REISEBERICHT COTE BASQUE - TAGESTOUR NACH SAN SEBASTIAN
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San Sebastian - nur 30 Autominuten von Hendaye entfernt
Am folgenden Tag stand eine Fahrt nach San Sebastian auf dem Programm. Die beliebte baskische Stadt liegt nur 30 Autominuten von Hendaye entfernt.
Auch hier erlebten wir die typische Zweiteilung des Wetters. Bis zum späten Vormittag bewölkt, aber mild und bis auf wenige Tropfen weitgehend trocken und ab mittags Sonne pur. So kann man vormittags Ausschlafen, über Märkte bummeln oder einfach nur gemütlich Frühstücken oder Lesen und nachmittags zum Strand gehen.
Auch in San Sebastian war es zunächst bewölkt. Wir schlenderten als Erstes von unserem Parkhaus in Strandnähe durch die Altstadt mit ihren engen Gassen und zahlreichen Restaurants und Pintxosbars.
Hier legten wir auch gleich eine Pause ein, um einige der phantasievollen Kreationen zu kosten. Außerdem besichtigten wir zwei Kirchen, die uns aber nicht gefielen, so war der Aufenthalt nur von kurzer Dauer.
Pintxos
Pintxos sind baskische Tapas, die meist mit einem Zahnstocher zusammengehalten werden. Da die Einwohner der Stadt oft selber kochen, in keiner Stadt der Welt gibt es beispielsweise so viele Männerkochclubs, können nur Pintxosbars bestehen, die qualitativ überzeugend sind.
Nach der Pause ging es weiter in den Ostteil der Stadt. Hier liegt der Strand Playa de Zurriola, kleiner als der Hauptstrand Playa de La Concha, aber mit ebenso feinen und hellen Sand.
Trotz der Wolken hielten sich viele Menschen am Strand und im Wasser auf. Wir allerdings marschierten weiter in Richtung Kursaal, ein auffallendes Glaspalast, das vor mehr als 110 Jahren nach Plänen des Architekten José Rafael Moneo Vallés errichtet wurde. Ich wusste gar nicht, dass man Ende des 19. Jahrhunderts bereits so modern bauen konnte. Der Kursaal wird übrigens für Kongresse, Musikevents und verschiedene Festivals genutzt.
Hinter dem Kursaal fand ein kleiner Markt mit kulinarischen Spezialitäten aus Mittel- und Südamerika statt. Außerdem war eine Bühne aufgebaut, auf der eine Band spielte. Ein kleines Fernsehteam machte einige Aufnahmen, ansonsten hielt sich der Andrang in Grenzen, kein Wunder, es wurde noch fleißig vorbereitet, einige Stände hatten noch gar nicht geöffnet.
Dann ging es ins langsam in Richtung des südlich der Altstadt gelegenen Zentrums. Hier hielten wir uns nur kurz auf, schauten in die unterirdische Markthallen hinein, in denen allerdings wegen des Feiertags am Vortag nicht so sehr viele Stände geöffnet hatten. Trotzdem machte es Spaß die urigen Fische, leckeren Schinken und das frische Gemüse zu betrachten.
Da wir noch einige Kilometer laufen wollten, verzichteten wir auf Einkäufe. Zudem kam inzwischen die Sonne hinter den Wolken zum Vorschein gekommen und es wurde langsam heiß.
Wir legten noch eine kleine Pause mit Txakoli und Pintxos ein und marschierten in Richtung Windkämme. Die Windkämme liegen am Westteil der Hauptbucht von San Sebastian, genannt La Concha, von der Altstadt aus ein gutes Stück zu laufen: Aber bei so einem Blick…
Windkämme
Die Windkämme (Peine del viento) sind Eisenskulpturen des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida, einem der bekanntesten Künstlers Spanien. Auch in verschiedenen deutschen Städten sind seine Arbeiten zu finden. Leider ist das wunderschöne Chillida-Museum etwas außerhalb von San Sebastian zur Zeit geschlossen (wegen der Finanzkrise), aber spätestens 2016, in dem Jahr in dem San Sebastian Kulturhauptstadt Europas wird, soll es wieder geöffnet werden. Ich hatte Glück das Glück, das Museum im Herbst 2010 besuchen zu dürfen. Vielleicht macht es ja schon früher wieder auf.
Nach einer kleinen Pause bei den Windkämmen ging es wieder zurück. Nochmals ein kleiner Bummel durch die Altstadt und zum Parkhaus. Auf dem Weg zurück ins französische Baskenland tankten wir noch, schließlich war in Spanien der Liter Benzin etwa 15 Cent billiger als im Nachbarland.
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