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Rosenheim - oberbayerische Gemütlichkeit an der Inn

Rosenheim - Museum im Stadttor

Rosenheim - Museum im Stadttor

Rosenheims Ursprünge gehen bis in die Römerzeit zurück. Im Mittelalter wuchs die Stadt durch den Salzhandel und war Knotenpunkt der Innschifffahrt. Der Aufschwung endete im 17. Jahrhundert durch Pestepedemien, Stadtbrände, Überschwemmungen und den Dreißigjährigen Krieg. Im 19. Jahrhundert ging es wieder bergauf, dank der Saline (1810), Eisenbahnverbindungen nach Innsbruck und Salzburg (1847) und der Verleihung der Stadtrechte (1864).

Innenstadt im „Inn- und Salzach-Stil“

Die mittelalterliche Bausubstanz Rosenheims wurde im 17. Jahrhundert durch Feuersbrünste vernichtet. Der Wiederaufbau erfolgte im „Inn- und Salzach-Stil“. Die Bürgerhäuser bilden zur Frontseite ebenmäßige, farbenfroh verputzte Häuserreihen mit Arkadengängen. Typische Gebäude der Inn-Salzach-Architektur säumen den Max-Josefs-Platz, die „Gute Stube“ Rosenheims. Dort steht auch das einzig verbliebene Stadttor, das Mittertor. Rund um den Max-Josefs-Platz erstreckt sich die Fußgängerzone.

Fahrradfreundliche Innenstadt

Winterlandschaft bei Rosenheim

Winterlandschaft bei Rosenheim

Die Innenstadt ist fahrradfreundlich. Neben Radwegen ist das Angebot an Abstellmöglichkeiten üppig. An die Blütezeit der Eisenbahn erinnert der „Lokschuppen“. Der ehemalige Bahnhof wurde zum Kultur- und Ausstellungszentrum umfunktioniert. Wissenswertes rund um die Schifffahrt und die Flusslandschaft vermittelt das „Inn-Museum“. Informationen zu den Öffnungszeiten gibt es unter der Telefonnummer 08031/ 305171.

Biergärten

Einst waren in Rosenheim 15 Brauereien ansässig. Heute sind wenige übrig, darunter die Flötzinger-Brauerei. Freunde des Gerstensaftes finden im Stadtbild einige Biergärten, etwa auf einem autofreien Platz namens „Hofbräu“. Dort liegen mehrere Lokale mit großzügigen Terrassen, Wasser plätschert in einen Brunnen.. Nach alter bayerischer Tradition dürfen die Gäste in den Rosenheimer Biergärten noch ihre eigene Brotzeit mitbringen. Abenteuerlustige Gaumen können sich dafür bei Rosenheimer Metzgern mit Spezialitäten wie Woll- oder Milzwurst eindecken. Rosenheim hat auch seine eigene „Wiesn“. Das „Rosenheimer Herbstfest“ lockt Besucher aus dem weiten Umkreis und beginnt traditionell Ende August. www.herbstfest-rosenheim.de

Wer im Urlaub lieber Golf spielt: In erreichbarer Nähe rund um Rosenheim liegen 14 Golfpätze.

Im Winter locken die Skigebiete rund um den Wendelstein und bei den Chiemgauer Alpen zum Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern oder Langlauf.

 

Auf den Spuren der Fernseh-Kommissare

Marktgemeinde Neubeuern im Rosenheimer Land

Marktgemeinde Neubeuern im Rosenheimer Land

Popularität erlangte Rosenheim in den letzten Jahren durch die TV-Krimireihe „Die Rosenheim-Cops“. Bis zu fünf Millionen Zuschauer verfolgen die oberbayerische Verbrecherjagd Woche für Woche auf der Mattscheibe.

Die Touristinformation bietet Führungen „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“. Gästeführer lotsen Interessierte zu Drehorten der Serie. Dabei entschlüsseln sie so manche Fernsehlüge. So ist das vermeintliche Polizeihauptquartier in Wirklichkeit das Rathaus. Einige Aufnahmen entstehen in der Umgebung Rosenheims, etwa in Samerberg.

Alle Geheimnisse geben die Gästeführer jedoch nicht preis, um die Privatsphäre der eigentlichen Hauseigentümer zu wahren. Mit etwas Glück werden die Rosenheim-Besucher Zeuge von Dreharbeiten.

Die Führungen laufen sonnabends um 16 Uhr, Treffpunkt ist vor dem Parkhaus P1 (Hammerbach/Innenstadt). Erwachsene zahlen 4 Euro. Gruppen können die Führung bei der Touristinfo Rosenheim, Tel. 08031/3659061, buchen.

 

Text: Berit Böhme


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