ITALIEN - URLAUB IM LATIUM UND IN ROM
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Urlaub in Rom - einmal im Leben ein Muss
Rom, die ewige Stadt, lockt seit Jahrtausenden Touristen und Gläubige aus aller Welt an. Schon in der Antike war Rom ein Muss für alle die mitsprechen wollen. In den letzten Jahren ist die Stadt sicherer und leiser geworden. Es ist auffallend wie leise die Vespas inzwischen fahren und auch die Diebstähle sind zurückgegangen.
Also nichts wie hin und gemütlich im Strom der anderen Touristen zu den Sehenswürdigkeiten pilgern. Aber, nicht vergessen in einen der vielen Bars einen Kaffee zwischendurch trinken! Wer ein wenig die Preise vergleicht braucht nicht mehr als 85 Cent dafür hinlegen und auch bein Essen kann Rom erheblich günstiger sein als jede deutsche Großstadt.
Rom: der Petersdom
Die von Konstantin erbaute Basilika auf dem Grab des San Pietro, wurde 396 nach Christus von Papst Silvester geweiht.
1506 wurde mit der Gestaltung der Kirche begonnen, an der die bedeutendsten Architekten der Renaissance, wie Michelangelo ab 1546, mitwirkten. Der von ihm begonnene Bau der Kuppel und des griechischen Kreuzes wurden von Della Porta beendet. 120 Jahre dauerte es, bis das Bauwerk vollendet war.
1626 fand die feierliche Weihe der Peterskirche durch Papst Urban VIII. statt. Durch das mittlere Portal der Kirche, gelangt man in das fünftürige Atrium; die Porta Santa rechts wird nur alle 25 Jahre zum Jubiläum geöffnet.
Im Innern verfügt die Kirche über ungewöhnlich schöne und wertvolle Schätze. So befindet sich in der ersten Kapelle rechts die "Pietà", Michelangelos Meisterwerk seiner jungen Jahre. 1499/1500 begründete er mit der Skulptur in Rom seinen Ruhm als Bildhauer. In das Brustband der Madonna hat der junge Meister seinen Namen eingemeißelt, was für damalige Verhältnisse noch durchaus unüblich war.
Während der Osterwochen werden die Reliquien der Heiligen ausgestellt: Der Schädel des Heiligen Andreas, Teile des echten Kreuzes, der Schleier der Veronika und ein Stück der Lanze, mit der Christus der Brustkorb durchbohrt worden sein soll.
Aus vielen Fernsehübertragungen ist der Petersplatz jedem bekannt. Hier zelebriert der Papst an Festen die Messe vor Hunderttausenden im Freien.
Auch vom Hauptaltar aus zelebriert nur der Papst die höchsten Feierlichkeiten, wie Seligsprechungen, Heiligsprechungen und auch die Papstkrönungen finden hier statt. Vom Balkon in der Mitte der Fassade des Petersdoms, erteilt der Papst den Segen „Urbi et Orbi“
Rom: das Kolosseum
Das Kolosseum in Rom ist eines der großen Wahrzeichen der Stadt und gehört zu den wichtigsten und imposantesten überbliebenen Bauwerke der Antike. Das größte Amphitheater der Welt, wird auch Anfiteatrum Flavium genannt, weil es unter der kaiserlichen Dynastie der Flavier um 72 nach Christus errichtet wurde. Unter dem Motto „ panem et circenses“ („Brot und Spiele“), veranstalteten die römischen Kaiser grausame und unmenschliche Spiele und Gladiatorenkämpfe, die aber für eine unbeschreibliche Euphorie sorgten. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, vom kleinen Bürger bis zum Kaiser selbst, kamen in Scharen, um an den begehrten Attraktionen teilzunehemen.
Gegen Ende des Reiches haben mehrere starke Erdbeben das Kolosseum, das nach einer Nerostatue „Koloß“ benannt ist, schwer beschädigt und im Mittelalter und der Renaissance wurde es für andere Zwecke genutzt oder missbraucht.
Erst Papst Benedikt XIV (1740-1758) wirkte dem Zerfall des Kolosseums entgegen, indem er es im Namen tausender christlicher Märtyrer der „Via Crucis“ weihte.
Noch heute begeht der Papst am Karfreitag einen stark besuchten Jugendkreuzweg im Kolosseum, dem großen historischen Erbe der Antike.
Rom: das Pantheon
Das Pantheon: Die größte Kuppel der Welt. Auf den ersten Blick wirkt das Pantheon relativ unspektakulär, vor allem wenn bei seinem Spaziergang durch die „ewige Stadt“ andere, äußerlich ähnliche Bauwerke gesehen hat. Bei einem verhältnismäßig schmucklosen Rundbau, hat man in Rom schon ganz andere Sachen gesehen.
