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Tag 2: Erste Etappe, Zaanse Schaans und Alkmaar

Zaanse Schans: Windmühle

Nach dem Frühstück fuhren wir los. Nach einigen Umleitungen waren wir auf dem richtigen Weg zu unserer ersten Zwischenetappe, dem Freilichtmuseum Zaanse Schaans.

 

Neben den unterschiedlichsten Windmühlen aus dem 17.Jahrhundert finden sich hier eine Käserei, eine Schuhmacherei für Holzschuhe und eine Zinngießerei, sowie Museen und ein alter Kolonialwarenladen. Bei einer Bootsfahrt auf der Zaan lässt sich das Gelände, das neben einem Vogelschutzgebiet liegt, auch vom Wasser aus kennenlernen.

 

Blick auf die Insel De Woude

Nach einigen weiteren Kilometern beschlossen wir spontan, mit einer Minifähre auf die kleine Insel Woude überzusetzen. (Pro Person, inclusive Räder, kostete die Hin-und Rückfahrt nur 1,10 Euro.) In einem netten Cafe-Restaurant tranken wir einen Kaffee, spielten mit einer 10 Wochen alten bunten Katze, quatschten mit dem Wirt und genossen den sonnigen Tag.

 

Leider bewölkte sich der Himmel langsam und so brachen wir nach einer halben Stunde wieder auf. Nach Alkmaar ging es recht gemütlich weiter, immer an Deichen, Bauernhöfen mit ihren hübschen Gärten, Wiesen, Gräben und Kanälen entlang.

 

Neben der klaren Luft, dem frischen Wind und den fast steigungsfreien holländischen Radwegen empfinden die meisten Stadtmenschen die schier unendliche Weite des platten Landes als sehr angenehm, vor allem für die Augen.

Holländische Landschaft mit Fischreiher und Windmühle

Die Sinneseindrücke auf einer solchen Radtour erlebt man, anders als in der Stadt, als angenehm ruhig, Radfahrer haben Zeit die Landschaft in aller Ruhe in sich aufzunehmen, zu beobachten und das Gesehene zu reflektieren.

 

Zu den Sinneseindrücken gehören auch ungewohnte Geräusche wie das Quaken von Fröschen, das Plätschern der Karpfen in den Entwässerungsgräben, das Wiehern der Pferde, vor allem das Gezwitscher der Vögel, aber auch das Tuckern der Kähne und Sportboote in den zahllosen Kanälen.

 

Auch die frische Landluft, der Duft nach abgemähten Feldern und Wiesen, nach den diversen Blüten oder auch nach dem Mittagessen des nächsten Bauernhofes empfanden wir als reizvoll.

 

Alkmaar - Rommelmarkt

Im Stadtgebiet von Alkmaar kamen wir an einem Flohmarkt, in den Niederlanden Rommelmarkt genannt, vorbei. Natürlich haben wir uns die Gelegenheit ein wenig zu Stöbern nicht entgehen lassen.

 

Dieser Rommelmarkt war fast wie ein Straßenfest. Nahezu alle Anwohner haben sich beteiligt, gewerbliche Anbieter fehlten fast vollständig. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre, man kannte sich, schaute sich um, plauderte und aß oder trank zwischendurch eine Kleinigkeit, nett.

 

Historische Kutsche in Alkmaar

Alkmaar, leider war es Sonntag und die Geschäfte hatten geschlossen, ist eine besuchenswerte Stadt mit vielen Grachten und historischen Zugbrücken. Die hübsche Innenstadt mit ihren schmalen Gassen und sehr vielen interessanten Geschäfte lädt zum Shoppen und Bummeln ein. Besonders stolz ist die Stadt auf das neue kulturelle Zentrum, den „Canada-Plein“.

 

Die Hauptsehenswürdigkeiten Alkaars ist das Käsemuseum und der historische Käsemarkt (freitags von 10:00 bis 12:30 Uhr, vom ersten Freitag im April bis zum ersten Freitag im September).

 

Am späten Nachmittag hatten wir das Vergnügen einige Dutzend historische Kutschen bei einer Rundfahrt durch Alkmaar zu beobachten. Nach dem Abendessen auf der MS Florentina beschlossen wir den Abend mit einem Bier in der Innenstadt von Alkmaar.

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