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Fußball spielen mit den Kindern
von Hans-Joachim Franzen
Fußball spielen mit den Kindern, verliebt schweigen am Meer oder plaudernd durch Rosmarin- Pinienlandschaften radeln, all das mag nur mäßig spannend klingen, aber es ist herrlich erholsam. - Aber jetzt der Reihe nach: Nach einem Direktflug mit Air Berlin von Düsseldorf nach Ibiza und einer 30minutigen Fährüberfahrt landete unsere kleine Gruppe im Hafen Sa Savina im Nordwesten von Formentera, der südlichsten Baleareninsel.
Es war mild, aber bewölkt und diesig und so wollte sich auf der Fahrt zum Hotel im Südosten der Insel kein „Aha“-Effekt einstellen, auch nicht beim Beziehen der Appartements. Sie waren zwar groß, aber jetzt zu Beginn der Saison noch etwas muffig und außerdem würde eine Generalüberholung der gesamten Hotelanlage gut zu Gesicht stehen. Der Empfang war allerdings freundlich und auch der Service während unseres Aufenthalts.
Also raus an die frische Luft, um erste Eindrücke zu sammeln. Dazu ging es wieder in Richtung Norden, an den ehemaligen Salinen vorbei, zum Restaurant Molí de Sal. Bei traumhafter Sicht über die unverbaute Küste ließen wir uns das Essen schmecken.
Zurück im Hotel wäre ein kleiner Mittagsschlaf sicherlich nicht verkehrt gewesen, schließlich waren alle schon sehr früh auf den Beinen, auf der anderen Seite lockte das Meer. Die Luft war mild, das Wasser hatte Badetemperatur, aber leider machten sich an diesem Strandabschnitt kleine rote Quallen breit, also waren leichte Wanderschuhe anstelle von Badehosen angesagt. Der Erholungswert einer kleinen Wanderung entlang der Küste Formenteras steht dem eines Bades in nichts nach.
Die milde, feuchte Luft war angereichert vom Jod des Meeres und den Aromen der Küstenvegetation. Diese bestand aus Rosmarin, Wacholder, Meerfenchel, Kampferkraut, Thymian, stellenweise auch Pinien, und vielen weiteren Pflanzen. Eine Luft, die auch die beste Wellnessanlage nicht toppen kann. Auch die Stille an diesem Küstenabschnitt östlich von Caló des Morts trug zur Erholung bei. Allerdings gibt es keinen angelegten Wanderweg, keine Geländer an den Klippen oder gar Sitzbänke. Warum auch, schließlich gibt es überall warme Steine auf denen man sich wunderbar hinsetzen kann. Auch Möglichkeiten, ans Wasser zu kommen und zu schwimmen, gab es reichlich, gut zu wissen, wenn man im Hochsommer auf Formentera weilt.
Bis auf zwei offene Bootshütten von Fischern, in denen einige kleine Boote untergebracht lagen, war auf der vierstündigen Tour entlang der Südostküste keine Uferbebauung zu entdecken. Kurz vor dem Hotel lockte noch ein nettes kleines Strandrestaurant mit der Aussicht auf ein frisches Glas Bier. Bald aber wurde es dämmrig, der Abend neige sich dem Ende zu und im Hotel wartete das Abendessen.
Am nächsten Morgen hatte der Wind die Wolken weggeblasen, die Sonne schien vom Himmel, die idealen Voraussetzungen für die geplante Bootstour mit einem großen Segel-Katamaran. Trotz Windstärke fünf lag die 23 Meter lange und elf Meter breite Formenterastar ruhig im Wasser und rauschte aufrecht über die Wellen hinweg. Hin und her kreuzend gelangten wir so bis vor die Südküste Ibizas.