Im Innern des Pantheon tut sich jedoch eine ganz andere Welt auf. Die Kuppel des Pantheon ist bereits im 2. Jahrhundert nach Christus erbaut worden, also anderthalb Jahrtausende vor der von Sankt Peter. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 43,30 m und ist somit die größte der Welt. Ganz oben wird sie von einer 9 m breiten, kreisförmigen Öffnung durchbrochen, der einzigen Lichtquelle des gesamten Raumes.
Mit seinen 16 original-römischen Säulen der Vorhalle, dem echten Fußboden und der prachtvoll-hinterbliebenen Kassettendecke, gehört das Pantheon zu den Bauwerken der Antike, die am besten erhalten geblieben sind.
Begonnen wurde mit dem Bau des Pantheon, dessen Name „Das Hochheilige“ bedeutet, 27 vor Christus, zu Ehren der sieben Planetengottheiten Apollo, Diana, Jupiter, Mars, Merkur, Saturn und Venus.
Im Pantheon befinden sich die Gebeine der italienischen Könige, wie etwa des Vittorio Emmanuele II, aber auch das Grab des Renaissance-Maler Raffael, über dessen Sarkophag die Madonna steht.
Das Pantheon gilt als Nationalkirche Italiens- und sein etwas schmuckloses Äußeres, rührt daher, dass die ehemalige prächtige Bronzeverkleidung des Pantheon, für die Säulen des Baldachin im Petersdom eingeschmolzen werden musste.
Forum Romanum
In der glamourösen Zeit des Römischen Reiches, war das Forum Romanum gewissermaßen das Herz der Stadt, eine Art Marktplatz, ein Ort, an dem man sich traf, um Geschäfte zu machen, Reden zu halten, hin und wieder gab es hier auch Triumphzüge. Öffentliche Gebäude, Markthallen, Kultstätte, Denkmäler und Tempel wurden auf diesem Terrain prachtvoll errichtet- das Forum Romanum war das Zentrum des römisch-öffentlichen Lebens.
Erdbeben und Kämpfe verschiedener Parteien, für deren Austragungsort das Forum gewählt worden war, sind Gründe für den allmählichen Verfall des einst so prächtigen Platzes. Auch die Rückkehr der Päpste nach Italien und die damit einhergehende Christianisierung trug dazu bei, dass ehemalige Tempel für christliche Zwecke genutzt und umgestaltet worden sind. Viele kulturell-wertvolle Gegenstände wurden sogar als Baumaterial (Marmor) für neue Gebäude genutzt.
Mehrere Jahrhunderte war das Forum so verkommen, dass es später sogar als Kuhweide bezeichnet und genutzt wurde.
Erste Ausgrabungsversuche im 18. Jahrhundert, richteten mehr Schaden an, als dass sie brauchbares Material lieferte.
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts und verstärkt seit 1870, begannen richtige Ausgrabungsarbeiten, die auch von der Regierung unterstützt wurden. Diese dauern bis heute an und liefern laufend neue Erkenntnisse.
Zwar sind heute nur noch Ruinen von damals erhalten, jedoch geht von ihnen immer noch etwas faszinierendes und mystisches aus, die die Ausstrahlung und Atmosphäre jener glorreichen Zeit, erahnen lassen.
Rom: Fontana di Trevi (Trevibrunnen)
Die Fontana di Trevi, Roms größter und weltberühmter Brunnen wurde im 18. Jahrhundert von Clemens XII. in Auftrag gegeben und wurde zwischen 1732 und 1751 unter der Leitung von Nicolò Salvi und nach ihm von Pietro Bracci erbaut. Ursprünglich war der Brunnen der Endpunkt der antiken Wasserleitung der Aqua Virgo. Der ungewöhnlich große Brunnen, ist ein imposantes Bauwerk und nimmt fast die Hälfte des Platzes ein, auf dem er steht.
Unterhalb des dreiachsigen Triumphbogens steht der Gott Neptun auf einem Wagen, der von zwei Meerespferden gezogen wird. Umgeben ist die Situation von vielen Muscheln und Tritonen. Das Wasser entspringt künstlichen Felsen, die ihrerseits die Figuren umspülen, bis es sich in einem halbrunden Becken sammelt.
Der Name Fontana di Trevi geht wohl darauf zurück, dass er an einer Schnittstelle von drei Wegen (ital. Tre vie) steht.
Besonders schön ist ein Besuch am Abend, wenn das schöne Wasserspiel von Lichtern erleuchtet wird. Wenn man nach Rom zurückkehren möchte, sollte man nach einem alten Brauch eine Münze über die Schulter in den Brunnen werfen. Ein Stückchen Wahrheit ist da dran, denn erfahrungsgemäß kommt jeder in die „Ewige Stadt“ zurück.
Von Sainab Sandra Omar






