URLAUB IN FRANKREICH - FLUSSKREUZFAHRT AUF DER RHÔNE

Reisedauer: 7 - 10 Nächte
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      Eine Flusskreuzfahrt auf der Rhône - ein Reisebericht

      Kreuzfahrtschiff auf der Rhône. Fotos: H. Gentsch

      Kreuzfahrtschiff auf der Rhône. Fotos: H. Gentsch

      Was für uns die Elbe oder der Rhein ist, ist für die Franzosen die Rhône – nämlich der wichtigste Fluss des Landes. Die Rhône entspringt im Schweizer Kanton Wallis und mündet nach rund 812 Kilometern im Süden Frankreichs ins Mittelmeer. Vorher teilt sie sich im Landesinneren bei der Stadt Arles in zwei Flussarme. Die südfranzösische Landschaft an den Ufern der Rhône ist nicht nur für ihre Schönheit, sondern auch für gute Weine und unzählige Sehenswürdigkeiten bekannt. Bei einer Flusskreuzfahrt von Arles bis Lyon kann man die Rhône und umliegende touristische Attraktionen am besten kennen lernen. Dabei durchquert man auch die Provence, einen der schönsten Landstriche Frankreichs.

       

      Rhône- Flusskreuzfahrt Bilder-Galerie ...

      Arles - das Tor zur Camargue

      Amphitheater von Arles

      Amphitheater von Arles

      Arles bildet oft den Ausgangspunkt für Kreuzfahrten auf der Rhône. Doch bevor man dort an Bord geht, empfiehlt sich ein Besuch der südfranzösischen Großstadt Marseille, wo man sich eine Bouillabaisse nach Originalrezept schmecken lassen kann.

       

      Und auch Arles hat einiges zu bieten. Bei einem Stadtrundgang kann man zahlreiche römische Bauwerke wie ein bemerkenswertes Amphitheater sowie ein weiteres antikes Theater besichtigen. Südöstlich der Altstadt befindet sich zudem die Nekropole Alyscamps, die mit gut erhaltenen Grabstätten zu einer Besichtigung lockt. Auch neuere Bauwerke wie die Kathedrale von St. Trophimes kann sich mit ihrer romanischen Fassade und ihrem Kreuzgang sehen lassen.

       

      Amphitheater von Arles

      F(r)isch aus dem Mittelmeer

      Liebhaber von Vincent van Gogh können in Arles auf seinen Spuren wandeln, denn in den Jahren 1888/89 lebte der niederländische Maler in der südfranzösischen Stadt und porträtierte diese in zahlreichen seiner Bilder. Unter anderem inspirierten van Gogh verschiedene Orte der Stadt Arles zu den Bildern „Caféterrasse am Abend“ und „Das gelbe Haus von Arles“. Einige der Orte wurden ab den 1990ern speziell für Touristen dekoriert, damit sie den Gemälden van Goghs ähnlicher sehen.

       

      Arles gilt auch als das Tor zur Camargue, die sich vorwiegend südlich der Stadt zwischen den beiden Mündungsarmen der Rhône erstreckt. Das Naturschutzgebiet ist für die artenreiche Wasservogelwelt bekannt, wo sogar Flamingos leben. Doch gerade die robusten und genügsamen Wildpferde sowie die Camargue-Stiere verleihen der Landschaft einen besonderen Charme, den man bei einer ausgedehnten Wanderung verspüren kann. Camargue-Stiere sind für ihr vorzügliches Fleisch bekannt, aber auch bei unblutigen Stierkämpfen in der Provence spielen sie eine wichtige Rolle. Heute leben sie wie die Camargue-Pferde zwar in der freien Natur, tragen jedoch die Brandzeichen ihrer Besitzer.

      Avignon – die Stadt der Päpste

      Papstpalast in Avignon

      Papstpalast in Avignon

      Weiter nördlich liegt die Stadt Avignon am östlichen Ufer der Rhône. Sie wurde durch das Kinderlied „Sur le pont d'Avignon“ bekannt, das von der Pont St. Bénézet handelt. Die Brücke ist daher heute ein wahrer Touristenmagnet und das, obwohl sie nicht mehr vollständig erhalten ist. Bei einer zerstörerischen Flut im Jahre 1668 blieben nur vier der ursprünglich 22 Brückenbögen erhalten, die anderen wurden von den Wassermassen mitgerissen.

       

      Unweit der Brücke erhebt sich der Papstpalast von Avignon, der zwar außen einer Festung gleicht, innen jedoch mit dem Stil und der Eleganz eines Schlosses beeindruckt. Der Bau des Papstpalastes begann im Jahre 1334 und erfolgte Stück für Stück, immer wieder wurde er erweitert. Hier lebten fünf der sieben französischen Päpste und Gegenpäpste.

       

      In der westlichen Umgebung von Avignon lohnt sich ein Besuch der Pont du Gard bei der Ortschaft Remoulins. Dabei handelt es sich eigentlich gar nicht um eine Brücke, sondern vielmehr um den Teil eines einst 50 Kilometer langen römischen Aquädukts. Dieses leitete Wasser von Uzès nach Nîmes. Noch heute zeugt der Pont du Gard von der hohen Baukunst der Römer. Ganze 49 Meter ragt das gut erhaltene, dreistöckige Aquädukt in die Höhe und schmiegt sich dennoch elegant in die Landschaft.

