URLAUB IN BOLIVIEN - SALAR DE UYUNI
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Bolivien
Abenteuerurlaub in Bolivien – Salar de Uyuni
Er ist der größte Salzsee der Erde und für viele Touristen auch das größte Erlebnis im Bolivien-Urlaub: der Salar de Uyuni. In den endlosen Weiten Südwest-Boliviens, westlich der Minenstadt Potosí, liegt der Salar de Uyuni in einer Höhe von 3.660 Metern. So unmenschlich die Bedingungen hier auch sein mögen – es ist kalt, windig und die Sonneneinstrahlung unerbittlich – so faszinierend ist der Salar de Uyuni auch. Da überrascht es nicht, dass er längst zum Pflichtprogramm eines jeden Bolivien-Urlaubs gehört.
Über 12.000 Quadratkilometer erstreckt sich dieses riesige Meer aus Salz, das einst ein Teil des größten Binnenmeeres Südamerikas war, nahe der Kleinstadt Uyuni. Einsam ist es hier, aber auch magisch. Glitzerndes Weiß wohin man auch sieht. Kostbares Weiß, das einige Bolivianer ohne Hilfe von Maschinen in Blöcken herausschneiden und verkaufen. Rund 20.000 Tonnen werden auf diese Weise pro Jahr abgebaut, so gut wie nichts, wenn man bedenkt, dass die drei bis fünf Meter dicke Salzdecke des Uyuni insgesamt 10 Milliarden Tonnen umfasst.
Es ist gerade die Leere und das glitzernde Weiß, die endlose Weite, die den Salar de Uyuni so besonders machen. Zahlreiche Veranstalter in La Paz und Potosí bieten Touren zu dem größten Salzsee der Erde an. Das ganze Jahr über kann man den Salar de Uyuni besuchen, auch in der Regenzeit von November bis April. Dann bedeckt zwar eine Wasserschicht das riesige Salzmeer, doch der Anblick ist nicht minder schön. Denn das Wasser reflektiert den Wolkenhimmel – ein atemberaubendes Naturschauspiel. Im Norden erhebt sich der 5.400 Meter hohe Vulkan Tunupa, der nach dem Aymara-Gott Tunupa benannt ist.
Salzhotel, Eisenbahnfriedhof und riesige Kakteen
Wer den Salar de Uyuni in seinem Bolivien-Urlaub besuchen möchte, steuert zunächst die Stadt Uyuni an. Uyuni erreicht man von La Paz, Oruro und Potosí aus mit dem Bus. Die Strecke führt jedoch über schlechte Straßen und dauert dementsprechend lange (sieben bis elf Stunden). Komfortabler reist man per Flugzeug, AeroSur steuert Uyuni von Cochabamba aus dreimal pro Woche an. In dem 14.000-Einwohnerstädtchen Uyuni, das sich am südöstlichen Ufer befindet, gibt es einige einfache Hotels und Restaurants. Außerhalb der Stadt stehen bis zu hundert Jahre alte Lokomotiven auf einem Eisenbahnfriedhof, der in dieser Einöde fast geisterhaft wirkt.
Nördlich von Uyuni kann man bei Colchani dabei zusehen, wie das Salz des Salar de Uyuni auf spartanische Art und Weise abgebaut wird. In der Nähe befindet sich auch das Hotel Palacio del Sal, das einzige Hotel, das direkt an dem weißen Salzsee liegt und wohl auch das einzige Hotel der Welt, das komplett aus Salz erbaut wurde. Stilgerecht ist auch ein Großteil der Möbel aus Salz gebaut. Wer seinen Urlaub hier verbringt, genießt einen traumhaften Blick auf den Salar de Uyuni.
Im riesigen Meer aus Salz gibt es sogar eine Insel, deren Name allerdings sehr irreführend ist. Fische wird man rund um die Isla del Pescado (oder Isla del Incahuasi) jedenfalls nicht finden. Nur einige Lamas nähern sich, sobald die Jeeps mit den Touristen kommen – Fütterungszeit. Neben den riesigen Kakteen – sie werden bis zu sechs Meter hoch – gehören sie zu den beliebtesten Fotomotiven auf der Isla del Pescado.
Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa
Von der Isla del Pescado steuern viele Touranbieter das südwestlich gelegene Naturreservat Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa (REA), in dem sich Steinwüsten mit heißen Quellen, schneebedeckten Vulkanen und bunt schimmernden Lagunen abwechseln. Mit dem Jeep durchquert man die Siloli- und die Salvador Dalí-Wüste, wo den Bolivien-Urlauber bizarre Felsformationen wie der Árbol de Piedra (deutsch: Steinbaum) erwarten.
An der Grenze zu Chile passiert man die Laguna Colorada, die aufgrund ihres Planktongehalts rot leuchtet. Der tierische Plankton sorgte dafür, dass sich hier die seltenen Andenflamingos niederließen. Auch die kleineren James-Flamingos kann man hier beobachten.
In der Laguna Colorada kann man zwar nicht schwimmen, dafür aber in den heißen Quellen Termas de Polques beim Geysir-Feld Sol de Mañana. Während rund um die heißen Quellen klirrende Kälte herrscht, lässt es sich in dem heißen Quellwasser herrlich entspannen. So ist man schnell wieder fit für die Weiterfahrt zur Laguna Verde, die sich im äußersten Südwesten Boliviens befindet.
Im Gegensatz zur Laguna Colorada schimmert sie nicht rot, sondern wie der Name schon sagt, grün. Die 17 Quadratkilometer große Lagune am Fuße des Vulkans Lincancábur, leuchtet in der hochstehenden Mittagssonne türkisgrün. Auch an der Laguna Verde kann man Flamingos beobachten, aber auch andere Anden-Bewohner wie Vicuñas und Vizcachas, eine Mischung aus Kaninchen und Chinchillas. Die Laguna Verde ist ein guter Ausgangspunkt für die Weiterreise ins Nachbarland Chile.
Daniela Hesse
Hotel Girasoles in Uyuni***
|
|






