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Sassnitz - Urlaub in der "weißen Stadt am blauen Meer"

Der Königsstuhl bei Sassnitz

Der Königsstuhl bei Sassnitz zog bereits vor 100 Jahren Besucher an

Sassnitz, die nördlichste Stadt der Insel Rügen, bietet Hafenidylle und südländisches Flair.


Zur romantischen Altstadt schlängeln sich die schmalen Straßen in Serpentinen den Hang hinauf. Und hier stehen sie - aufgereiht wie an einer Perlenkette: die schnuckeligen schneeweißen Villen mit reich verzierten Veranden und Balkonen im Stil der Bäderarchitektur. Ihnen hat die Hafenstadt Sassnitz, auf der schönen Insel Rügen, den Namen "weiße Stadt am blauen Meer" zu verdanken. Sie waren allerdings nicht immer so strahlend, die Villen, in denen heute komfortable Hotels untergebracht sind. Aber fast ausnahmslos wurden sie jetzt restauriert und piekfein herausgeputzt.

Gelegentlich blitzt zwischen zwei "weißen Perlen" das blaue Meer hindurch. Das lässt schon ahnen, wie zauberhaft der Blick erst von den verzierten Balkonen sein muss. Ein Logenplatz: Man schaut hier nicht einfach nur auf's Meer, sondern auf das quirlige Treiben im Stadthafen. Schiffe kommen und gehen, Fischer landen ihren Fang an und verkaufen den frischen Fisch direkt vom Kutter. Auf der fast 1,5 Kilometer langen Mole, die den Hafen vor zu hohem Seegang schützt, spazieren Touristen „mitten im Meer“ bis zum Leuchtfeuer. Hier lassen sie sich vom gesunden Seewind, der die Alltagssorgen vertreibt, die Haare zerzausen.

Für Seeleute lohnt der Besuch im Fischerei- und Hafenmuseum oder im Museum für Unterwasserarchäologie, in dem auch die von der "EXPO" zurückgekehrte Gellenkogge - ein vor Hiddensee gefundener Segler - zu bewundern ist.

Bummel durch Sassnitz: Altstadt und Stadthafen

Dann locken Cafés und Restaurants in die liebevoll restaurierten Fischerhäuser an der Strandpromenade, urige Hafenkneipen, das Räucherschiff oder die originellen Lokale der Altstadt. Sie haben so klangvolle Namen wie "Kutter 4" und "Tonne 5", "Störtebeker" und "Neptun’s", "Seekiste" und "Moby Dick", "Gastmahl des Meeres" und „Bim Fischer un sin Fru“ (hochdeutsch: Beim Fischer und seiner Frau“). Einen Altstadt-Bummel sollte man auf keinen Fall versäumen. Auf steilen, engen, kopfsteingepflasterten Gassen schnuppern Sie fast mediterranes Flair. Auch wer vom Meer her auf die Altstadt schaut, hat das Gefühl im Süden zu sein.

Gut 100 Jahre lang: bis 1998, legten hier im Stadthafen von Sassnitz auch "große Pötte" an. Zum Beispiel die Fährschiffe, die von Sassnitz nach Trelleborg im Königreich Schweden fuhren. Wenn man heute vom Fährhafen spricht, meint man den neuen Hafen in dem zu Sassnitz gehörenden Ort Mukran. Von hier aus wird der traditionelle Fährverkehr auf der "Königslinie" fortgesetzt, weitere Fähren verbinden Rügen mit Bornholm und Litauen. Und hier gehen jetzt auch die prächtigen Kreuzfahrtschiffe vor Anker.

Wer den "Duft der großen, weiten Welt" genießen möchte, ist hier richtig. Und bei der Gelegenheit lässt man sich natürlich die nahegelegene Steinheide mit den eindrucksvollen Feuersteinfeldern nicht entgehen.

Der idyllische Stadthafen bleibt jetzt den Berufsfischern, Hobby- und Hochseeanglern, den Wassersportlern und Ausflugsschiffen vorbehalten, die von der Mole zu den Seebrücken der Badeorte Binz, Sellin und Göhren in See stechen oder an der Kreideküste entlangschippern.

Ausflugsziele bei Sassnitz

Etwa drei Stunden dauert der Fußmarsch (feste Schuhe!) von Sassnitz zum Königsstuhl, dem Wahrzeichen der Insel, wenn man am Wasser entlang wandert (alternativ: zwei Stunden an der Steilküste entlang durch den Wald). Wer vom Strandgut fasziniert ist, jeden Feuerstein umdrehen muss oder Hühnergötter und Donnerkeile für Zuhause sucht, braucht gewiss noch etwas länger. Aber es lohnt sich und sogar die Kinder haben so viel Spaß beim Steine- und Strandgutsammeln, dass sie gar nicht merken, wie lang der Weg ist.


Die strahlendweiße Kreideküste mit den bizarren Wissower Klinken und der Viktoriasicht, von der man einen hervorragenden Blick auf den 119 Meter hohen Königsstuhl genießt, besuchen Jahr für Jahr über 450 000 Touristen.


Sassnitz, die weiße Stadt am blauen Meer, liegt auch im Grünen: am Nationalpark Jasmund. Hier im Nordosten der Insel Rügen sind eine Vielzahl von Tieren - allein 295 Schmetterlings- und 190 Vogelarten, Dam- und Rothirsche, Reh- und Schwarzwild - vertreten. Über 20 Orchideenarten blühen auf den trockenen Kreideschutthängen. Und es ragen überwiegend Rotbuchen - ungestört und urwüchsig - in den Himmel über der größten und wohl abwechslungsreichsten deutschen Insel.


Mehr zum Urlaub in Sassnitz:
Tourist Service, Sassnitz
Tel. 038392/649-0
Fax 64920
Internet: www.touristservice-sassnitz.de



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