      Schluchten der Ardèche

      Schluchten der Ardeche

      Schluchten der Ardeche

      Weiter nördlich lohnt sich ein Besuch der Schluchten von Ardèche. Die Ardèche ist ein Nebenfluss der Rhône, der auf 1.200 Metern im Zentralmassiv von Tanargue entspringt und nach etwa 120 Kilometern bei Pont-Saint-Esprit in die Rhône mündet. Der Fluss zieht sich zwischen massigen, bewaldeten Schluchten hindurch und ist bei Kanufahrern äußerst beliebt. Im Sommer können auch unerfahrene Kanufahrer die Ardèche mit dem Kanu erkunden, da der Fluss in den Sommermonaten wenig Wasser führt und sehr ruhig ist. Das ist besonders vorteilhaft für Familien.

       

      Einen spektakulären Anblick bietet die Pont d'Arc, eine natürliche Felsbrücke, die sich über die Ardèche spannt. Sie ist 34 Meter hoch und 59 Meter breit. Auch von oben sind die Schluchten der Ardèche sehenswert. Von der Panoramastraße „Haute Corniche“ aus kann man die Schluchten aus der Vogelperspektive betrachten.

      Vienne - Jazz-Hochburg mit römischer Kulisse

      Spuren der Römer in Vienne

      Spuren der Römer in Vienne

      Dreißig Kilometer vor der Stadt Lyon erreicht man Vienne, das am linken Ufer der Rhône liegt. Die Stadt ist nach Grenoble die zweitgrößte Stadt des Départements Isère. Während der Zeit des Römischen Reiches war Vienne die zweite Hauptstadt Südgalliens und gilt als Sterbeort des berühmt berüchtigten römischen Prokurators Pontius Pilatus. Besonders die zahlreichen Überreste römischer Bauwerke machen die Stadt an der Rhône so sehenswert. Wer in seinem Urlaub Halt in Vienne macht, sollte sich eine Besichtigung des Augustus-Tempels sowie des römischen Theaters nicht entgehen lassen. Im Sommer lockt das Festival „Jazz à Vienne“ viele Besucher an.

      Lyon - Hauptstadt der Nouvelle Cuisine

      Brücke in Lyon

      Brücke in Lyon

      Bei Lyon fließen die Rhône und die Saône zusammen und prägen das Stadtbild Lyons maßgeblich. Die drittgrößte Stadt Frankreichs wurde 43 vor Christus von den Römern gegründet. Unter dem Namen Lugdunum fungierte sie als die gallische Hauptstadt. Davon zeugen heute noch römische Bauwerke, wie Tempel und zwei Theater, die sich an den Hängen des Haushügels Fourvière befinden. Alljährlich erwachen die Theater bei dem Festival „Nuits de la Fourvière“ zu neuem Leben, wenn dort im Sommer Konzerte, Schauspiele und Kinofilme präsentiert werden.

      Auf dem Fourvière thront auch das Wahrzeichen Lyons, die Basilika Notre Dame de Fourvière. Sie wurde im Jahr 1872 erbaut und ist ein beliebtes Ziel für Touristen, die sich Lyon von oben anschauen möchten.

       

      Basilika Notre Dame de Fouvière

      Basilika Notre Dame de Fouvière

      Wieder unten angekommen, empfiehlt sich ein Bummel durch die engen Altstadtgassen – „traboules“ genannt, die sich verschlungen durch die Altstadt ziehen. Auch abends zeigt sich Lyon von seiner besten Seite. Dann werden zahlreiche Gebäude mit farbigen Lichtern angestrahlt und bieten einen tollen Anblick. Wer sich daran nicht satt sehen kann, sollte die „Fête des Lumières“ besuchen, bei der im Dezember überall in Lyon helle und bunte Lichter die Fassaden der Gebäude erleuchten.

       

      Lyons Gastronomie besitzt weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Sie setzt auf bodenständige Zutaten, die auf feine Art zubereitet werden. Wer seinen Urlaub in Lyon verbringt, hat an fast jeder Ecke die Gelegenheit in den Genuss der Lyonaiser Küche zu kommen. Auch ein Besuch in den Restaurants des Sterne-Kochs Paul Bocuse ist möglich.

      Pérouges - mittelalterliche Dorfschönheit

      Mittelalterliche Gassen in Pérouges

      Mittelalterliche Gassen in Pérouges

      Von Lyon aus lohnt sich ein Abstecher ins mittelalterliche Pérouges. Im Mittelalter erbaut, mit der Zeit verlassen und verfallen und Anfang des 20. Jahrhundert restauriert, gehört Pérouges heute offiziell zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Bei einem Stadtrundgang auf mittelalterlichen Straßen und zwischen Häuser aus Naturstein hindurch bietet Pérouges auch heute noch den Anblick einer Stadt aus dem Mittelalters. Gelegentlich stattfindende Ritterspiele machen die mittelalterliche Atmosphäre perfekt.

       

      Viele Reedereien bieten Flusskreuzfahrten auf der Rhône auch mit Weiterfahrten auf der Saône an. Dabei kann man die Weinbauangebiete der Beaujolais entdecken, die sich nördlich und südlich von Lyon erstrecken.

       

      Text: Daniela Hesse


       
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