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Hamburgs "sündige Meilen": (Nicht nur) auf der Reeperbahn Nachts um halb eins…
Hamburg bei Nacht - das ist vor allem St. Paulis Reeperbahn, die - nur knapp 600 Meter lange – Amüsiermeile ohne Sperrstunde. Einst Traumziel für lange gereiste Seeleute, ist dieser Teil der Stadt heute ein „Muss“ für alle Touristen. Nachts glitzert die Reeperbahn in allen Farben, und selbst bei Tage sind die sperrigen Aufbauten der Neonreklamen nicht zu übersehen. Auffällig geben sich hier alle: Bars und Boutiquen, Kinos und Kneipen, Theater und Tätowier-Stuben. Aber am meisten springen den Besuchern natürlich die Reize der Erotik-Branche ins Auge: Auslagen mit aufregenden Dessous, Gummiwäsche, Ketten und Lust-Stimulatoren der ausgefallensten Art.
Liebevoll gemalt oder aus zuckenden Neon-Röhren gestaltet, laden spärlich bekleidete weibliche Figuren zum Instant-Sex: In Porno-Läden, Peep-Shows, Gay- und S/M-Boutiquen oder Video-Kabinen. Leibhaftige Frauenkörper auf Zeit gibt es im “Girls-Haus“ oder “Eros Laufhaus“, aber auch direkt auf den Straßen rund um die berühmte Davidwache oder um die Ecke in der Herbertstraße. Dort sitzen die käuflichen Damen in Schaufenstern locken durch kleine Klappen: „Willst Du mal mitkommen?“
"Große Freiheit" - die wichtigste Nebenstraße der Reeperbahn
Alles Prüde ist diesem extrovertierten Areal fremd – und das hat Geschichte. Das Terrain der Reepschläger (= Seilmacher) lag einst im hafennahen Niemandsland zwischen den Städten Hamburg und Altona. Hier entwickelte sich frühzeitig die “Große Freiheit“ – wie die wichtigste Nebenstraße der Reeperbahn noch heute heißt. Im legendären „Star Club“ starteten die Beatles ihre glanzvolle Karriere. Heute beherbergt die Große Freiheit vor allem Musikclubs wie die „Betty Ford Klinik“, „Die große Freiheit 36“ oder den „Rubin Club“. Alle haben ihren eigenen charakteristischen Sound und ziehen so Abend für Abend musikversessene Jugendliche an. Musical-Liebhaber strömen schon seit mehr als 15 Jahren ins Operettenhaus, früher zu "Cats", heute zu "Mamma-Mia!" - dem Erfolgs-Musical mit den Hits von ABBA - oder zu den wechselnden Inszenierungen, Schlager-Revuen und Star-Shows im volkstümlichen “St. Pauli Theater“ oder im “Schmidts Tivoli“.
Das Gesamt-Verführwerk mit dem (schein)heiligen Namen St. Pauli bietet Erfüllung und Amüsement für allbekannte und ausgefallenste Wünsche – und die unterschiedlichsten Geschmäcker und Zielgruppen.
Lebhafte, bunte und vor allem lange Nächte kann man auch in anderen Stadtteilen Hamburgs verbringen, die für ihre große Kneipen- und Clubszene bekannt sind. Im Schanzenviertel zwischen St. Pauli und Eimsbüttel reiht sich Bar an Bar. Als Magnet für Café-Latte-Fans, Liebhaber chinesischen Essens und Caipirinha-Süchtige wird die Schanze in den Abend- und Nachtstunden zum pulsierenden Vergnügungsviertel. Bei schönem Wetter spielt sich das Leben auf der Straße ab, besonders auf der Piazza am „Schulterblatt“.
Multikulturell geht es im Stadtteil Ottensen zu, in dessen ehemaligen Arbeiterhäusern heute viele Studenten, junge Familien, Künstler und Ausländer wohnen. Hier konkurrieren Szene-Bars mit Kult-Kneipen, schicke Fischrestaurants mit Schnellimbissen. Dieses Minibiotop der verschiedensten Farben, Geräusche und Düfte lohnt immer einen Besuch und verspricht auch am Abend beste Unterhaltung. So ist zum Beispiel die „Fabrik“, ein Treffpunkt für Fans von Live-Musik und heißen Disco-Rhythmen, mittlerweile zu einer echten Hamburger Institution geworden.
Text: HAMBURG Tourismus GmbH

