REISEBERICHT BASKENLAND
Saint-Jean-Pied-de-Port
Am nächsten Morgen ging es nach Saint-Jean-Pied-de-Port (baskisch Donibane Garazi), aber ganz gemütlich über Land, vorbei an Wildwasserflüssen, Kajakshops, Schafsherden und Bauernhöfen.
Auf einem Bauernhof kauften wir etwas Wurst, Rillettes und einen berühmten Schafskäse, einen Ossau-Iraty Brebis-Pyrénées, kurz Brebis genannt. Es ist ein wohlschmeckender, milder Hartkäse.
Unterwegs legten wir einige Stopps zum Fotografieren ein und gegen Mittag tranken wir in der Chocolaterie Laia in der Ortschaft Saint-Étienne-de-Baïgorry heiße Schokolade und probierten einige der handgemachten Pralinen: Sehr lecker.
Von Saint-Étienne-de-Baïgorry waren es nur noch wenige Kilometer bis zur kleinen Stadt Saint-Jean-Pied-de-Port. Die Stadt ist für viele Wanderer und Pilger, der Ausgangspunkt für ihre Wanderung auf dem Jakobsweg, nicht erst seit der Veröffentlichung des Buches „Ich bin dann mal weg“ von Harpe Kerkeling.
Die kleine Stadt mit ihren knapp 1.500 Einwohnern ist ein Touristenmagnet. Und davon lebt die Stadt scheinbar nicht schlecht. In fast jedem Haus ist ein Geschäft, Restaurant oder kleines Hotel, die Straßen sind voller Menschen, zumindest in den Sommermonaten.
Saint-Jean-Pied-de-Port wird auch oft von Tagesgästen besucht, die ihre Unterkunft an der Küste haben und die bekannte Pilgerstadt mit ihrer Zitadelle kennlernen möchten.
Auch wir gingen durch den Ort, besichtigten die alte Stadtmauer und die historische Burganlage, aßen und tranken etwas Cidre und Schinken und schauten aus Neugierde im Pilgerbüro vorbei, dem Ort an dem die Pilger sich ihren Pilgerausweise ausstellen lassen.
Wir verließen am frühen Nachmittag die Stadt und fuhren einmal über die Pyrenäen in Richtung Pamplona, bogen allerdings 20 oder 30 Kilometer vorher in Richtung Küste ab, um wieder nach Hendaye zu gelangen.
Es war eine Fahrt zuerst durch Nebel und Regen und später auf spanischer Seite durch Sonnenschein. Die Region ist dünn besiedelt, eine wunderschöne Landschaft mit sehr vielen Wäldern, vereinzelten Wiesen und ungezähmten Bergflüssen.
Nur selten kamen wir an kleinen Dörfern oder einzelnen Gehöften vorbei. Die Fahrt zog sich hin und so war ich froh, abends wieder in Hendaye zu sein.
Am nächsten Tag, es war der Donnerstag, packten wir langsam für die Rückfahrt, gingen nachmittags nochmals schwimmen und fuhren am Freitag gegen 8 Uhr morgens im strömenden Regen in Richtung Heimat.
Text und Fotos: Hans-Joachim Franzen
"Unser" Campingplatz in Hendaye an der Cote Basque. Ein guter Platz für Familien mit Kindern, Surfer, Strandurlauber und Gourmets: www.camping-eskualduna.fr
Wenn jemand ein Feriendomizil in Südfrankrech sucht: Beverley Hull - Immorama Aquitaine Bergerac, France: www.immorama-bergerac.com
Nette Chocolaterie (es gibt aber auch Kaffee) mit handgemachten Pralinen, liegt unweit von Saint-Jean-Pied-de-Port und dem Weinanbaugebiet Irouléguy: www.laia.fr
Offizielles Webportal der AOC (AOP) Piment d'Espelette: www.pimentdespelette.com
Webadresse eines Produzenten von Piment d'Espelette: www.bipertegia-espelette.com
Preiswerte Hotels in Frankreich: www.cerise-hotels-resorts.com
Direktverkauf von Produkten aus dem französischen Baskenland, zum Beispiel Rindfleisch, Kalbfleisch, Lammfleisch, Käse. Allerdings kein Versand, aber eine gute Adresse, wenn man in der Nähe Urlaub macht: www.lafermebethanoun.fr
Campingplatz unweit von Pau im Pyrenäenvorland: www.camping-terrier.com
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