URLAUB IN RUSSLAND - WELTNATURERBE LISTE

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UNESCO Objekte des Weltnaturerbes in Russland

1995 Urwälder von Komi

Das Objekt (3,28 Mill. ha) umfasst die aneinander grenzenden Territorien des Naturschutzgebietes "Petschoro-Ilytschskij" und des Nationalparks "Jugyd-Wa" im Nord-Osten der Republik Komi. Das ist die größte geschlossene Urwaldfläche in Europa. Das Gebiet, das durch sein Reichtum an Pflanzen- und Tierarten gekennzeichnet ist, wird schon seit mehr als 50 Jahren wissenschaftlich erforscht.

 

1996 Baikalsee

Wegen seiner erstaunlichen Schönheit nennt man den See, dessen Fläche 3,15 Mill. ha beträgt, "die Perle Sibiriens". Der Baikalsee ist mit 25 Millionen Jahren der älteste und mit 1637 Meter der tiefste See der Welt. Zudem stellt er das größte Süßwasserreservoir der Erde dar (insgesamt beinhaltet er rund 20% aller ungefrorenen Süßwasservorräte der Welt). Wegen seines Alters und seiner Isolation ist der Baikalsee zum "Galapagos von Russland" geworden: der See ist außerordentlich reich an endemischen Pflanzen- und Tierarten von hoher wissenschaftlicher Bedeutung. Zwei Drittel der insgesamt 2.500 Tier- und Pflanzenarten sind endemisch. Zu ihnen gehören die einzige Süßwasser-Robbe der Welt, die Nerpa (Baikalrobbe), der Omul (eine Lachsart) oder der Golomjanka (Ölfischlein, ein durchsichtiger, schuppenloser Fisch). Gespeist wird der Baikalsee von 365 Flüssen und Bächen, die aus den umliegenden Gebirgen in den See fließen. Einziger Abfluss ist die Angara - einer der großen Flüsse Sibiriens.

 

1996 Vulkanregion von Kamtschatka mit Naturpark

Wegen der Anhäufung tätiger Vulkane, ihrer Verschiedenartigkeit and der Mannigfaltigkeit der vulkanischen Nebenerscheinungen (Geysire, Fumarole, unterirdische Heißwasserquellen usw.) gehört Kamtschatka zu den interessantesten vulkanischen Regionen der Welt. Darüber hinaus zeichnet sich das zwischen dem Ochotskischen Meer und dem Pazifischen Ozean liegende Kamtschatka durch eine einzigartige Schönheit seiner Landschaften und einen einmaligen Reichtum seiner Fauna aus.

 

1998 Altai-Gebirge

Der Altai befindet sich im Süd-Osten der Westsibirischen Tiefebene zwischen Russland, Kasachstan, der Mongolei und China. Der höchste Berg ist Belucha mit 4506 m Höhe. Er bildet die Wasserscheide zwischen Ob und Irtysch und ist von vielen kleineren Flüssen (darunter zwei Quellflüssen des Ob – Katun und Bija) zerschnitten. Altai setzt sich aus fünf einzelnen Räumen (Gesamtfläche 1 611 457 Hektar) zusammen: dem Naturschutzgebiet "Altaiskij", der Pufferzone um den Telezkoje-See, dem Naturschutzgebiet "Katunskij", dem Naturpark "Belucha" und der Ruhezone "Ukok". Diese Region ist einzigartig hinsichtlich ihrer landschaftlichen und biologischen Vielfalt sowie der Schönheit ihrer unberührten Natur und ihrer eigenartigen Pflanzen- und Tierwelt.

 

1999 Westlicher Kaukasus

Das Kaukasische Biosphärenreservat mit den Hochgebirgsräumen des Westlichen Kaukasus befindet sich 50 km nordöstlich des Schwarzen Meeres (Gesamtfläche 275 000 Hektar). Es ist eine der wenigen ausgedehnten Gebirgsregionen in Europa, die bisher keinen größeren Einfluss menschlicher Tätigkeit ausgesetzt waren. Darum gehört dieser Raum zu den Habitaten seltener endemischer Pflanzen- und Tierarten (bzw. Reliktarten), darunter unter anderem lokale Arten des europäischen Wisents und des Edelhirsches sowie des westkaukasischen Steinbocks. Die Landschaft zeichnet sich durch eine große Vielfalt von Alpen- und Subalpenökosystemen aus.

 

2000 Kurische Nehrung

Die fast 100 Kilometer lange Sandbank zwischen Klaipeda in Litauen und Russischen Exklave Kaliningrad entstand vor 7000 Jahren durch Sandanspülungen. Der Wald, der auf der Nehrung wuchs, wurde ab dem 16. Jahrhundert fast vollständig gerodet. Der ständige Nordwest-Wind weht den Sand an der Meerseite auf und bildet so die Dünen (die höchsten Dünen Europas), die sich fast über die gesamte Nehrung erstreckten und sich in Richtung Osten mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern im Jahr auf die Dörfer der Fischer zubewegen und diese allmählich unter sich begraben. Die beiden Seiten der Nehrung stehen unter Naturschutz. Kleiner Ort Rybatschi neben der Grenze zu Litauen beherbergt eine traditionsreiche Vogelwarte, die von dem deutschen Ornithologen Johannes Thienemann gegründet wurde.

 

2001 Naturschutzgebiet Zentral-Sikhote-Alin

Dieses Gebirgsland im Süden des russischen Fernen Ostens ist mit Mischwäldern bedeckt. Dieser Waldtyp zeichnet sich in der ganzen gemäßigten Klimazone durch Artenreichtum und -eigenartigkeit aus. In diesem Übergangsraum von der Taiga zu den Subtropen kann man sowohl südliche (Tiger, Weißbrustbär) als auch nördliche Arten (Braunbär, Lynx) finden. Die Landschaften von Gipfeln der Bergketten bis zur Küste des Japanischen Meeres sind vielfältig. Das zentrale Sichote-Alin ist ein Habitat vieler bedrohter Tierarten, unter anderem des Amurtigers (sibirischer Tiger).

 

2003 Becken von Uvs-Nuur

Dieses grenzüberschreitende Naturdenkmal - Biosphärenreservat zwischen Russland und der Mongolei umfasst unterschiedliche Ökosysteme: die ewigen Schneefelder im Turgen-Gebirge, Seen- und Steppengebiete, die Wüste von Altan Els. Im Uvs-Nuur See findet man viele Relikttierarten wie Seehunde und Seevögel und auch verschiedene Wandervögel. In den Wüsten- und Bergregionen leben seltene Tiere wie die mongolische Wüstenrennmaus, Polarkatzen, Schneeleoparden, Wildschafe und der asiatische Steinbock.

 

2004 Naturreservat Wrangelinsel

Zwei Inseln in Nordpolarmeer, Wrangel und Herald, bilden gemeinsam das Naturreservat Wrangelinsel. Wrangel war während des Pleistozän nicht vergletschert, was zu einer außergewöhnlichen Biodiversität führte. Die Insel ist Brutstätte gefährdeter Zugvögel, besitzt die weltweit größte Population von Walrossen, die größte Dichte von Polarbären und ist ein wichtiger Lebensraum für Grauwale und Wandervögel.


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