicht sehr warm - ein Umstand der für alle Strände an der südafrikanischen Westküste gilt. Zumindest an einem heißen Sommertag steht dies aber einem ausgeprägten Badevergnügen nicht im Wege. Sandy Bays landschaftliche Einbettung zwischen den Bergen Klein Leeukoppie (Kleiner Löwenkopf) und Karbonkelberg macht den Strand auch für Freunde hübscher Landstriche intereressant.
Urlauberinnen, die weniger auf FKK fixiert sind, aber gerne "oben ohne" sonnen und baden, finden in der Nähe von Kapstadt übrigens noch weitere geeignete Strände (vor allem Clifton und Camps Bay).
Im Internet findet man unter www.kapstadt-forum.de gute deutschsprachige Infos zu Sandy Bay. Einfach das Wort "FKK" im Suchformular eingeben.

