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Saint-Jean-de-Luz - Markt, Hafen, Einkaufsstraßen und Uferpromenade
Am Dienstag wollten wir endlich Saint-Jean-de-Luz (baskisch Donibane Lohizune) kennenlernen, nachdem wir schon oft vorbei gefahren waren. Die alte Taktik früh loszukommen, naja früh bedeutet vor zehn Uhr morgens, hat sich auch hier bewährt. Um diese Zeit war es kein Problem ohne Stau in die Stadt und ins nächste Parkhaus zu gelangen.
Das Parkhaus lag nicht weit von der Markthalle entfernt und auch hier hielt sich der Andrang noch in Grenzen. „Einkaufen können wir später noch“, dachten wir und schauten uns das Sortiment in Ruhe an. Auch außerhalb der Markthalle waren viele kleine Stände von örtlichen Erzeugern mit Obst, Gemüse, Käse, Wein, Honig, Rillettes und Backwaren aufgebaut.
In der Halle dominierten die Fischstände, was für eine Stadt am Meer mit einem Fischereihafen nicht verwunderlich ist. Besonders die großen Thunfische stachen den Besuchern ins Auge.
Für mich als Hobbykoch waren die vielen kleineren Fischarten aber viel spannender, zum Beispiel Petermännchen (sehr lecker und preiswert), verschiedene Knurrhahnarten, Meerbarben, Meerbrassen, Drachenköpfe und die superfrischen Makrelen, Sardinen und Sardellen.
Natürlich gab es auch Lachs, aber warum sollte man hier einen Zuchtfisch aus Norwegen kaufen? Mehr als eine Ergänzung waren die vielen Austernarten, Meeresschnecken, Mies- und Venusmuscheln, Kalmare, Sepia und Oktopusse.
Aber es gab auch eine großer Auswahl an Rind-, Schweine- und Lammfleisch, dazu Wachteln, Tauben, Hühner, Enten und Gänse. Und auch Innereien, Schinken, Würste und Confit fehlten nicht.
Dann ging es in Richtung Uferpromenade. An der Kirche Saint-Jean Baptiste konnten wir nicht vorbeigehen, ohne schnell mal einen Blick hinein zu werfen. Das Innere überraschte doch ein wenig.
Es war von Holz geprägt und wirkte recht dunkel, aber nicht unfreundlich oder bedrohlich. Interessant: In der Kirche Saint-Jean Baptiste hat vor 351 Jahren der Sonnenkönig Ludwig XIV. Maria Theresia von Spanien geheiratet.
Auf dem Weg zur Promenade kamen wir an zahlreichen Restaurants vorbei, viele mit baskischer Küche oder spanischen Spezialitäten.
Die Tische waren oft nett eingedeckt, die Menüs lasen sich vielversprechend. Auf der Promenade angekommen machten wir einige Fotos, aber das Ufer war zwar nett, aber nichts Besonderes, also gingen wir langsam in Richtung Hafen. Hier tranken wir einen Kaffee, schauten und die umliegenden Geschäfte und machten uns auf den Weg zurück zur Markthalle.
Dort war es inzwischen richtig voll geworden und so mussten wir uns anstellen und warten. Wir kauften einige frische Fische: Sardinen, Makrelen, Rochen…
Zurück auf dem Campingplatz setzte ich unseren Holzkohlengrill in Betrieb und grillte die superfrischen Fische. Ach ja, Baguette gab es natürlich auch dazu und einen leckeren Salat.




