URLAUB IN DEUTSCHLAND - RÜGEN

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Aktiv auf Rügen - von Trauungen, Sturmwanderungen, Radfahren und viel Sehenswertem

Blick auf das Kap Arkona.

Rügen ist eine Insel für alle Jahreszeiten. Im Frühjahr reisen wintermüde Besucher aus ganz Deutschland an. Auch Herings- und Hornhechtangler treffen sich zu der Zeit auf Rügen. Die Sommermonate gehören Familien mit Kindern, Surfern und Seglern, der bunte Herbst ist bei Wanderern, Reitern und Radfahrern beliebt und im Winter treffen sich die Freunde langer Strandspaziergänge auf Rügen.

 

Ein Besuch der Nordspitze Rügens, des imposanten Kap Ankona, ist ein Muss für jeden Rügenurlauber, zumindest wenn er das erste Mal seine Urlaubstage auf der Insel verbringt. Nicht nur von See aus, sondern auch vom Strand ist die bis zu 45 Meter hohe Küstenformation beeindruckend. Am Kap Arkona finden sich zudem zwei Leuchttürme und ein slawischer Burgwall, die Jaromarsburg. Während der Wintermonate finden hier geführte Sturmwanderungen statt. Im alten Leuchtturm können sich Heiratswillige das Ja-Wort geben und sich in der kleinen weißen Kapelle auch gleich kirchlich trauen lassen.

 

Zu Füßen der Kapelle liegt das Fischerdörfchen Vitt: eine Handvoll gepflegter Reetdachhäuser, ein idyllischer Minihafen mit einer kleinen Fischräucherei. Wer einmal hier war, kommt gerne in das malerische Örtchen wieder.

Ein Erlebnis für große und kleine Gäste ist der "Rügenhof" am Kap Arkona: Eine riesige, originelle Hof-Anlage mit Glasbläser, historischer Druckwerkstatt, Rügen-Keramik- und Schmuck-Laden. Es finden ganzjährig Veranstaltungen statt: z. B. Drachen-, Leuchtturm- und Schlachterfeste...

Der zweite Frühling

Reizvoll ist die Insel auch im Frühjahr und Herbst. Dann rasten auf den weiten Feldern der Insel Ummanz unzählige Kraniche auf dem Weg vom bzw. in den Süden. Der Frühling hält auf der Insel erst im Mai so richtig Einzug, wenn anderswo die Tulpen und Krokusse bereits verblüht sind. So kann man jedes Jahr einen "zweiten Frühling" auf Rügen erleben. Im Mai schließt sich dann auch langsam das grüne Blätterdach der Alleen, um im goldenen Oktober in ein prachtvolles Herbstgewand aus Braun-, Gelb- und Rottönen schlüpfen zu können. Dann lädt die Insel alljährlich zur "Tour d’Alleé" ein: eine Rad-Sternfahrt für Gäste und Einheimische mit prominenten Radrennfahrern und festlichem Rahmenprogramm.

Rügen-Urlaub auf dem Rad

Ab und an sollte man im Urlaub das Auto mal gegen ein Fahrrad eintauschen. Auf Rügen laden schöne Naturschutzgebiete und ausgedehnte Wälder zum Wandern und Radeln ein. Eine interessante Radtour führt auf einer ehemaligen Bahntrasse von Altefähr bis Putbus durch den geschichtsträchtigsten Landstrich der faszinierenden Insel. In der alten Residenzstadt Putbus, dem kulturellen Zentrum von Rügen, sollte man sich das kleine Theater, den Schlosspark und den im italienischen Stil kreisförmig angelegten Prunkplatz "Circus" ansehen. Im Hafen des Putbusser Vorortes Lauterbach legt das Ausflugsschiff MS Julchen zur Naturschutz-Insel Vilm ab. Lediglich 30 Gäste dürfen pro Tag auf die bis 1989 für die Öffentlichkeit gesperrte Insel. Mit Insel-Führung dauert der Ausflug etwa zweieinhalb Stunden.

Nostalgie unter Dampf - unterwegs mit dem "Rasenden Roland"

Rasender Roland durch die Granitz. Foto: KV Binz

Nur fünf Minuten sind es vom Hafen zum Bahnhof Lauterbach. Hier steigt man mit dem Drahtesel in den "Rasenden Roland" (Ausbildung zum Ehrenlokführer möglich). Die über 100 Jahre alte Rügensche Kleinbahn dampft von Lauterbach über Putbus in die Ostseebäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren. Da man die Fahrt beliebig oft unterbrechen kann, steigt man beim Jagdschloss Granitz aus, das auf dem 107 Meter hohen Tempelberg die herrlichen Buchenwälder überragt. Man klettert die 154 gusseisernen Stufen im Jagdschloss hinauf und wird mit einem einmaligen Panoramablick belohnt. Im Ostseebad Göhren angekommen, setzt man seine Radtour fort und erkundet die idyllische Halbinsel Mönchgut.

 

Wer maritime Atmosphäre schnuppern möchte, besucht die kleinen Fischerdörfer Groß Zicker, Altreddevitz, Gager und Thiessow. Eine lustige und informative Unterbrechung ist die Unterrichtsstunde (nur mittwochs; Gruppen nach Vereinbarung) im Schulmuseum von Middelhagen. Hier gibt's Einblicke in die Mönchguter Tradition und das Leben der Fischer-Bauern - aber vor allem viel Spaß.


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