URLAUB AUF DEN KAPVERDEN - SAL

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Urlaub auf Sal - Baden, Tauchen und Surfen

Strand von Santa Maria auf Sal

Strand von Santa Maria. Fotos: CreativeCommons/Adriao

Auf den ersten Blick mag die Kapverden-Insel Sal nicht viel zu bieten haben: die flachste Insel des afrikanischen Inselstaates ist auch die trockenste. Kaum eine Pflanze gedeiht in der kargen Mondlandschaft und unter der sengenden Sonne, die 350 Tage auf Sal niederbrennt. Doch was Naturliebhaber und Wanderer gleich zur Weiterreise bewegen mag, hat für Badeurlauber viele Vorteile. Denn kaum eine andere Kapverden-Insel hat so schöne und lange Strände zu bieten wie Sal.

 

Gerade mal 30 Kilometer lang und 12 Kilometer breit ist die im Nordwesten der Kapverden gelegene Insel Sal. Sie ist bis auf wenige Vulkanhügel im Norden flach. Während die im Zweiten Weltkrieg aus dem Vulkanstaub gestampfte Inselhauptstadt Vila dos Espargos mit dem Internationalen Flughafen Amílcar Cabral nur von Durchreisenden besucht wird, entpuppt sich die südlich gelegene Stadt Santa Maria als wahres El Dorado für Surfer, Taucher, Sportangler und Badeurlauber. War Santa Maria in den Siebzigern noch ein verschlafenes Fischerdorf, schießen heute immer mehr Hotelanlagen am Rande des acht Kilometer langen und 100 bis 200 Meter breiten Sandstrandes in den Himmel. Sie locken zum Urlaub auf der Kapverden-Insel Sal.

 

Der Norden von Sal wirkt wie eine Mondlandschaft

Der Norden von Sal wirkt wie eine Mondlandschaft

Auf Sal herrscht das ganze Jahr über Badesaison, denn die Wassertemperaturen betragen sommers wie winters angenehme 22 bis 26 Grad. Der kräftige Passatwind, der von November bis Juni bläst, lockt vor allem erfahrene Wind- und Kitesurfer. Im Sommer können sich aber auch Anfänger auf dem Brett versuchen, dann ist es nicht ganz so windig. Wer im Urlaub die Unterwasserwelt der Kapverden entdecken möchte, hat in Santa Maria beste Voraussetzungen. Konkurrenz gibt es nur von den schönen Buchten und Grotten an der Nordküste. Tauchschulen aus Santa Maria bieten deshalb Ausflüge an die Nordküste an.

 

Sal trägt seinen Namen, der im Deutschen Salz bedeutet, nicht ohne Grund. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in Santa Maria und im Vulkankrater des Pedra de Lume Salinen angelegt. Vor allem in Pedra de Lume entwickelte sich die Salzgewinnung prächtig und wurde erst in den Siebzigern aufgegeben. Noch heute kann man am Hafen der kleinen Küstenstadt eine alte Salzverladestation sehen. Zum Krater führt ein befestigter Weg. Der einst so verschlafene Ort könnte sich jedoch bald in einen riesigen Urlaubsort verwandeln – zumindest sieht das ein millionenschweres Bauprojekt vor.

 

Text: Daniela Hesse


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