URLAUB AM GARDASEE
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Urlaub in Salò - Luftkurort mit malerischer Lage und bewegter Geschichte
Salò liegt am Westufer des Gardasees, in der italienischen Provinz Bréscia. Er befindet sich an einer tief eingeschnittenen Bucht und gilt als der wärmste Ort des Gardasees. Oft erfährt er die Bezeichnung als "italienischster" Ort der Ferienregion, da in dem kleinen Luftkurort besonders viele Italiener Urlaub machen.
Der Ort mit der malerischen Lage am Fuße des Berges San Bartolomeo ist ein beliebtes Naherholungsziel der italienischen Städter, lockt aber auch zahlreiche ausländische Urlauber an. Dies liegt nicht zuletzt an den unzähligen Einkaufsmöglichkeiten. So tummeln sich die Urlauber in der Altstadt zwischen eleganten Boutiquen und gut bestückten Feinkostläden.
In der jüngeren Geschichte wurde Salò eher durch ein unrühmliches Ereignis bekannt. Denn nachdem der König Viktor Emanuel II. den italienischen Diktator Mussolini zum Rücktritt gezwungen hatte, errichtete dieser mit Hilfe der Nazis eine faschistische Marionettenregierung. In Salò waren die Ministerien für Äußeres und Kultur von 1943 bis 1945 ansässig und auch der Diktator selbst residierte hier in der Villa Feltrinelli.
Davor war Salò durch ein schweres Erdbeben im Jahr 1901 in die Schlagzeilen gekommen. Die verheerende Naturkatastrophe zerstörte weite Teile der Stadt, wobei vor allem die Häuser an der Uferpromenade von den Zerstörungen betroffen waren. Die kleine Stadt am Gardasee wurde zwar wieder aufgebaut, doch hier und dort zeugen noch einige Häuser und Plätze vom alt-venezianischen Einfluss.
Außerdem ist Salò als Geburtsort des berühmten Geigenbauers Gasparo Bertolotti (1540-1609) bekannt, der dementsprechend meistens als Gasparo da Salò bezeichnet wird. Er gilt manchen als Erfinder der Geige, die er der Legende nach der Form des Gardasees nachempfand, um eine bessere Klangqualität zu schaffen.
Aufgrund der bewegten Geschichte Salòs gibt es dort einige interessante, architektonische Highlights zu besichtigen, darunter auch die ehemaligen Ministerien der faschistischen Marionettenregierung. Ein bedeutendes Werk der Spätgotik ist der Dom Maria Annunziata, der allerdings von außen die innere Schönheit nicht vermuten lässt. Hier sind vor allem die Fußbodenmosaike zu erwähnen. Erbaut wurde der Dom 1453, doch die Arbeiten wurden erst Anfang des 16. Jahrhunderts beendet.
Des Weiteren lohnt sich auch eine Besichtigung des Uhrturms Torre dell`Orologio und des östlichen Stadttors Porta di San Giovanni, welches an die Altstadt anschließt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kirche Convento dei Cappuccini, der Palazzo della Magnifica Patria, die Prunkvilla Palazzo Martinengo und das Rathaus Pallazo del Podestà.
Text: Daniela Hesse

